Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bund fördert Geo-Energieforschung in Potsdam weiter

07.01.2011
Förderbescheide über rund 5,8 Millionen Euro an Uni-Potsdam, BTU und GeoForschungsZentrum für die Weiterführung von GeoEn übergeben

Der Parlamentarische Staatssekretär aus dem Bundesforschungsministerium, Dr. Helge Schneider, überreichte heute den Bewilligungsbescheid für die zweite Phase des Energieforschungsprojektes GeoEn an die Projektpartner. Das Verbundvorhaben GeoEnergie - GeoEn ist eines der sechs Pilotprojekte der ersten Förderphase im BMBF-Programm "Spitzenforschung und Innovation in den Neuen Ländern".

Es ist auf die Bearbeitung von vier geowissenschaftlich relevanten Themen ausgerichtet, die sich mit einer klimaverträglichen und sicheren Energieversorgung in der Zukunft beschäftigen. Partner im GeoEn-Verbund sind die Universität Potsdam, die Brandenburgische Technische Universität Cottbus und das Deutsche GeoForschungszentrum GFZ, bei dem auch die Federführung des Projektes liegt. Die Projektpartner widmen sich sowohl der Grundlagenforschung als auch der anwendungsorientierten Forschung mit einem bedeutenden Marktpotenzial. Die Bundesregierung fördert die zweite Phase des Projektes von Januar 2011 bis September 2013 mit 5,77 Millionen Euro. Die Summe ermöglicht den weiteren Ausbau dieser Forschungsplattform für eine nachhaltige Energieversorgung.

Die Wissenschaftler der Universität Potsdam forschen im Verbundprojekt GeoEn zu verschiedenen Teilaspekten der Geomikrobiologie. Unter anderem geht es um die Bewertung von Lagerstätten, die Entwicklung von besseren Bohrtechniken, die geophysikalische Erkundung des tiefen Untergrundes und die Entwicklung von Computermodellen zur besseren Planung von geotechnischen Anlagen sowie deren satellitengestützte Überwachung. Die im Rahmen des Pilotprojektes an der Universität etablierte Forschungseinrichtung Geomikrobiologie beschäftigt sich insbesondere mit den Mikroorganismen im Untergrund und untersucht die vom Menschen verursachten Veränderungen der dort herrschenden Lebensbedingungen. Eine Forschergruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Maria Mutti widmet sich der Lagerstättenerkundung. Im Detail geht es um die strukturelle Erfassung des norddeutschen Untergrundes (Brandenburg und Umgebung). Die Gruppe sammelt die in den vergangenen 50 Jahren von Kreis- und Landesämtern erhobene Daten, um ein digitales Modell für eine erfolgversprechende Energiegewinnung in der Region erstellen zu können.

Das größte Einzelprojekt wird von Dr. Jens Kallmeyer geleitet. Die Arbeitsgruppe "Geomikrobiologie" entwickelt Methoden, mit denen sich messen lässt, wie Mikroorganismen im Untergrund auf anthropogene, also vom Menschen verursachte Einflüsse reagieren.

Hinweis an die Redaktionen:
Kontakt:
Universität Potsdam, Birgit Mangelsdorf, Universitätssprecherin, Tel: 0331/977-1474, E-Mail: presse@uni-potsdam.de; Dr. Jens Kallmeyer, Institut für Geowissenschaften, Tel: 0331/977-5694, E-Mail: jkallmeyer@uni-potsdam.de

BTU-Cottbus: Dr. Marita Müller, Tel: 0355/69-3206, E-Mail: marita.mueller@tu-cottbus.de

Deutsches GeoForschungszentrum, GFZ: Franz Ossing, Tel: 0331/288-1040, E-Mail: franz.ossing@gfz-potsdam.de

Sylvia Prietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-potsdam.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction
17.01.2018 | Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI

nachricht Diagnostik der Zukunft - Europäisches Projekt zur Erforschung seltener Krankheiten startet
16.01.2018 | Universitätsklinikum Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Projekt "HorseVetMed": Forscher entwickeln innovatives Sensorsystem zur Tierdiagnostik

17.01.2018 | Agrar- Forstwissenschaften

Seltsames Verhalten eines Sterns offenbart Schwarzes Loch, das sich in riesigem Sternhaufen verbirgt

17.01.2018 | Physik Astronomie

Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

17.01.2018 | Physik Astronomie