Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

dbl-Forschungspreis 2010

04.06.2010
Studie zur effektiven Unterstützung der Aphasietherapie durch supervidiertes Eigentraining mit dbl-Forschungspreis 2010 ausgezeichnet

Zum sechsten Mal hat der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) heute im Rahmen seines Jahreskongresses den dbl-Forschungspreis vergeben. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung geht diesmal an die Diplom-Logopädin und Lehrlogopädin Ruth Nobis-Bosch (Universitätsklinikum Aachen) für ihre Arbeit "Supervised Home Training of Dialogue Skills in Chronic Aphasia: A Randomized Parallel Group Study". Bei der ausgezeichneten Arbeit handelt es sich um eine Studie zur Unterstützung der Aphasietherapie durch ein ergänzendes Heimtraining.

Aphasien sind häufig lebenslange Behinderungen und machen ein dauerhaftes Lernen und Trainieren erforderlich. Deshalb ist es wichtig, Techniken zu entwickeln und zu erforschen, die es Menschen mit Aphasie ermöglichen, Wortschatz, Satzbau und Diskursfähigkeiten im Anschluss an die hoch frequente stationäre Therapie und neben der nachstationären Behandlung durch Logopäden auch selbst zu trainieren. Die Studie von Ruth Nobis-Bosch untersucht die Wirksamkeit eines spezifischen Heimtrainings zur Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten im Dialog. Dieses Eigentraining wird mit einem elektronischen Hilfsmittel (B.A.Bar) durchgeführt, das von der Schweizer Stiftung FST entwickelt wurde. B.A.Bar ist ein Strichcode-Lesegerät mit einem integrierten Chip zur Speicherung von Sprachaufnahmen (Wörter, Phrasen, Sätze, Texte). Die Sprachwiedergabe erfolgt durch Scannen eines Strichcodes. Diese Strichcodes sind in Arbeitsblätter integriert, die außerdem Bilder und Schrift enthalten, so dass das klassische Therapieprinzip der multimodalen Stimulierung umgesetzt wird. Die Logopädin kann mit diesem Heimtraining-Konzept die Intensität und Effektivität der ambulanten Sprachtherapie erhöhen. Der Patient kann selbstbestimmt, unabhängig und sehr flexibel üben.

"Wichtig ist dabei, dass der Einsatz des B.A.Bar in einer Form geschieht, die methodisch durchdacht ist und fachlich begleitet wird.

Hierzu hat Ruth Nobis-Bosch mit ihrer Studie einen wichtigen Beitrag mit hoher praktischer Relevanz im Bereich der supervidierten Nachsorge im Anschluss an eine stationäre Intensivtherapie geleistet", so dbl-Präsidentin Dr. Monika Rausch.

Die preisgekrönte Arbeit wird in Kürze im Schulz-Kirchner Verlag publiziert, der den dbl-Forschungspreis auch finanziell unterstützt.

Der dbl-Forschungspreis wird seit 2005 jährlich für herausragende logopädische Forschungsarbeiten vergeben. Damit will der Deutsche Bundesverband für Logopädie als Berufs- und Fachverband der Logopäden auch dazu beitragen, logopädische Forschung in Deutschland stärker zu etablieren.

Lucas Rosenthal | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.dbl-ev.de

Weitere Berichte zu: Aphasietherapie Eigentraining Heimtraining Logopädie Strichcode

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit