Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Carus-Preis der Stadt Schweinfurt für Prof. Dr. Frédéric Merkt (Zürich) und Prof. Dr. Axel Meyer (Konstanz)

01.03.2010
Die Oberbürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, Gudrun Grieser, zeichnet am Freitag, 12. März, 11:00 Uhr, in der Diele des Alten Rathauses in Schweinfurt Prof. Dr. Frédéric Merkt (Zürich) und Prof. Dr. Axel Meyer (Konstanz) mit dem Carus-Preis aus. Mit der Carus-Medaille - benannt nach Carl Gustav Carus (1789-1869) - zeichnet die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina - Nationale Akademie der Wissenschaften bedeutende Forschungen auf den Gebieten der Naturwissenschaft oder der Medizin aus.

Seit 1962 verleiht die Stadt Schweinfurt als Gründerstadt der Leopoldina den jeweiligen Trägern der Medaillen den derzeit mit insgesamt 10.000 € dotierten Carus-Preis. Unter den seither ausgezeichneten 38 Wissenschaftlern zählen zu den bekanntesten die Nobelpreisträger Feodor Lynen, Jacques Monod, Manfred Eigen, Georges Köhler, Christiane Nüsslein-Volhard, Erwin Neher und Bert Sakmann.

Mit dem Carus-Preis der Stadt Schweinfurt 2010 werden Prof. Dr. Frédéric Merkt (Zürich) und Prof. Dr. Axel Meyer (Konstanz) sgezeichnet: Prof. Dr. Merkt für seine "bahnbrechenden Forschungsarbeiten zur Lasergestützten Elektronenspektroskopie", Prof. Dr. Meyer für seine "innovativen Forschungen zur Evolutionsbiologie und Artenbildung".

Zur Carus-Medaille: Die Carus-Medaille geht auf eine Stiftung aus Anlass des 50. Professorenjubiläums des XIII. Präsidenten der Leopoldina, Carl Gustav Carus (1789-1869), zurück. Sie wurde 1896 erstmals vergeben. Seit 1961 ist die Carus-Medaille mit dem von der Stadt Schweinfurt, dem Gründungsort der Leopoldina, gestifteten Carus-Preis verbunden.

Zu den Preisträgern:
Prof. Dr. Frédéric Merkt (Jg. 1966) hat eine beispielhafte akademische Laufbahn vorzuweisen. Er wurde bereits mit 29 Jahren als Assistenzprofessor an die ETH Zürich berufen und dort im Alter von 33 Jahren (1999) zum Ordinarius für Physikalische Chemie befördert. Seine Forschungsarbeiten sind der Untersuchung der strukturellen und dynamischen Eigenschaften elektronisch hochangeregter Zustände (sogenannter Rydbergzustände) von Atomen und Molekülen und deren Anwendung zur Lösung chemischer und technologischer Probleme gewidmet. Diese Arbeiten zeichnen sich aus durch innovative Entwicklungen auf den Gebieten der Spektroskopie und der XUV-Lasertechnik (Extrem Ultraviolette Strahlung). Frédéric Merkt wurde bereits mit den höchsten Auszeichnungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Schweiz geehrt, dem Werner-Preis der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft und dem nationalen Latsis-Preis. 2004 erhielt er den Akademiepreis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2008 ist er Präsident der Division Chemische Forschung der Schweizerischen Chemischen Gesellschaft. Frédéric Merkt ist seit 2009 Mitglied der Leopoldina-Sektion Chemie.

Prof. Dr. Axel Meyer (Jg. 1960) zählt weltweit zu den führenden Experten auf dem Gebiet der Evolutionsbiologie. Er wurde bereits mit 29 Jahren zum Assistenzprofessor an der State University in New York berufen und erhielt im Alter von 33 Rufe an das Imperial College in London, die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Regensburg. Mit 36 Jahren nahm er einen Ruf an die Universität Konstanz an. Axel Meyer beschäftigt sich unter anderem mit der Fragestellung, durch welche Prozesse neue Arten entstehen. In seinen Arbeiten hat er nicht nur eine Reihe von Problemen wie beispielsweise die Evolution der extrem artenreichen Radiationen von Buntbarschen in Ostafrika gelöst, sondern auch die empirische Erkenntnis etabliert, dass Artenbildung auch ohne geographische Barrieren stattfinden kann. In jüngerer Zeit war er ein Pionier in der Verwendung von vergleichenden genomischen Daten zur Untersuchung der genetischen Basis von Adaptionen und morphologischer Komplexität. So hat er erfolgreich die Brücke zwischen phänotypischen und genetischen Aspekten der Evolution geschlagen. Viele seiner sehr zahlreichen Publikationen wurden entsprechend in den führenden wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert und sehr häufig zitiert. Axel Meyer erhielt für seine Arbeiten eine Vielzahl von Auszeichnungen und ist seit 2009 Leopoldina-Mitglied in der Sektion Organismische und Evolutionäre Biologie.

Caroline Wichmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.leopoldina-halle.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Spitzenforschung vom Nanodraht bis zur Supernova: Fünf ERC Consolidator Grants für die TU München
14.12.2017 | Technische Universität München

nachricht Leibniz-Preise 2018: DFG zeichnet vier Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler aus
14.12.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Im Focus: First-of-its-kind chemical oscillator offers new level of molecular control

DNA molecules that follow specific instructions could offer more precise molecular control of synthetic chemical systems, a discovery that opens the door for engineers to create molecular machines with new and complex behaviors.

Researchers have created chemical amplifiers and a chemical oscillator using a systematic method that has the potential to embed sophisticated circuit...

Im Focus: Nanostrukturen steuern Wärmetransport: Bayreuther Forscher entdecken Verfahren zur Wärmeregulierung

Der Forschergruppe von Prof. Dr. Markus Retsch an der Universität Bayreuth ist es erstmals gelungen, die von der Temperatur abhängige Wärmeleitfähigkeit mit Hilfe von polymeren Materialien präzise zu steuern. In der Zeitschrift Science Advances werden diese fortschrittlichen, zunächst für Laboruntersuchungen hergestellten Funktionsmaterialien beschrieben. Die hiermit gewonnenen Erkenntnisse sind von großer Relevanz für die Entwicklung neuer Konzepte zur Wärmedämmung.

Von Schmetterlingsflügeln zu neuen Funktionsmaterialien

Im Focus: Lange Speicherung photonischer Quantenbits für globale Teleportation

Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erreichen mit neuer Speichertechnik für photonische Quantenbits Kohärenzzeiten, welche die weltweite...

Im Focus: Long-lived storage of a photonic qubit for worldwide teleportation

MPQ scientists achieve long storage times for photonic quantum bits which break the lower bound for direct teleportation in a global quantum network.

Concerning the development of quantum memories for the realization of global quantum networks, scientists of the Quantum Dynamics Division led by Professor...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltrekord: Jülicher Forscher simulieren Quantencomputer mit 46 Qubits

15.12.2017 | Informationstechnologie

Wackelpudding mit Gedächtnis – Verlaufsvorhersage für handelsübliche Lacke

15.12.2017 | Verfahrenstechnologie

Forscher vereinfachen Installation und Programmierung von Robotersystemen

15.12.2017 | Energie und Elektrotechnik