Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundeswirtschaftsministerium fördert mit 285.000 Euro BTU-Forschung zur Weiterentwicklung der Klebtechnik

03.11.2009
Klebtechnik bietet Füge-Möglichkeiten, die die herkömmlichen Verfahren Schrauben und Schweißen nicht leisten können

Mit der Bewilligung von 285.000 € vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurde über die AIF- Mitgliedsvereinigung FOSTA das für zwei Jahre geplante Forschungsprojekt "Entwicklung eines Eurocode-basierten Bemessungskonzeptes für Klebverbindungen im Stahlbau" am Lehrstuhl für Stahl- und Holzbau von Prof. Pasternak bewilligt.

Die klassischen Fügetechniken im Stahlbau, also das Schrauben als lösbares Verbindungsmittel und das Schweißen als nicht-lösbare Verbindung, haben im Laufe der Zeit immer wieder Weiterentwicklungen erfahren, jedoch bleiben grundsätzlich die Probleme und Einsatzschranken dieser Fügeverfahren bestehen. Die Anwendung der Klebtechnik kann hier Abhilfe schaffen.

Die klassischen Fügetechniken im Stahlbau - Schrauben als lösbare und Schweißen als nichtlösbare Verbindung - haben im Laufe der Zeit immer wieder Weiterentwicklungen erfahren und sind durch Normen geregelt. Jedoch bleiben grundsätzlich Einsatzschranken und Probleme dieser Fügeverfahren bestehen. Die Klebtechnik kann hier Abhilfe schaffen. Voraussetzung dafür ist aber, dass endlich ein Bemessungskonzept für Klebverbindungen erarbeitet wird. Hier setzt das Forschungsprojekt an.

In Versuchen sollen Maßstabs- und herstellungsbedingte Effekte, Feuchtigkeits- und Temperaturauswirkungen sowie Alterungseffekte auch an größeren Bauteilen simuliert und rechnerisch erfasst werden. Die experimentellen Untersuchungen werden teilweise in dem von der DFG begutachteten, begehbaren Klimaraum (Standort FMPA) durchgeführt. Die hieraus gewonnenen Erkenntnisse werden nicht nur von Wissenschaftlern der BTU genutzt, sondern stellen auch die Basis für die Untersuchungen des Projektpartners, dem Institut für Schweiß- und Fügetechnik der TU Braunschweig, dar.

Durch die Bewilligung des Forschungsvorhabens ist das Bauingenieurwesen der BTU im engen deutschen Forschungswettbewerb ein weiteres Mal vertreten. Weiterhin handelt es sich bei dem Projekt um ein direktes Anschlussprojekt im dem jungen Fachbereich "Kleben im Stahlbau", wodurch sich die BTU erneut als Innovationsstandort für Forschung etabliert.

Weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Pasternak,
Dipl.-Ing. Volkmar Bachmann, Lehrstuhl Stahl- und Holzbau, Tel: 0355 69-3723

Katrin Juntke | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-cottbus.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Klimawandel und Ökosystemfunktionen im Bergregenwald
18.12.2017 | Philipps-Universität Marburg

nachricht Spitzenforschung vom Nanodraht bis zur Supernova: Fünf ERC Consolidator Grants für die TU München
14.12.2017 | Technische Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Carmenes“ findet ersten Planeten

Deutsch-spanisches Forscherteam entwirft, baut und nutzt modernen Spektrografen

Seit Januar 2016 nutzt ein deutsch-spanisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen den modernen Spektrografen „Carmenes“ für die Suche nach...

Im Focus: Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

Heute verfügbare Ionenfallen-Technologien eignen sich als Basis für den Bau von großen Quantencomputern. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams, deren Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler haben für Ionenfallen maßgeschneiderte Protokolle entwickelt, mit denen auftretende Fehler jederzeit entdeckt und korrigiert werden können.

Damit die heute existierenden Prototypen von Quantencomputern ihr volles Potenzial entfalten, müssen sie erstens viel größer werden, d.h. über deutlich mehr...

Im Focus: Error-free into the Quantum Computer Age

A study carried out by an international team of researchers and published in the journal Physical Review X shows that ion-trap technologies available today are suitable for building large-scale quantum computers. The scientists introduce trapped-ion quantum error correction protocols that detect and correct processing errors.

In order to reach their full potential, today’s quantum computer prototypes have to meet specific criteria: First, they have to be made bigger, which means...

Im Focus: Search for planets with Carmenes successful

German and Spanish researchers plan, build and use modern spectrograph

Since 2016, German and Spanish researchers, among them scientists from the University of Göttingen, have been hunting for exoplanets with the “Carmenes”...

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neue Konfenzreihe in Berlin: Landscape 2018 - Ernährungssicherheit, Klimawandel, Nachhaltigkeit

18.12.2017 | Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Lipid-Nanodisks stabilisieren fehlgefaltete Proteine für Untersuchungen

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von Alaska bis zum Amazonas: Pflanzenmerkmale erstmals kartiert

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie

Krebsforschung in der Schwerelosigkeit

18.12.2017 | Biowissenschaften Chemie