Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF-Wettbewerb: NMI mit Cluster MicroTEC Südwest auf Spitzenposition

28.01.2010
Das NMI in Reutlingen ist mit drei Projekten im Bereich Medizintechnik am Spitzencluster MicroTEC Südwest beteiligt

Von der Kommunikationstechnik über den Automobilbau bis hin zur Medizintechnik, - in nahezu allen Branchen ist die Mikrosystemtechnik zu einem der bedeutendsten Innovationsmotoren geworden. In Deutschland hängen schon jetzt 760.000 Arbeitsplätze direkt von ihrem Einsatz ab.

Im bundesweiten Vergleich weist Baden-Württemberg eine besonders hohe Dichte an Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten auf, die sich der Forschung und Entwicklung auf diesem wichtigen Technologiefeld verschrieben haben. Hier haben sich über 330 Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zu einem Verbund zusammengefunden, dem regionalen Cluster MicroTEC Südwest. Die Ziele des Clusters sind ehrgeizig: Der Südwesten der Bundesrepublik soll zur international führenden Region im Bereich der Miniaturisierungstechnologien werden.

Eine wichtige Etappe auf dem Weg dahin hat MicroTEC Südwest mit dem Sieg im BMBF-Spitzencluster-Wettbewerb erreicht. Die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, die hohe Entwicklungsdynamik und die nachhaltige Strategie für Zukunftsmärkte und nicht zuletzt die einzigartige Konzentration an Kompetenzen überzeugten die hochkarätig besetzte Jury.

Das NMI ist mit drei medizintechnischen Projekten am Spitzencluster beteiligt. "Mit unserer interdisziplinären Expertise im Bereich Sensorik, Mikrosystemtechnik sowie Biotechnologie und Bioanalytik werden wir mit unseren klinischen und industriellen Partnern intelligente Mikrosysteme zur Marktreife entwickeln, mit denen sich schnell und sicher Viren und Tumorzellen im Blut nachweisen lassen, und die die kontinuierliche Blutanalyse bei kritisch kranken Patienten im intensivmedizinischen Bereich deutlich verbessern", beschreibt Alfred Stett, Stellvertretender Institutsleiter des NMI, die Rolle des Instituts.

Die Projekte, mit denen der Cluster in den nächsten fünf Jahren seine internationale Spitzenstellung im Bereich Mikrosystemtechnik ausbauen wird, konzentrieren sich auf den Bereich "Robuste und effiziente Sensorik" unter Federführung der Robert Bosch GmbH sowie auf das Themenfeld "In-Vitro-Diagnostik" (IVD), das von Roche Diagnostics koordiniert wird. Beide Marktfelder bieten mittelfristig große Chancen für intelligente Mikrosystemlösungen. Wie der Verein Mikrosystemtechnik Baden-Württemberg mitteilt, sind an den im Hauptantrag eingereichten 33 Verbundprojekten 116 Clusterakteure und -Partner beteiligt, davon zwei Drittel aus der Industrie. Das BMBF beteiligt sich mit 40 Millionen Euro zur Hälfte an dem Gesamtprojektvolumen. Auch das Land Baden-Württemberg unterstützt mit einem beträchtlichen Beitrag die infrastrukturellen Maßnahmen zum Ausbau des Clusters und des Clustermanagements.

Die Gewinner der zweiten Runde des Spitzencluster-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wurden am Dienstag von Bundesforschungsministerin Annette Schavan bekanntgeben. Der Wettbewerb ist Bestandteil der Hightech-Initiative der Bundesregierung. In den Clustern arbeiten Unternehmen, Institute und andere Institutionen einer Region in einer sogenannten Wertschöpfungskette eng zusammen. Schavan sagte, mit dem Wettbewerb habe Deutschland eine Führungsrolle in der Clusterförderung in Europa übernommen.

NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

Das Institut ist eine Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Kusterdingen im interkommunalen Gewerbegebiet Reutlingen/Tübingen. Mit 180 Mitarbeitern verfügt es über breite, interdisziplinäre Kompetenzen an der Schnittstelle von Bio- und Materialwissenschaften. Mit angewandter Forschung und Entwicklung hat das NMI in den Geschäftsfeldern Pharma und Biotechnologie, Biomedizintechnik, Oberflächen- und Grenzflächentechnologie zuletzt einen Umsatz in Höhe von 13,8 Mio Euro erzielt. Seit seiner Gründung im Jahr 1985 hat sich das gemeinnützige Forschungsinstitut zu einer soliden Brücke zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft entwickelt. Als Mitglied der Innovationsallianz Baden-Württemberg ist das Institut im Besonderen dem Wissens- und Technologietransfer verpflichtet und unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen.

Dr. Nadja Gugeler | idw
Weitere Informationen:
http://www.mstbw.de/de/mst/05895/index.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Sechs innovative Projekte sind im Rennen um den begehrten European Health Award 2017
17.08.2017 | European Health Forum Gastein

nachricht ERC-Grants: Fünf neue Projekte an der LMU
11.08.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie