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Bundesministerium fördert gesellschaftliches Engagement

09.07.2012
Studierende setzen ihr theoretisches Wissen in der Praxis für soziale Zwecke ein: Damit dieses bürgerschaftliche Engagement über die Region hinaus deutschlandweit ausgebaut werden kann, fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die UDE jetzt mit 535 000 Euro.

Uni-Wissen in der Praxis anwenden: Eine Software zur Spendenverwaltung für einen Radiosender programmieren, Schüler aus bildungsfernen Familien an die Universität heranführen oder PR-Konzepte für gemeinnützige Institutionen entwickeln – all das ist dank UNIAKTIV, dem Zentrum für gesellschaftliches Lernen und soziale Verantwortung, Teil der Lehre an der Universität Duisburg-Essen. Studierende setzen ihr theoretisches Wissen in der Praxis für soziale Zwecke ein.

„Service Learning“ ist der Oberbegriff, unter dem soziales Engagement der Studierenden gefördert und in die universitäre Lehre integriert wird. „Das Service Learning, das in den USA bereits seit Jahren angewendet wird, ist an den deutschen Hochschulen noch wenig verbreitet“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Stark, Professor für Organisationspsychologie und wissenschaftlicher Leiter von UNIAKTIV.

„Es bringt die Studierenden vom Hörsaal, wo sie die nötige Theorie lernen, in die Praxis. Dort wenden sie ihr Wissen bei sozialen Projekten in gemeinnützigen Einrichtungen an.“ Die UDE ist in diesem Bereich mit UNIAKTIV seit 2005 führend an den deutschen Hochschulen. Das von Wolfgang Stark und Jörg Miller gegründete – und bereits mehrfach preisgekrönte – Zentrum arbeitet mit Studierenden und Lehrenden an den sozialen, kulturellen und ökologischen Herausforderungen der Region Ruhrgebiet und kümmert sich um die Verbindung von universitärer Lehre und bürgerschaftlichem Engagement.

Mit der Förderung des Bundesministeriums baut die Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit anderen Hochschulen ein deutschlandweites Netz regionaler Exzellenzzentren für Service Learning und Bildung durch Engagement auf.

Mit der Bewilligung der Mittel sei es möglich, die von der UDE und UNIAKTIV lange verfolgte Strategie universitären Engagements für die Region auf das gesamte Bundesgebiet auszuweiten, so Wolfgang Stark. Die Förderung sei ein starkes Zeichen für eine sich der Gesellschaft zuwendenden Hochschule.

In den kommenden drei Jahren leitet die UDE den Projektverbund, zu dem außerdem die Universitäten Halle-Wittenberg und Augsburg, die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, die Hochschule für angewandte Wissenschaften München und die Agentur Mehrwert aus Stuttgart gehören. Das Projekt zielt darauf, die Zusammenarbeit von Hochschulen und Zivilgesellschaft zu intensivieren. Erfolgsmuster von Service Learning (Lernen durch Engagement) und Campus-Community-Partnerships (Kooperationen zwischen Hochschulen und Zivilgesellschaft) werden erarbeitet, um die Ergebnisse in drei deutschlandweit entstehenden Exzellenzzentren in die Praxis umzusetzen. „Eine Akademie für Bildung durch Verantwortung (ABV) wird den Austausch von Erfolgsmustern regionaler Modellprojekte ermöglichen und auf dieser Basis Fortbildungen für bürgerschaftliches Engagement und Campus-Community-Partnerschaften anbieten“, sagt Wolfgang Stark.

Kontakt: UNIAKTIV, Jörg Miller/Wolfgang Stark, Tel. 0201-183 2205,
wolfgang.stark@uni-due.de
Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/379-2430

Beate Kostka | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-due.de

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