Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bremer Bodenkundler erhält höchste deutsche fachwissenschaftliche Auszeichnung

12.03.2009
Dr. Thilo Eickhorst ist für seine Forschungsarbeiten über chinesische Reisböden mit dem Fritz-Scheffer-Preis geehrt worden.

Hohe Auszeichnung für hervorragende wissenschaftliche Leistungen: Dr. Thilo Eickhorst, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bodenkunde der Universität Bremen, ist jetzt von der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft der Fritz-Scheffer-Preis verliehen worden.

Es handelt sich um die höchste deutsche Auszeichnung im Fach Bodenkunde. Dr. Eickhorst wurde für die herausragende wissenschaftliche Qualität seiner Forschungen geehrt. Durch seine Arbeiten über chinesische Reisböden, die Lokalisation von Mikroorganismen im Boden und die Charakterisierung von Mikrohabitaten hat er sich in nationalen und internationalen Fachkreisen einen Namen gemacht. Er beschäftigt sich insbesondere mit der spezifischen Detektion von Mikroorganismen (Archaeen, Bakterien und Pilzen) in Böden mit Hilfe molekularbiologischer Methoden. Zur Charakterisierung von Mikrohabitaten in Böden hat er neue Verfahren entwickelt, bei denen er Bodenproben nach Dünnschliffpräparation mit digitaler Bildauswertung kombiniert.

Im Zentrum seiner anwendungsorientierten Untersuchungen stehen Fragen, wie sich Änderungen im Reisanbau - bedingt durch neue Bewirtschaftungsmethoden - auf die mikrobiellen Populationen und damit auch auf den Stoffkreislauf auswirken. Dabei geht es beispielsweise um Klima beeinflussende Faktoren wie das Freisetzen von Methan und Kohlendioxid.

Die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft verleiht seit 1987 den Fritz-Scheffer-Preis an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aufgrund der Veröffentlichung hervorragender wissenschaftlicher Leistungen. Die Entscheidung der Preisvergabe muss ein zwölfköpfiges Gremium einstimmig treffen. Der mit 2.500 Euro dotierte Fritz-Scheffer-Preis wird deshalb nicht regelmäßig vergeben. Von den bisher elf deutschen Preisträgern haben sieben inzwischen angesehene Professuren erhalten. Prof. Dr. Dr. h.c. Fritz Scheffer war 1945 bis 1967 Direktor des Instituts für Agrikulturchemie und Bodenkunde der Universität Göttingen und 18 Jahre lang Präsident der Deutschen Bodenkundlichen Gesellschaft. Aus seinem Institut sind viele renommierte Wissenschaftler hervorgegangen.

Für das Fach Bodenkunde an der Universität Bremen ist die Preisverleihung eine Bestätigung der erfolgreichen Arbeit im Forschungsbereich der molekularen Bodenmikrobiologie. Es ist international anerkannt und unterhält sowohl in Bremen (MPI, MPA) als auch international (China, USA) enge Kooperationen. Professor Rolf Tippkötter, der das bodenkundliche Institut in Bremen vor zwölf Jahren gegründet hat, freut sich, dass mit dem Institut für Bodenkunde "an der Universität Bremen eine Einrichtung geschaffen wurde, in der wissenschaftlicher Nachwuchs mit herausragenden Qualitäten ausgebildet wird." Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist das Institut eine beliebte Anlaufstelle für Wissenschaftlerinnen und Wissenschafter aus China, USA und Finnland.

Weitere Informationen:

Universität Bremen
Zentrum für Umweltforschung und -technologie (UFT)
Institut für Bodenkunde
Prof. Dr. Rolf Tippkötter
Tel. 0421 218 63450
E-Mail: rtipp@uni-bremen.de

Eberhard Scholz | idw
Weitere Informationen:
http://www.bodenkunde.uni-bremen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rosige Zeiten für die Meeresforschung: SFB „Roseobacter“ wird weitere vier Jahre gefördert
08.12.2017 | Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

nachricht Wie lassen sich künstliche Lungen implantieren?
06.12.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie