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Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie verleiht Auszeichnung an Dr. Joachim Wistuba

12.04.2011
Zeugungsunfähigkeit beim Mann: Neue Ansätze für Therapieoptionen beim „Klinefelter-Syndrom“ erforscht

Erneute Auszeichnung für einen Mitarbeiter des Centrums für Reproduktionsmedizin und Andrologie (CeRA) des Universitätsklinikums Münster (UKM): Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie hat Ende März bei ihrer Jahrestagung den Dietrich-Knorr-Preis an Dr. Joachim Wistuba verliehen.

Die Fachgesellschaft würdigte damit eine Arbeit zum „Klinefelter-Syndrom“. Männer mit dem Klinefelter-Syndrom haben mindestens ein überzähliges X-Chromosom. Diese chromosomale Veränderung betrifft etwa einen von 500 männlichen Neugeborenen.

Betroffen sind allein in Deutschland derzeit rund 80.000 Jungen und Männer. Neben veränderten Körperproportionen haben die Patienten nach der Pubertät häufig keine Keimzellen mehr und die Zusammensetzung des Hodengewebes ist stark verändert. Dadurch ist diese Erkrankung die häufigste genetische Ursache für männliche Zeugungsunfähigkeit. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

Wistuba: „Die Patienten entwickeln einen veränderten Hormonstatus, wobei zu wenig Testosteron, das männliche Geschlechtshormon ins Blut gelangt, andere Hormone, die Gonadotropine jedoch in zu großer Konzentration vorliegen – auch hier liegen die Ursachen wahrscheinlich in den Veränderungen des Hodengewebes.“ Im Mittelpunkt der prämierten Arbeit stand die experimentelle Untersuchung der molekularen Mechanismen der Erkrankung und sich daraus ableitender möglicher neuer Therapieoptionen für die Zukunft.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.ukmuenster.de

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