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Clusterstruktur erstmals bestimmt

19.02.2009
Chemiker Sascha Schäfer erhält den Kurt-Ruths-Preis 2009

Mit dem diesjährigen Kurt-Ruths-Preis wird am Mittwoch, den 18. Februar 2009, der Chemiker Dr. Sascha Schäfer ausgezeichnet. Er erhält die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung für seine Dissertation "Der Stark-Effekt als Werkzeug zur Strukturaufklärung isolierter Cluster". Die Preisverleihung findet um 16.30 Uhr im Georg-Christoph-Lichtenberg-Haus, Dieburger Straße 241, statt.

Die Ergebnisse von Schäfers Arbeit sind von großem wissenschaftlichen Interesse: Schäfer beschäftigt sich mit den Eigenschaften von Clustern, kleinen Teilchen, die aus nur wenigen Atomen bestehen. Obwohl schon lange bekannt ist, dass ihre physikalisch-chemischen Eigenschaften entscheidend von Ihrer Größe abhängen, verhindert das fehlende Verständnis für die Anordnung der Atome im Cluster eine noch breitere Anwendung. Sascha Schäfer hat in seiner Doktorarbeit ein Experiment entwickelt, um Informationen über die Clusterstruktur zu gewinnen: Durch den beobachteten Einfluss eines elektrischen Feldes auf die Cluster gelang es ihm mit Hilfe zusätzlicher Berechnungen, die Struktur von reinen und dotierten Metall- und Halbleiterclustern erstmalig zu bestimmen. Damit ist ein wichtiger Schritt für einen zukünftigen Einsatz von Clustern in der Chemie und der Nanotechnologie gemacht.

Sascha Schäfer, 1980 in Gedern geboren, begann sein Chemiestudium im Jahr 2000 an der TU Darmstadt. Seine Diplomarbeit im Bereich Physikalische Chemie schloss er mit Auszeichnung ab und erhielt dafür den Alarich-Weiss-Preis 2005. Anschließend forschte er im Rahmen eines Promotionsstipendiums des Fonds der Chemischen Industrie auf dem Gebiet der größenabhängigen Eigenschaften kleiner Metall- und Halbleiterteilchen. Seine Promotion schloss er 2008 mit Auszeichnung ab.

Der Kurt-Ruths-Preis wird seit 1987 jährlich an Studierende der Fachbereiche Chemie, Bauingenieurwesen und Architektur der TU Darmstadt verliehen, die herausragende wissenschaftliche Arbeiten vorgelegt haben. Der Preis erinnert an die Verdienste des Namensgebers Dr. Kurt Ruths, der unter anderem zukunftsweisende Entwicklungen in der Kunststofftechnologie im Bauwesen für die Braas-Gruppe anstieß.

Der Preis wird von den Preisstiftern Dr. Harald Ruths (Köln), Familie Ruths-Tillian (Wien) und Anna-Ruths-Stiftung (Darmstadt) vergeben.

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-darmstadt.de/

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