Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Count-Down zur Preisverleihung am 1.Dezember / Nominiert zum Deutschen Zukunftspreis 2010: Laserblitze schützen das Klima

09.11.2010
PET ist "in". Weltweit werden immer mehr Getränke in Flaschen aus dem Kunststoff hergestellt, der ausgeschrieben Polyethylenterephthalat heißt und auch in Textilfasern verarbeitet wird.

Der entscheidende Pluspunkt von PET-Flaschen gegenüber Getränkeflaschen aus Glas: Sie sind wesentlich leichter und deshalb einfach zu transportieren. Allerdings wird für ihre Herstellung viel Erdöl benötigt - in jedes produzierte Kilogramm PET fließen 1,9 Kilogramm Rohöl, außerdem reichlich Energie.

Ein neuartiges System, das Prof. Dr. Gunther Krieg, Dipl.-Ing.
Jürgen Bohleber und Dipl.-Ing. Dirk Christian Fey von der Karlsruher UNISENSOR Sensorsysteme GmbH mit ihrem Team entwickelt haben, ermöglicht es jedoch, den Verbrauch an kostbaren Ressourcen deutlich zu verringern. Damit trägt es auch dazu bei, die Atmosphäre von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen zu entlasten.

Mithilfe von "Powersort 200" lässt sich PET aus leeren Flaschen zuverlässig von Verunreinigungen und Fremdstoffen befreien und damit sauber und sortenrein fürs Recycling aufbereiten. Das Resultat ist ein lebensmitteltauglicher Wertstoff, der sich erstmals vollständig zur Herstellung von neuen Getränkeflaschen wiederverwenden lässt.

Herzstück der Innovation ist ein optisches System, bei dem Hochleistungslaser ein Granulat oder Flocken von PET mit Licht unterschiedlicher Wellenlängen beleuchten. Anhand eines "physikalischen Fingerabdrucks" werden unerwünschte Stoffe erkannt, die durch Überschalldüsen entfernt werden. Powersort 200 lässt sich künftig auch beim Recycling von Kunststoffen aus ausgedienten Elektronikgeräten oder Altautos nutzen. Dort ist besonders von Vorteil, dass es - anders als bisher gebräuchliche Technologien - auch schwarze Kunststoffe erfassen und aussortieren kann, aus denen beispielsweise viele Fahrzeug-Armaturentafeln gefertigt sind.

Das von Gunther Krieg, Jürgen Bohleber und Christian Fey entwickelte System verbessert enorm die Möglichkeiten des Kunststoff-Recyclings. Dadurch senkt es den Erdölverbrauch und reduziert die Belastung von Umwelt und Klima. Auch das war ausschlaggebend dafür, dass die drei Karlsruher Forscher mit ihrer Innovation - neben zwei anderen Teams - für den Deutschen Zukunftspreis 2010 nominiert sind, den Bundespräsident Christian Wulff am 1. Dezember in Berlin verleihen wird.

Mehr dazu unter: www.deutscher-zukunftspreis.de Übertragung der Preisverleihung am 1. Dezember 2010, 22.30 Uhr, im ZDF.

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.deutscher-zukunftspreis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe
22.09.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

Auf der diesjährigen productronica in München stellt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT das Laser-Based Tape-Automated Bonding, kurz LaserTAB, vor: Die Aachener Experten zeigen, wie sich dank neuer Optik und Roboter-Unterstützung Batteriezellen und Leistungselektronik effizienter und präziser als bisher lasermikroschweißen lassen.

Auf eine geschickte Kombination von Roboter-Einsatz, Laserscanner mit selbstentwickelter neuer Optik und Prozessüberwachung setzt das Fraunhofer ILT aus Aachen.

Im Focus: LaserTAB: More efficient and precise contacts thanks to human-robot collaboration

At the productronica trade fair in Munich this November, the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT will be presenting Laser-Based Tape-Automated Bonding, LaserTAB for short. The experts from Aachen will be demonstrating how new battery cells and power electronics can be micro-welded more efficiently and precisely than ever before thanks to new optics and robot support.

Fraunhofer ILT from Aachen relies on a clever combination of robotics and a laser scanner with new optics as well as process monitoring, which it has developed...

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Posterblitz und neue Planeten

25.09.2017 | Veranstaltungen

Hochschule Karlsruhe richtet internationale Konferenz mit Schwerpunkt Informatik aus

25.09.2017 | Veranstaltungen

Junge Physiologen Tagen in Jena

25.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

LaserTAB: Effizientere und präzisere Kontakte dank Roboter-Kollaboration

25.09.2017 | Messenachrichten

Fraunhofer ISE steigert Weltrekord für multikristalline Siliciumsolarzelle auf 22,3 Prozent

25.09.2017 | Energie und Elektrotechnik

Die Parkinson-Krankheit verstehen – und stoppen: aktuelle Fortschritte

25.09.2017 | Medizin Gesundheit