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Bund bewilligt Forschungsprojekt der Fügetechnik für Automobil-Leichtbau-Konzepte

18.07.2014
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt gut 320.000 EUR zur Verfügung
  • Weiterentwicklung von Leichtbaukonzepten zur Reduzierung des Fahrzeuggewichts
  • FHprofUNT: Förderung von Forschungskooperationen von Fachhochschulen mit Unternehmen

Die Hochschule Heilbronn hat seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) grünes Licht für die Durchführung eines Forschungsprojektes bekommen. Dazu stellt Berlin für eine Laufzeit von drei Jahren insgesamt rund 320.000 Euro zur Verfügung.

Gefördert wird ein Verbundprojekt zwischen der Hochschule und den Unternehmen Tox Pressotechnik Weingarten, Audi AG Neckarsulm, Holder Oberflächentechnik Kirchheim/Teck und simufact engineering Hamburg sowie der Technischen Universität Berlin. 

Aktuell wird das Labor Fügetechnik als interdisziplinäres Kompetenzzentrum für den automobilen Leichtbau eingerichtet. Große Bereiche des neuen Forschungsprojektes werden dort angesiedelt. Die Hochschule freut sich besonders, dass aus dem bewilligten Projekt auch die Möglichkeit zur Promotion hervorgeht.

Ziel: Verkürzung der Entwicklungszeiten von Karosserie-Leichtbaukonzepten

Das Projekt FALKON (Fügetechnik für Automobil-Leichtbau-Konzepte) soll einen Beitrag zur Entwicklung von Leichtbau-Karosseriestrukturen im Kraftfahrzeugbau leisten, indem geeignete mechanische Fügeverbindungen für Multi-Material-Konzepte mit Hilfe von Simulationsrechnungen frühzeitig und prozesssicher ausgelegt werden können. Die Projektergebnisse sollen damit zur Verkürzung langwieriger Erprobungsphasen von industriellen Fertigungsprozessen beitragen.

Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Dirk Ringhand erläutert die Intention des Projektes wie folgt: „Die Reduzierung des Fahrzeuggewichtes ist einerseits eine wichtige Maßnahme, um den Kraftstoffverbrauch konventionell mit Verbrennungsmotor angetriebener Fahrzeuge zu senken. Darüber hinaus stellt die mögliche Gewichtsreduzierung von Fahrzeugstrukturen ein wesentliches Element für die Entwicklung elektrisch angetriebener Fahrzeuge dar, da mit sinkender Fahrzeugmasse sowohl der Leistungsbedarf des Antriebs als auch die notwendige Kapazität der Speicherbatterien reduziert werden kann.“

Förderung im Rahmen des Förderlinie FHprofUNT

FALKON wird gefördert im Rahmen eines eigenen Programmes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, welches die Forschung zwischen Fachhochschulen, mindestens einem Unternehmen und weiteren Partnern aus der Wissenschaft (vornehmlich Universitäten und Forschungseinrichtungen) unterstützt. Wesentliches Ziel der so genannten Förderlinie FHprofUnt ist ein intensiverer Wissens- und Technologietransfer in die Unternehmen. Kennzeichen des Programms sind der nachfrageorientierte Förderansatz, anwendungsnahe Forschungsprojekte, transferorientierte Kooperationen und forschungsnahe Qualifizierungen.
 
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik

Mit mehr als 8.200 Studierenden ist die staatliche Hochschule Heilbronn die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg. 1961 als Ingenieurschule gegründet, liegt heute der Kompetenz-Schwerpunkt auf den Bereichen Technik, Wirtschaft und Informatik. Angeboten werden an den drei Standorten Heilbronn, Künzelsau und Schwäbisch Hall und in sieben Fakultäten insgesamt 48 Bachelor- und Masterstudiengänge. Die enge Kooperation mit Unternehmen aus der Region und die entsprechende Vernetzung von Lehre, Forschung und Praxis werden in Heilbronn großgeschrieben.

Weitere Informationen: Prof. Dr.-Ing. Dirk Ringhand, Institut für Kraftfahrzeugtechnik und Mechatronik an der Hochschule Heilbronn, Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-529, E-Mail: dirk.ringhand@hs-heilbronn.de, Internet: http://www.hs-heilbronn.de/ikm

Pressekontakt Hochschule Heilbronn: Heike Wesener (Kommunikation und Marketing), Max-Planck-Str. 39, 74081 Heilbronn, Telefon: 0 71 31-504-499, Telefax: 0 71 31-504-559, E-Mail: heike.wesener@hs-heilbronn.de, Internet: http://www.hs-heilbronn.de

Heike Wesener | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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