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Chemische Gesellschaft Serbiens ehrt halleschen Forscher

05.12.2008
Der hallesche Forscher Dr. Goran Kaluderovic erhält am 10. Dezember die Medaille der Serbischen Chemischen Gesellschaft für herausragende Leistungen und Erfolge in der Wissenschaft im Jahr 2008.

Kaluderovic kam 2006 als Humboldt-Stipendiat an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Inzwischen ist der 33-Jährige Projektmitarbeiter der BioSolutions Halle GmbH, einem An-Institut der MLU, und erforscht dort platinhaltige Antitumorwirkstoffe.

Vor einem Jahr hatte Kaluderovic bereits den Forschungspreis der Martin-Luckner-Stiftung erhalten. Die Stiftung fördert die pharmazeutisch-biotechnologischen und biologischen Wissenschaften an der Martin-Luther-Universität und in ihrem Umfeld sowie deren praktische Umsetzung. Das aktuelle Projekt des in Montenegro geborenen Forschers trägt den Titel "Entwicklung neuer resistenzbrechender Antitumorwirkstoffe" und wird vom Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördert. Projektleiter ist PD Dr. Reinhard Paschke, Geschäftsführer der BioSoluations GmbH und Geschäftsstellenleiter des Biozentrums der Martin-Luther-Universität. Kooperationspartner ist das Institut für Chemie der Martin-Luther-Universität (Prof. Dr. Dirk Steinborn, PD Dr. Harry Schmidt).

"Die Ergebnisse, die Dr. Kaluderovic während seiner Zeit als Humboldt-Stipendiat und Preisträger der Luckner-Stiftung erzielt hat, haben wesentlich dazu beigetragen, dass er nun von der Serbischen Chemischen Gesellschaft als Preisträger ausgewählt wurde", sagt Reinhard Paschke. Mehr als zehn Publikationen seien in dieser Zeit entstanden. Kaluderovic habe sich Methoden aneignen können, "die es ihm gestatten, die von ihm hergestellten potentiellen Wirkstoffe gegen Krebs sofort auf ihre Wirksamkeit zu testen."

Dr. Goran Kaluderovic synthetisiert und analysiert Platinkomplexe mit dem Ziel, diese in der Antitumortherapie einzusetzen. Platinhaltige Medikamente werden seit langem im Kampf gegen Krebs eingesetzt, haben aber oft schwere Nebenwirkungen. "Diese unerwünschten Effekte gilt es zu minimieren. Wie dazu die entsprechenden Substanzen verändert werden müssen, das will ich herausfinden", erklärt Kaluderovic, der sich sehr über den Preis der Chemiker-Vereinigung seines Heimatlandes freut: "Es handelt sich um eine der höchsten Auszeichnungen der Gesellschaft. Ich fühle mich sehr geehrt."

Der Preis wird anlässlich der 111. Jahrestagung der Serbischen Chemischen Gesellschaft am 10. Dezember 2008 im Haus der Serbischen Akademie der Wissenschaft und Kunst in Belgrad übergeben. Die Gesellschaft ist eine der ältesten Chemiker-Vereinigungen der Welt.

Ansprechpartner:
Dr. Goran Kaluderovic
Tel.: 0176 83 00 62 70
E-Mail: goran.kaluderovic@chemie.uni-halle.de
PD Dr. habil. Reinhard Paschke
Tel.: 0345 55 21600
E-Mail: reinhard.paschke@biozentrum.uni-halle.de

Carsten Heckmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-halle.de

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