Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundeswirtschaftsministerium startet Technologie-Wettbewerb zur Energieeffizienz

16.12.2009
Heute startet der Technologiewettbewerb "Energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) für Mittelstand, Verwaltung und Wohnen - IT2Green" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi). Der Wettbewerb zielt darauf ab, intelligente Lösungen für weniger energieverbrauchende Informations- und Kommunikationstechnologien zu fördern.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle: "Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien tragen in allen Branchen dazu bei, den Weg für umweltschonende Prozesse zu ebnen. Wichtig ist, dass der Stromverbrauch dieser Technologien nicht selbst zum Hemmschuh wird. Mit dem neuen Technologiewettbewerb sollen daher energieeffiziente Informations- und Kommunikationstechnologien entstehen. Gerade für den Mittelstand erhoffe ich mir hier besondere Impulse."

Im Jahr 2007 betrug der Stromverbrauch durch IKT in Deutschland gemäß einer kürzlich veröffentlichten Studie der Fraunhofer Gesellschaft mit 55,4 TWh bereits 10,5 Prozent des gesamten deutschen Elektroenergieverbrauchs. 2001 waren es noch 7,1 Prozent. Der IKT-bedingte Stromverbrauch wird nach der Studie ohne Gegenmaßnahmen bis zum Jahr 2020 voraussichtlich um mehr als 20 Prozent auf rund 66,7 TWh deutlich steigen. Insbesondere die exponentielle Zunahme des Transfers von Daten, Bildern und Videos sowie Radio und TV über das Internet ist der maßgebliche Grund für die starke Zunahme des Stromverbrauchs. Der neue Technologiewettbewerb will dieser Entwicklung entgegenwirken und baut auf der traditionellen deutschen Standortstärke in der natur- und ingenieurwissenschaftlichen Systemkompetenz auf. Dabei sollen deutliche Energieeinsparungen durch die übergreifende Weiterentwicklung und Zusammenführung von leistungsfähigen, energie- und umwelteffizienten Netzinfrastrukturen (Green Networks), leistungsfähigen, energie- und umwelteffizienten Server und Rechenzentren (Green Computing) sowie leistungsfähigen, energie- und umwelteffizienten Endgerätetechnik (Green Components) erreicht werden. Die FuE-Projekte erfordern interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sowie Anwendern.

Eine gesondert auszuschreibende Begleitforschung soll für die Evaluierung des Projektfortschritts, den raschen Technologietransfer insbesondere in den Mittelstand und - wenn notwendig - auch für die Anpassung der Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungs-Ergebnisse sorgen.

Das BMWi stellt für den Technologiewettbewerb bis zu rund 30 Mio. Euro bereit, mit denen mindestens weitere 30 Mio. Euro an Eigenmitteln mobilisiert werden sollen. Projektskizzen können ab sofort bis zum 31. Mai 2010 eingereicht werden. Der Wettbewerb ist auch Bestandteil des auf dem Dritten Nationalen IT-Gipfel im November 2008 beschlossenen Aktionsplans "Green IT - Pionier Deutschland.

Dr. Christian Schmidt | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.bmwi.de
http://www.it2green.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Höher - schneller - weiter: Der Faktor Mensch in der Luftfahrt

20.09.2017 | Veranstaltungen

Wälder unter Druck: Internationale Tagung zur Rolle von Wäldern in der Landschaft an der Uni Halle

20.09.2017 | Veranstaltungen

7000 Teilnehmer erwartet: 69. Urologen-Kongress startet heute in Dresden

20.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Drohnen sehen auch im Dunkeln

20.09.2017 | Informationstechnologie

Pfeilgiftfrösche machen auf „Kommando“ Brutpflege für fremde Kaulquappen

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Frühwarnsystem für gefährliche Gase: TUHH-Forscher erreichen Meilenstein

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik