Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Der ganz große Wurf – Eine halbe Million für Forschung aus Lemgo

30.05.2014

Die Bundesregierung investiert eine halbe Million in den Standort Ostwestfalen-Lippe: Sie fördert ein Forschungsprojekt des Lemgoer inIT – Institut für industrielle Informationstechnik der Hochschule OWL. Mit der aktuellen Industrieförderlinie will die Bundesregierung mit Innovationen den Standort Deutschland weiter nach vorne bringen.

Die Lemgoer können sich freuen, denn allzu viele Forschungsprojekte in der Größenordnung hat die Bundesregierung nicht zu vergeben. Aus Berlin fließen jetzt knapp 500.000 Euro des begehrten Forschungsgeldes nach Lemgo, für die Forschung am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule OWL.

Das inIT ist eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der industriellen Informationstechnik und eines der Leistungszentren im ostwestfälischen Spitzencluster „it’s OWL - Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe“.

Die Bedeutung der Region OWL erkannt, fördert die Bundesregierung jetzt das Projekt „OPAK“ („Offene Engineering-Plattform für autonome, mechatronische Automatisierungskomponenten in funktionsorientierter Architektur“). Hinter dem sperrigen Projektnamen verbirgt sich das Zukunftsthema „Industrie 4.0“.

Zukünftig sollen Fabrikanlagen intelligent sein. Maschinen sind miteinander vernetzt und steuern sich selbst. Werkstücke, die über das Band laufen, sagen selbst wohin sie transportiert und weiterverarbeitet werden wollen. Was nach Zukunftsmusik klingt, beschäftigt die Forschung schon heute intensiv.

Die Wissenschaftler am inIT stellen sich gemeinsam mit den führenden Unternehmen der Automatisierungsbranche einer gigantischen Aufgabe: Von der Planung über die Inbetriebnahme bis zum Umbau großer Produktionsanlagen – alles soll vereinfacht werden.

Durch IT-Technologien und intelligente Assistenzsysteme. In den nächsten drei Jahren entwickeln die Forscher am inIT dafür eine Software. Sie soll später die komplette Inbetriebnahme und Umbau von großen Fabriken steuern.

„Das ist der ganz große Wurf“, bestätigt Professor Oliver Niggemann, Vorstand am inIT. „Wenn das gelingt, was wir vorhaben, können Anlagen kinderleicht umgebaut werden.“ Mitarbeiter, die große Produktionsanlagen entwickeln und in Betrieb nehmen, müssen dann nicht mehr Programmierer, Elektriker, Maschinenbauer und Automatisierungsexperte in einer Person sein, produzierende Unternehmen können sich wieder ihren Kernkompetenzen widmen.

„Die Vorteile liegen auf der Hand, es spart Zeit, Geld und schont vor allem die Nerven“, betont Niggemann.

Das Projekt wird im Rahmen des größten Industrie 4.0-Forschungsprogramms der Bundesregierung vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Die Projektpartner inIT, ASYS, 3S, elrest, Festo, fortiss und InTraCom kommen aus unterschiedlichen Bereichen – von Forschung über Komponentenhersteller bis zu Systemintegratoren – und decken die gesamte Wertschöpfungskette ab. Die Ergebnisse werden somit direkt in der Praxis umgesetzt. Der Bundesregierung ist das Forschungsvorhaben so wichtig, dass allein die Arbeiten am inIT mit knapp einer halben Million Euro gefördert werden.

Julia Wunderlich | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.hs-owl.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie