Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bund fördert COCKTAIL-Projekt

15.05.2009
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert für einen Zeitraum von drei Jahren ein kooperatives Forschungsprojekt von Herrn Prof. Dr. Thomas Specht, der an der Hochschule Mannheim das Institut für Internettechnologien und IT Management leitet, mit knapp 200 000 €.

Gemeinsam mit namhaften Partnern aus Industrie (CAS Software AG und YellowMap AG in Karlsruhe, T-Systems und visionapp AG in Eschborn sowie ProSyst in Köln) und Forschung (Fraunhofer IAO in Stuttgart und Forschungszentrum Informatik in Karlsruhe) wird eine Plattform entwickelt, in die einzelne Software-Bausteine, sog. Services, eingebracht und miteinander kombiniert werden können.

Dadurch entstehen neue, komplexere und höherwertigere Services ("Mash-Ups"), die dann einerseits kommerziell angeboten werden, andererseits aber auch wieder als Basis für weitere Dienste Verwendung finden. Die Vermarktung erfolgt basierend auf Mietmodellen, die es auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen, selten genutzte Software zu vertretbaren Kosten nutzen zu können, anstatt diese mit hohem Aufwand selbst zu installieren und administrieren. Dazu werden entsprechende Verträge (Service Level Agreements) zwischen Anbieter und Nutzer abgeschlossen, die Wartung und Verfügbarkeit der angebotenen Dienste garantieren. Die Einhaltung dieser Service Level Agreements wird von der Plattform automatisch überwacht.

Umgekehrt eröffnen sich durch eine solche Plattform gerade für kleinere Software-Anbieter zusätzliche Vermarktungspotenziale und Einnahmequellen ihrer Software-Bausteine. Das schließt insbesondere auch die Kapselung bestehender Module und ganzer Subsysteme mit einer solchen Service-Schnittstelle mit ein.

Wesentliche Forschungsschwerpunkte im Projekt COCKTAIL sind die Spezifikation und prototypische Entwicklung einer solchen Software as a Service-Plattform inklusive Architektur, Referenzmodell, Überwachung und Vorhersage der Dienstequalität (Quality of Service) sowie ergänzenden zentralen Diensten, z.B. für Authentifizierung und Autorisierung, Logging und Abrechnung.

Die Förderung dieses Projekts erfolgt im Rahmen der Forschungsinitiative IKT 2020 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, vertreten durch den Projektträger DLR. Ziel dieses Programms ist die Festigung und der Ausbau der technologischen Spitzenstellung Deutschlands im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) durch gemeinsame anwendungsorientierte Forschungsprojekte von Industrie und Wissenschaft.

In der Fakultät für Informatik an der Hochschule Mannheim wird mit dem COCKTAIL-Projekt qualifiziertem wissenschaftlichem Personal die Möglichkeit zur Weiterqualifikation geboten, und Studierende können im Projektkontext ihre Bachelor- und Masterarbeit anfertigen und so aktiv an aktuellen Forschungsthemen mitarbeiten. Darüber hinaus fließen wesentliche Projektergebnisse in die Lehre und weitere Forschungsanträge ein und werden publiziert, um die Hochschule Mannheim in der internationalen Forschungs-Community zu etablieren.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt COCKTAIL finden Sie auf der Projektwebsite http://www.cocktail-projekt.de

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Thomas Specht
Paul-Wittsack-Straße 10
68163 Mannheim
Tel.: +49 (0) 621 292-6765
E-Mail: T.Specht@hs-mannheim.de

Bernd Vogelsang | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-mannheim.de
http://www.cocktail-projekt.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Über 1,6 Millionen Euro für Forschung im Bereich Innovative Materialien und Werkstofftechnologie
17.05.2017 | Hochschule Osnabrück

nachricht MHH-Forscher beleben Narbengewebe in der Leber wieder
16.05.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie