Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

CHEM21 Opens Its Doors

05.12.2012
CHEM21 Opens Its Doors - So lautete der Startschuss für ein neues EU-Projekt CHEM21, Europas größtem Zusammenschluss privater und öffentlicher Einrichtungen, in dem auch das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) aus Rostock Partner ist.
CHEM21 wird mit einem Budget von insgesamt 26,4 Mio€ mit Mitteln der Europäischen Union und Mitteln, die von verschiedenen Pharma-Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, über einen Zeitraum von vier Jahren gefördert.

Das neue Projekt hat sich der Entwicklung nachhaltiger Herstellungsmethoden für Pharmazeutika verschrieben. CHEM21 bringt 6 pharmazeutische Unternehmen mit 15 Universitäten, Forschungseinrichtungen und kleinen und mittelständischen Unternehmen zusammen, die gemeinsam das Ziel verfolgen, neue katalytische Technologien für die Synthesechemie zu entwickeln.

CHEM21 richtet sein Augenmerk insbesondere auf die Katalyse mit preiswerten und verfügbaren nicht-Edelmetallen, die Biokatalyse sowie die synthetische Biologie und bündelt damit europäische Experten und Forschungsvorhaben auf diesen Gebieten in einem Netzwerk. Weiterhin ist die Bewertung der Synthesen hinsichtlich der Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit Schwerpunkt von CHEM21.

Ebenso werden Inhalte für Vorlesungen und Praktika im Projekt erarbeitet, um sicherzustellen, dass die Prinzipien der nachhaltigen Chemie in die Ausbildung zukünftiger Wissenschaftler eingebettet werden. Das Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT Rostock) ist mit zwei Arbeitsgruppen an der Verwirklichung der hochgesteckten Ziele beteiligt. Neben der Entwicklung und Anwendung von umweltfreundlichen Kupfer- und Eisenkatalysatoren zur Synthese von potenten pharmazeutischen Wirkstoffen werden auch neuartige Mikroreaktoren für eine schnelle Optimierung von Prozessparametern und eine mögliche industrielle Anwendung im LIKAT im Fokus stehen.

HINTERGRUNDINFORMATIONEN:

LIKAT Rostock: Das Leibniz-Institut für Katalyse ist das größte öffentlich geförderte europäische Forschungsinstitut im Bereich der angewandten Katalyse. Katalyse ist die Wissenschaft von der Beschleunigung chemischer Elementarprozesse. Durch die Anwendung leistungsfähiger Katalysatoren laufen chemische Reaktionen unter Erhöhung der Ausbeute, Vermeidung von Nebenprodukten und Senkung des spezifischen Energiebedarfs ressourcenschonend ab. Die globale Forderung nach einer effizienten Nutzung aller Ressourcen ist nur mit einer effizienten Katalyseforschung möglich. Schon gegenwärtig durchlaufen vier von fünf chemischen Produkten bei Ihrer Herstellung einen Katalysezyklus. So stellt die Katalyse eine Querschnittswissenschaft dar, die dazu beiträgt, Lösungen für die wesentlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu finden. In zunehmendem Maße findet man katalytische Anwendungen neben dem Einsatz in der Chemie auch in den Lebenswissenschaften und zur Energieversorgung sowie beim Klima- und Umweltschutz.
Partner im CHEM21 sind:
Universitäten: Universität von Manchester (GB); Leibniz-Institut für Katalyse, LIKAT-Rostock (DE); Stichting VU-VUMC, Amsterdam (NL); Technische Universität Graz (AT); Universität Graz (AT); Universität Stuttgart (DE); Universität Antwerpen (BE); Universität von Durham (GB); Universität von Leeds (GB); Universität von York (GB).
EFPIA Mitgliederunternehmen (Pharmaunternehmen): GlaxoSmithKline (GB); Bayer Pharma AG (DE); Janssen Pharmaceutica NV (BE); Orion Corporation (FI); Pfizer Limited (GB); Sanofi Chimie (FR).
Kleine und mittelständische Unternehmen: CatScI Ltd (GB); ACIB GmbH (AT); Charnwood Technical Consulting Ltd (GB); Evolva Biotech A/S (DK); Reaxa Limited (GB).

Finanzielle Mittel:
Die Forschung wird gefördert von der Innovative Medicines Initiative Joint Undertaking unter der Fördervereinbarung Nr. 115360, deren Mittel vom 7. Rahmenprogramm der Europäischen Union (FP7/2007-2013) und den EFPIA Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Dr. Barbara Heller | idw
Weitere Informationen:
http://www.catalysis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics