Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesministerium fördert Forschungsprojekt zur Biotechnologie mit insgesamt 2,5 Millionen Euro

22.06.2011
Für die Verbesserung der Produktionsprozesse in der industriellen Biotechnologie werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Fakultät für Biologie und des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld gemeinsam mit ihren Partnern vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 2,5 Millionen Euro gefördert.

Die Universität Bielefeld erhält rund 630.000 Euro. Das Projekt „Genomreduktion von Corynebakterium“ wird von Professor Dr. Volker F. Wendisch koordiniert und hat das Ziel, einen „Katalysator ohne Ballast“ zu entwickeln. Professor Wendisch leitet den Lehrstuhl für Genetik der Prokaryoten der Fakultät Biologie und ist Sprecher des Institute for Genome Research and Systems Biology (IGS) des CeBiTec.

„Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wollen wir zunächst verstehen, welche Bereiche des Genoms von Corynebacterium glutamicum, einem in der Biotechnologie genutzten Bodenbakterium, für sein Überleben wichtig sind und welche für zusätzliche Funktionen relevant sind. Das gewonnene Wissen wollen wir dann anwenden, um bakterielle Produktionsstämme mit erhöhter genetischer Stabilität und gesteigerter Produktivität zu entwickeln“, erläuterten Professor Dr. Volker F. Wendisch und Dr. Jörn Kalinowski, Leiter "Technology Platform Genomics" am CeBiTec. Somit kann dazu beigetragen werden, dass die chemische Industrie nachwachsende Rohstoffe wie Zucker anstelle von Erdöl als Ausgangsbasis für ihre Produkte nutzen kann. „Diese Arbeiten bereiten auf eine nachhaltige Wirtschaftsweise vor“, so Wendisch weiter, „wie sie im Rahmen der Bioökonomie in mehreren Projekten der Fakultät Biologie und des CeBiTec verfolgt werden.“

Die Biotechnologie steht im Zentrum der Forschungsarbeiten des Centrums für Biotechnologie, der größten zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der Universität Bielefeld. „Insbesondere auf den Gebieten der Genomforschung mit Mikroorganismen und der Bioinformatik haben Forschungsarbeiten dem CeBiTec ein international sichtbares Profil verliehen“, betont Professor Dr. Thomas Noll, der wissenschaftliche Direktor des Centrums für Biotechnologie.

Neben Bielefeld sind die Universität zu Köln, die Evonik Degussa GmbH, die Insilico Biotechnology AG und das Forschungszentrum Jülich weitere Partner. Der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Rachel überreichte am Dienstag (21. Juni) den Projektpartnern in Jülich einen entsprechenden Bewilligungsbescheid. „Je mehr wir in der Lage sein werden, die Bausteine und Baupläne von biologischen Systemen in ihrer Komplexität zu beschreiben, zu verstehen sowie ihre Reaktion auf äußere Einflüsse vorherzusagen, desto mehr werden wir sie auch zum Vorteil von Mensch und Umwelt technisch nutzen können“, sagte Thomas Rachel. „Deutschland kann auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie auf große Expertise und eine lange Tradition verweisen.“

Kontakt:
Professor Dr. Volker F. Wendisch, Universität Bielefeld
Fakultät für Biologie / Centrum für Biotechnologie
Telefon: 0521 106-5611
E-Mail: volker.wendisch@uni-bielefeld.de

Ingo Lohuis | idw
Weitere Informationen:
http://www.cebitec.uni-bielefeld.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise