Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

DBU-Umwelttechnik-Projekt heute in Bayern als "Leitprojekt" geehrt

03.12.2009
Verfahren zur Hartverchromung der Thoma Metallveredelung GmbH in Augsburg von KUMAS ausgezeichnet

Ehrung für ein innovatives, umweltentlastendes Modellprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU): Aus den Händen des 1. Vorsitzenden des Kompetenzzentrums Umwelt (KUMAS) in Augsburg, Dr. Hermann Teufel, nahm heute Dr. Malte-Matthias Zimmer als Projektleiter im Namen der Firma Thoma Metallveredelung GmbH (Heimertingen) die Auszeichnung als "KUMAS Leitprojekt 2009" in Empfang.

Der mittelständische Betrieb hatte mit einer DBU-Finanzspritze von 110.000 Euro ein neues Verfahren zur Hartverchromung entwickelt, das ökologische und ökonomische Vorteile miteinander verbindet. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde: "Es freut uns sehr, dass eines der drei Leitprojekte dieses Jahres ein DBU-Projekt ist und wir mit unserer Schützenhilfe den Umwelttechnik-Standort Bayern in Deutschland voranbringen konnten."

Brickwedde betonte, dass die Oberflächentechnik seit Jahren mit zahlreichen Projekten von der DBU gefördert werde. Zwar seien bereits viele Umweltentlastungen verwirklicht und umgesetzt worden. Es bestehe aber weiterhin ein hohes Potenzial für zusätzliche Innovationen. Mit ihrem neu entwickelten Verfahren zur galvanischen Hartverchromung sei es der Thoma Metallveredelung gelungen, etwa durch intelligente Stromführung und Wärmerückgewinnungsmaßnahmen bis zu 90 Prozent der eingebrachten Energie zu nutzen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, Schadstoffe zu vermeiden oder zu verringern und auch den Einsatz natürlicher Rohstoffe zu begrenzen.

Die Hartverchromung dient etwa dem Korrosions- und Verschleißschutz. Beispiele sind große Kolbenstangen für die Hydraulik von Baumaschinen. In dem von zwei Schwestern geführten Familienunternehmen Thoma Metallveredelung werden Oberflächen mit elektrischem Strom metallisch beschichtet.

Neben der rein technischen Betrachtung der Ergebnisse sei auch beachtlich, dass es hier mit einem finanziell überschaubaren Finanzvolumen der DBU gelungen sei, eine Investition des Unternehmens in der Größenordnung von rund zwei Millionen Euro zu steuern.

Mit einer optimierten Beschichtungsqualität und verbesserten Fertigung seien neben den ökologischen Folgen von dem Heimertinger Unternehmen auch ökonomische Aspekte erreicht worden. Brickwedde: "Neben dem umweltentlastenden Effekt solcher Innovationen steht immer auch der wirtschaftliche Aspekt durch verringerte Energie- und Materialkosten im Blick. Geht man von mittelfristig steigenden Preisen für Energie und Rohstoffe aus, stellen derartige Innovationen auch einen Beitrag zur Sicherung der Wirtschaftsstandorts Deutschland dar."

KUMAS-Leitprojekte sind Verfahren, Produkte, Dienstleistungen, Konzepte, Entwicklungen oder Forschungsergebnisse, die Umweltkompetenz aus Bayern in besonderem Maße demonstrieren. Mit der Prämierung will KUMAS die Entwicklung und Umsetzung innovativer Vorhaben unterstützen und so das wissenschaftliche und technische Umwelt-Wissen der Region sichern.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel29573_106.html
http://www.dbu.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gewebe mit Hilfe von Stammzellen regenerieren
16.10.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Dr. Philipp Schommers erhält Förderpreis für Klinische Infektionsforschung
16.10.2017 | Uniklinik Köln

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

17.10.2017 | Informationstechnologie

Pflanzen gegen Staunässe schützen

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Trends der Umweltbranche auf der Spur

17.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz