Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesländer haben beim Ausbau erneuerbarer Energien besondere Verantwortung

11.11.2008
Brandenburg Sieger im Vergleich der Bundesländer

Brandenburg bietet von allen Bundesländern die besten Voraussetzungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Beim Bundesländer-Ranking, das die Agentur für Erneuerbare Energien in diesem Jahr erstmalig anstellte, belegt das Land den Spitzenplatz und wird dafür mit dem „Leitstern 2008“ ausgezeichnet.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel, Schirmherr des Bundesländervergleichs, hob in seiner Festrede die besondere Verantwortung der Länder beim Ausbau der Erneuerbaren Energien hervor. „Das ist eine große Chance zur Gestaltung, denn Entscheidungen für Investitionen werden vor Ort getroffen und Entscheidungen über Genehmigungen übrigens auch“, sagte Gabriel heute bei der Verleihung des Preises „Leitstern 2008“.

Im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien haben das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW, Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW, Stuttgart) die Entwicklung der erneuerbaren Energien in allen 16 Bundesländern analysiert und nach definierten Indikatoren eine Rangfolge ermittelt. Hierzu wurden unter anderem die bisherigen Ausbauerfolge, aber auch landespolitische Ziele und Programme, Ansiedlungs- und Ausbildungsanstrengungen oder Patentzahlen ausgewertet. Gesamtsieger wurde das Land Brandenburg, weitere Preise gingen an Baden-Württemberg sowie Schleswig-Holstein. „Föderalismus ist Vielfalt und auch Wettbewerb. Der Leitstern 2008 macht transparent, wer die besten Lösungen und das meiste Engagement für die erneuerbaren Energien vorweisen kann. Umgekehrt wird auch sichtbar, wer in welchen Bereichen in seinem Bemühen noch etwas zulegen darf“, sagte Gabriel.

Der Bundesumweltminister betonte, dass erneuerbare Energien neben Energieeffizienz und Energieeinsparung in den Programmen der Bundesländer zukünftig eine noch größere Rolle spielen sollten. Neben eigenen Förderprogrammen ist dabei wichtig, dass die Bundesländer einschließlich der Regionalverbünde, Kreise und Kommunen ihre Bürger gezielt informieren und selbst eine Vorbildfunktion übernehmen. Darüber hinaus tragen die Bundesländer auch Verantwortung für nationale Strategien und bundespolitische Ziele und Maßnahmen durch ihre Beteiligung im Bundesrat. „Die Bundesländer müssen den Ausbau der erneuerbaren Energien noch aktiver mitgestalten“, so Gabriel. Dabei gelte es auch, Hemmnisse zu beseitigen, wie zum Beispiel die Höhenbegrenzungen bei Windkraftanlagen, die eine effiziente Windenergienutzung konterkarieren.

Erneuerbare Energien werden zunehmend zu einem Wirtschaftsfaktor in Deutschland. Der Inlandsumsatz lag im Jahr 2007 bereits bei rund 25 Milliarden Euro, ihr Beitrag zum Stromverbrauch beträgt inzwischen schon etwa 15 Prozent. Damit eilt die Branche allen Zielsetzungen und Prognosen voraus. Insgesamt werden zurzeit etwa 115 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Ohne die Nutzung erneuerbarer Energien wären die gesamten energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland um 15 Prozent höher.

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien verbunden ist auch ein deutlicher Beschäftigungszuwachs. Gegenüber dem Jahr 2004 sind 90.000 Arbeitsplätze neu geschaffen worden. Insgesamt sind mittlerweile etwa 250.000 Menschen im Bereich Erneuerbarer Energien beschäftigt. „Diese Arbeitsplätze entstehen breit verteilt vor Ort und tragen zur regi-onalen Wertschöpfung bei. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass aus den Regionen, Kreisen und Kommunen bereits viele Initiativen zum kräftigen Ausbau der Erneuerbaren Energien kommen“, sagte Gabriel.

Informationen zur Studie und den Preisträgern finden sich unter www.leitstern2008.de.

Unter www.erneuerbare-energien.de finden sich außerdem eine Fülle von Daten zum Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und weltweit.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.leitstern2008.de
http://www.erneuerbare-energien.de
http://www.bmu.de/presse

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Neues Helmholtz-Institut in Würzburg erforscht Infektionen auf genetischer Ebene
24.05.2017 | Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

nachricht CRTD erhält 1.56 Millionen Euro BMBF-Förderung für Forschung zu degenerativen Netzhauterkrankungen
24.05.2017 | DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien TU Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten