Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bund fördert Hörgeräteforschung an der Universität Gießen

20.07.2011
Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF Dr. Helge Braun überreicht am 28. Juli 2011 Zuwendungsbescheid an Gießener Audiologen - Einladung

In unserer modernen Kommunikationsgesellschaft spielt gutes Hören und Verstehen eine zentrale Rolle. Doch rund 15 Millionen Bundesbürger hören nicht gut; etwa 12 Millionen von ihnen sind sogar Kandidaten für Hörgeräte. Angesichts dessen haben es sich die Forscher am Funktionsbereich Audiologie (Leiter: Prof. Dr. Jürgen Kießling) der Gießener Hals-Nasen-Ohren-Klinik zum Ziel gesetzt, durch ihre Forschung zur Verbesserung der Hörgeräteversorgung beizutragen. Eine Schlüsselstellung in diesem Forschungskonzept nimmt das Projekt „Modellbasierte Hörgeräte“ ein, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ab August für die Dauer von drei Jahren mit 312.000 Euro gefördert wird.

Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekretär im BMBF, wird den Zuwendungsbescheid am Donnerstag, 28. Juli 2011, um 13.30 Uhr in Gießen übergeben. Die Übergabe findet in der Forschungsabteilung des Funktionsbereichs Audiologie der HNO-Klinik am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Haus 42 („Alte Chirurgie“), Eingang Rudolf-Buchheim-Straße bei Infopunkt G, Erdgeschoss, Raum 4 statt.

Das Gießener Forschungsprojekt ist Teil eines Verbundforschungsvorhabens, das die in Deutschland führenden Forschungsinstitute auf dem Sektor der Hörgeräteforschung (die HörTech gGmbH Oldenburg, die Universitäten Oldenburg, Gießen und Köln) und die Hörgerätehersteller (Siemens Audiologische Technik und Audifon) in einem Kompetenznetzwerk vereint. Der Arbeitsplan gliedert sich in die vier Teilprojekte „Periphere Kompensation“, „Binaurale Kompensation“, „Qualitätsbeurteilung“ und „Evaluation in Labor- und Feldtests“. Die Federführung des Gesamtprojekts, das insgesamt mit etwa 2,2 Millionen Euro vom BMBF gefördert wird, liegt in der Hand der Oldenburger Forscher. Der Gießener Audiologe Prof. Dr. Jürgen Kießling leitet das Teilprojekt, das sich mit der Evaluation in Labor- und Feldtests befasst.

Aufbauend auf den Arbeiten eines Vorgängerprojekts, das ebenfalls vom BMBF gefördert wurde, untersuchen die Gießener Forscher nun weitere Aspekte zur Kompensation von Verarbeitungsstörungen in der Hörschnecke und in der beidohrigen Verarbeitung, sowie modellbasierte Ansätze zur Anpassung und Akzeptanz von Hörhilfen in Labor- und Feldtests.

Ziel ist die bestmögliche Rekonstruktion der Hörfähigkeit auf neuronaler Ebene durch optimale Vorverarbeitung der Reize im geschädigten Hörsystem. Die Verwertung der Forschungsergebnisse erfolgt in verschiedenen Kategorien – von Softwareprodukten für Forschung, Entwicklung, Klinik und Praxis (Hördiagnostik und rehabilitative Audiometrie) über Komponenten für kommerzielle Hörsysteme bis hin zu Instrumenten der Marktanalyse und Marktbeeinflussung.

Termin:
Donnerstag, 28. Juli 2011, 13.30 Uhr,
Forschungsabteilung des Funktionsbereichs Audiologie der HNO-Klinik am UKGM, Haus 42 („Alte Chirurgie“), Eingang Rudolf-Buchheim-Straße bei Infopunkt G, Erdgeschoss, Raum 4
Kontakt:
Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Kießling,
Funktionsbereich Audiologie der Hals-Nasen-Ohren-Klinik
am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Standort Gießen
Klinikstraße 33, 35392 Gießen
Telefon: 0641 995-43790/-91

Lisa Dittrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-giessen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Kieler Projekt „FucoSan – Gesundheit aus dem Meer“ erhält 2,2 Millionen Euro
27.07.2017 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

nachricht Mikrophotonik – Optische Technologien auf dem Weg in die Hochintegration
21.07.2017 | VDI Technologiezentrum GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

Spektral breite Röntgenpulse lassen sich rein mechanisch „zuspitzen“. Das klingt überraschend, aber ein Team aus theoretischen und Experimentalphysikern hat dafür eine Methode entwickelt und realisiert. Sie verwendet präzise mit den Pulsen synchronisierte schnelle Bewegungen einer mit dem Röntgenlicht wechselwirkenden Probe. Dadurch gelingt es, Photonen innerhalb des Röntgenpulses so zu verschieben, dass sich diese im gewünschten Bereich konzentrieren.

Wie macht man aus einem flachen Hügel einen steilen und hohen Berg? Man gräbt an den Seiten Material ab und schüttet es oben auf. So etwa kann man sich die...

Im Focus: Abrupt motion sharpens x-ray pulses

Spectrally narrow x-ray pulses may be “sharpened” by purely mechanical means. This sounds surprisingly, but a team of theoretical and experimental physicists developed and realized such a method. It is based on fast motions, precisely synchronized with the pulses, of a target interacting with the x-ray light. Thereby, photons are redistributed within the x-ray pulse to the desired spectral region.

A team of theoretical physicists from the MPI for Nuclear Physics (MPIK) in Heidelberg has developed a novel method to intensify the spectrally broad x-ray...

Im Focus: Physiker designen ultrascharfe Pulse

Quantenphysiker um Oriol Romero-Isart haben einen einfachen Aufbau entworfen, mit dem theoretisch beliebig stark fokussierte elektromagnetische Felder erzeugt werden können. Anwendung finden könnte das neue Verfahren zum Beispiel in der Mikroskopie oder für besonders empfindliche Sensoren.

Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht und Röntgenstrahlung sind Beispiele für elektromagnetische Wellen. Für viele Anwendungen ist es notwendig, diese Strahlung...

Im Focus: Physicists Design Ultrafocused Pulses

Physicists working with researcher Oriol Romero-Isart devised a new simple scheme to theoretically generate arbitrarily short and focused electromagnetic fields. This new tool could be used for precise sensing and in microscopy.

Microwaves, heat radiation, light and X-radiation are examples for electromagnetic waves. Many applications require to focus the electromagnetic fields to...

Im Focus: Navigationssystem der Hirnzellen entschlüsselt

Das menschliche Gehirn besteht aus etwa hundert Milliarden Nervenzellen. Informationen zwischen ihnen werden über ein komplexes Netzwerk aus Nervenfasern übermittelt. Verdrahtet werden die meisten dieser Verbindungen vor der Geburt nach einem genetischen Bauplan, also ohne dass äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Mehr darüber, wie das Navigationssystem funktioniert, das die Axone beim Wachstum leitet, haben jetzt Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) herausgefunden. Das berichten sie im Fachmagazin eLife.

Die Gesamtlänge des Nervenfasernetzes im Gehirn beträgt etwa 500.000 Kilometer, mehr als die Entfernung zwischen Erde und Mond. Damit es beim Verdrahten der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Ferienkurs mit rund 600 Teilnehmern aus aller Welt

28.07.2017 | Veranstaltungen

10. Uelzener Forum: Demografischer Wandel und Digitalisierung

26.07.2017 | Veranstaltungen

Clash of Realities 2017: Anmeldung jetzt möglich. Internationale Konferenz an der TH Köln

26.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?

28.07.2017 | Studien Analysen

Assistenzsysteme für die Blechumformung

28.07.2017 | Maschinenbau

Ruckartige Bewegung schärft Röntgenpulse

28.07.2017 | Physik Astronomie