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»CookUOS« von der Deutschen UNESCO-Kommission ausgezeichnet

27.04.2012
Die Deutsche UNESCO-Kommission hat »CookUOS« der Universität Osnabrück als Projekt der UN-Dekade »Bildung für nachhaltige Entwicklung 2012/13« ausgezeichnet.
Die Auszeichnung erhalten Initiativen, die das Anliegen dieser weltweiten Bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern Jugendlichen und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

Wie kann man gesund und zugleich lecker kochen? Was zeichnet saisonale und regionale Lebensmittel aus? Wie sieht dabei unser ökologischer Fußabdruck aus und was beeinflusst unser Ernährungs-, Gesundheits- und Konsumverhalten? Um diese Fragen ging es im Seminar »CookUOS« und im seminarbegleitenden Kochkurs der Lehreinheit Gesundheitswissenschaften der Universität Osnabrück im vergangenen Semester. Ziel der Veranstaltung war es, angehende Lehrkräfte als Vermittler der Gesundheitsbildung zu fördern und den Blick für den ressourcenschonenden, nachhaltigen Umgang mit Nahrungsmitteln zu schärfen.
Mit dabei war auch der Osnabrücker Sternekoch Thomas Bühner, der den Studierenden zeigte, wie man günstig und frisch leckere Speisen zubereiten kann. Aufgrund der großen Resonanz wird CookUOS im kommenden Semester fortgesetzt und unter Beteiligung alter und neuer Projektpartner wie etwa dem Deutschen Netzwerk Schulverpflegung e.V. weiterentwickelt. Im November wird im Rahmen von CookUOS ein aktueller Themen- und Diskussionsabend mit Gastvorträgen namhafter Wissenschaftler im Bohnenkamp-Haus des Botanischen Gartens der Universität ausgerichtet.

»CookUOS zeigt eindrucksvoll, wie zukunftsfähige Bildung aussehen kann. Das Votum der Jury würdigt das Projekt, weil es verständlich vermittelt, wie Menschen nachhaltig handeln«, so Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees und der Jury der UN-Dekade in Deutschland.

In den Vorträgen geht es nicht nur um den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln und um die Nahrungszubereitung, sondern auch um Anwendungsmöglichkeiten des Wissens in Schulen. »Wir wollen den Studierenden theoretisches Wissen über Ernährung und Essverhalten vermitteln, das sie im anschließenden Kochkurs in die Praxis umsetzen können. Für ihren späteren Berufsweg ist dies von großem Vorteil«, so Apl. Prof. Dr. Britta Wulfhorst, Gesundheitswissenschaftlerin der Universität Osnabrück.

Unterstützt wird das Projekt von der AOK Niedersachsen, der Berufsbildenden Schule Pottgraben, dem Restaurant »La Vie« unter Leitung von Sternekoch Thomas Bühner, dem Biohof „die Gemüsegärtner“ Kalkriese und dem Studentenwerk Osnabrück. »Mit diesen Projektpartnern wollen wir das regionale Netzwerk Osnabrücks stärken und das Seminar langfristig aufrecht erhalten«, so Initiator Uwe Neumann.
Die Deutsche UNESCO-Kommission (www.bne-portal.de) hat in Deutschland bereits über 1.500 Projekte ausgezeichnet: In Schülerfirmen etwa lernen Kinder, ökonomisch sinnvoll wie umweltverträglich und sozial gerecht zu handeln. Kindergärten und Schulen richten ihr Konzept an den Prinzipien der Bildung für nachhaltige Entwicklung aus, bauen Solaranlagen oder engagieren sich für fairen Handel. Außerschulische Träger organisieren Bildungsangebote rund um das Thema nachhaltige Entwicklung. Dies sind nur einige von vielen Beispielen.

Weitere Informationen:
Uwe Neumann, Universität Osnabrück
Lehreinheit Gesundheitswissenschaften
Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2456,
E-Mail: uwe.neumann@uni-osnabrueck.de

Dr. Utz Lederbogen | idw
Weitere Informationen:
http://www.cookuos.uni-osnabrück.de

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