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Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt loben 2012 erstmalig den Bundespreis Ecodesign aus

06.12.2011
Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) loben Anfang 2012 erstmalig den Bundespreis Ecodesign aus.

Das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) ist mit der Konzeption und Durchführung beauftragt und wird dabei von einem Projektbeirat unterstützt. Der Preis zeichnet auf Bundesebene Design von herausragender gestalterischer und ökologischer Qualität aus, um zur Verbreitung von Idee und Methodik des ökologischen Designs sowie zur Förderung von ökologischen Innovationen beizutragen.

Der Bundespreis Ecodesign wird für Arbeiten aus den Bereichen „Produkt“ (Produkte, Dienstleistungen und Systeme) und „Konzept“ (Prototypen und Konzeptstudien) verliehen und richtet sich an Unternehmen aller Größen und Branchen sowie an Designer/-innen. Zusätzlich wird ein Nachwuchspreis vergeben. Das Bewertungsverfahren basiert auf einer Kriterienmatrix, welche die wichtigsten Parameter für ökologisches Design entlang des Lebenszyklus benennt. Die Bewerbungsfrist läuft vom 2. Januar bis zum 30. April 2012.

Die Umweltauswirkungen eines Produktes während seines gesamten Lebenszyklus werden bereits im Gestaltungsprozess maßgeblich bestimmt. Dies stellt Gestalter/-innen und Unternehmen vor große Herausforderungen. Der Bundespreis Ecodesign will Orientierung bieten und helfen, Wissen in diesem Bereich zu verbreiten. Er strebt eine bessere Positionierung ökologischen Designs auf dem Markt an und möchte Agenturen und Unternehmen ermutigen, ökologisches Design als Gestaltungsprinzip in den Arbeitsalltag zu integrieren.

Der Wettbewerb gliedert sich in die Bereiche „Produkt“, „Konzept“ und „Nachwuchs“.

In der Kategorie „Produkt“ können Produkte, Dienstleistungen und Systeme, die auf dem deutschen Markt erhältlich sind, eingereicht werden. Das Spektrum ist breit gefächert und kann sowohl materielle als auch immaterielle Arbeiten aus den verschiedenen Designsparten beinhalten. So gehören beispielsweise Leuchte, Radio, Möbelbezugsstoff, Car-Sharing-System oder Kleidungsstück alle zur selben Kategorie. Dieser offene Ansatz wurde bewusst gewählt, um das Produktverständnis zu erweitern und eine Loslösung von der reinen Objektorientierung zu fördern.

Die Kategorie „Konzept“ umfasst Prototypen und Konzeptstudien. Die Prototypen sollten bereits Marktreife haben und ihre Einführung auf dem deutschen Markt sollte in absehbarer Zeit geplant sein. Bei konzeptionellen Arbeiten muss eine realistische Durchführbarkeit des Projektes erkennbar sein.

In der Kategorie „Nachwuchs“ können sich Studierende und junge Gestalter/-innen, deren Studienabschluss nicht länger als drei Jahre zurückliegt, mit Arbeiten aus den Bereichen „Produkt“ und „Konzept“ bewerben.

Für jedes Produkt sind andere ökologische Aspekte von primärer Bedeutung. Die innovativen, umweltentlastenden Aspekte müssen bereits bei der Einreichung beschrieben und nachgewiesen werden, dies gilt ebenso für schädliche Auswirkungen. Die Verbindung von gestalterischer Qualität und ökologischen Richtlinien bietet die Basis für eine vergleichbare Bewertung der unterschiedlichen Einreichungen.

Das Bewertungsverfahren beruht auf einer von BMU, UBA und IDZ gemeinsam entwickelten Kriterienmatrix. Die wichtigsten Parameter für ökologisches Design entlang des Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung und -aufbereitung über die Herstellung, Verteilung und Nutzung bis hin zur Verwertung und Entsorgung – werden überprüft. Ein Expertengremium trifft zunächst eine Vorauswahl aus sämtlichen Einreichungen; eine interdisziplinäre Fachjury wird dann die Nominierten und schließlich die Preisträger/-innen bestimmen.

Nach der öffentlichen Preisverleihung im Herbst 2012 werden die Preisträger/-innen sowie ausgewählte Beiträge der einzelnen Auszeichnungskategorien auf der Internetseite des Bundespreises in einer Online-Ausstellung präsentiert. Somit entsteht eine Sammlung von Best-Practice-Beispielen als Inspirationsquelle und Plattform von Wissen und Erfahrung im Ecodesign. Die Kriterienmatrix wird dort ebenfalls zum Download bereit gestellt und dient nicht nur zur Orientierung im Wettbewerbsverfahren, sondern auch als Werkzeug und Hilfestellung in der Designpraxis.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Wettbewerb unter:
www.bundespreis-ecodesign.de
Projektbeirat
Zur fachlichen Begleitung und Supervision des Projektes wurde ein Expertengremium zusammengestellt. Damit sind interdisziplinärer Austausch und fachliche Expertise sichergestellt; strategische Partnerschaften zur Förderung des ökologischen Designs und des nachhaltigen Konsums werden gestärkt.
Beiratsmitglieder:
Dorothea Hess, Allianz deutscher Designer (AGD)
Anne Farken, BMW Group DesignworksUSA
Prof. Matthias Held und Sabine Lenk, Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF)
Lutz Dietzold, Rat für Formgebung
Prof. Philipp Oswalt und Katja Klaus, Stiftung Bauhaus Dessau
Prof. Susanne Schwarz-Raacke (Produktdesign), Prof. Heike Selmer (Modedesign) und Prof. Dr. Zane Berzina (Textil- und Flächendesign), Kunsthochschule Berlin-Weißensee (KHB)
Karin-Simone Fuhs, ecosign/Akademie für Gestaltung
Dr. Dietlinde Quack, Öko-Institut
Thomas Wodtke und Hendrik Roch, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT
Kai Falk, Handelsverband Deutschland (HDE)
Dr. Dominik Klepper, Markenverband
Frauke Rogalla, Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv)
IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e. V.
Das Internationale Design Zentrum Berlin (IDZ) ist ein Verein zur Designförderung und damit den Potenzialen und der Qualität im Design verpflichtet. Seit seiner Gründung 1968 versteht sich das IDZ als Kompetenzzentrum und Kommunikationsplattform zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur und widmet sich Zukunftsfragen im Design. Durch Projekte, Ausstellungen und Veranstaltungen richtet das IDZ den Fokus auf verschiedene Aspekte der Gestaltung, präsentiert und diskutiert aktuelle Themen im Design. Soziale, ökonomische und ökologische sowie ästhetische Aspekte sind Teil der Auseinandersetzung mit dem Ziel, die Arbeit von Gestalterinnen und Gestaltern zu fördern und das Designbewusstsein bei Verbraucherinnen und Verbrauchern, in Unternehmen aber auch in der Politik zu stärken.

Christiane Winkler | IDZ Berlin
Weitere Informationen:
http://www.idz.de
http://www.bundespreis-ecodesign.de

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