Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Buch der Zukunft ist intermedial - Max Kostopoulos gewinnt Wettbewerb des Börsenvereins

17.07.2012
Max Kostopoulos, Design-Absolvent der FH Mainz, hat mit seinem Projekt „eins und eins macht eins – drei intermediale Buchexperimente“ bei dem vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels ausgeschriebenen Wettbewerb zum „Prinzip Buch“ den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis gewonnen.

Wie sieht die Zukunft des Buches aus? Was bewirkt der digitale Wandel? Mit diesen Fragen hatte der Börsenverein Kreative an Design- und Gestaltungshochschulen dazu eingeladen, das „Prinzip Buch“ zu hinterfragen und neue Perspektiven für das traditionelle Lesemedium zu entwickeln.

Ausgehend von dem Gedanken, dass Inhalte heute verstärkt über mehrere Medien hinweg „erzählt“ werden, hat Max Kostopoulos in seiner Arbeit – gleichzeitig seine Master-Thesis im Studiengang Gutenberg Intermedia – das Buch mit einem weiteren Medium oder einer innovativen Technologie kombiniert.

„Buch und Facebook“, „Buch und Film“ sowie „Buch und Wii“ heißen die drei Bände seines intermedialen Experiments. „In jedem Buch der Reihe“, so Max Kostopoulos, „wird durch theoretische Überlegungen ein gestalterisches Konzept hergeleitet und, den Überlegungen folgend, ein Buchexperiment durchgeführt. In jedem Buch wird ein Medium oder eine Technologie thematisiert. Das Konzept der Buchreihe lässt sich verkürzt mit der Formel ‚Buch (eins) und Zweitmedium (eins) macht Hybridmedium (eins)’ beschreiben.“

Buch und Facebook – Face the Book

Sieben Buchbegriffsdefinitionen aus Kultur, Design, Buchmarkt und Wissenschaft wurden auf einer Facebook-Seite zur Diskussion gestellt. Anschließend wurden zwei Pinnwandeinträge in ein hybrides Buchlayout übersetzt.

Buch und Film – Codierung

Wie kann das Buch im Film ästhetisch in Erscheinung treten? Vier Codes – Qr-Code, Mikrosoft-Tag, BeeTagg und DataMatrix-Code – verlinken den zweiten Buchband mit vier Stop-Motion-Filmen im Internet.

Buch und Wii – Ecken Appknicken

Durch elektronische Bauteile erhält das Buch die Funktionalität eines Game-Controllers. Mit dem Buch kann eine Computer-App gesteuert werden. Durch die App kann in ein Panoramabild hinein- und herausgezoomt werden. Im Panorama sind Bilder von Projektbeispielen zu sehen, die im Buch beschrieben werden. Durch Dreh- und Kippbewegungen mit dem Buch kann die App gesteuert werden. Das Knicken der Ecken ermöglicht es dem Leser, in das Panorama hinein- und hinauszuzoomen.

„Aus der großen Vielfalt herausragender Einsendungen sticht der Beitrag von Max Kostopoulos besonders hervor“, so die Expertenjury, bei der insgesamt 60 Wettbewerbsbeiträge eingegangen waren. „Der kreative Ansatz medialer Vernetzung, gepaart mit einer bis ins Detail perfekt umgesetzten optischen Ausarbeitung, reflektiert und erfasst das ‚Prinzip Buch’ auf eine gleichsam treffende wie abwechslungsreiche Art und Weise.“

Bettina Augustin | idw
Weitere Informationen:
http://www.maxkostopoulos.de/

Weitere Berichte zu: APP Buchexperiment Börsenverein Ecken Facebook Kostopoulos Medium Panorama Wii games

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise