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BMBF vergibt 7,5 Millionen Euro an Universitäten für die Forschung am European XFEL

06.12.2013
Immer mehr Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler interessieren sich für die Forschung an Freie-Elektronen-Lasern (FELs).

Von 2013 bis 2016 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt 7,5 Millionen Euro 14 Projekte an 11 Universitäten und einem Max-Planck-Institut, bei denen die Entwicklung von Instrumenten, Geräten und Technologien für einzigartige Experimente am European XFEL im Zentrum steht.

Die Mittel werden als Teil der Gesamtförderung für Verbundforschung im Förderbereich „Erforschung kondensierter Materie an Großgeräten“ bereitgestellt.

Thomas Tschentscher, Wissenschaftlicher Direktor am European XFEL, freut sich über das Interesse an den Hochschulen: „Die enge Kooperation mit den Universitäten ermöglicht es, deren exzellente Forschung und Ideen in die Weiterentwicklung unserer Anlage einzubringen. Zudem bietet sie eine Möglichkeit, die kommende Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf die Forschungsmöglichkeiten an Freie-Elektronen-Lasern vorzubereiten. Gemeinsam mit den Hochschulen und anderen Kooperationspartnern wollen wir die die Forschungsmöglichkeiten am European XFEL weiter ausbauen und neuartige Forschung mit Röntgenlasern ermöglichen.“

Im Rahmen der Förderinitiative wurde der BMBF-Forschungsschwerpunkt „FSP 302 – Freie-Elektronen-Laser“ eingerichtet. Dieser ermöglicht es exzellenten Forschungsgruppen, die an deutschen Hochschulen aufgebaute Spitzenposition zu stärken und die Expertise in der Entwicklung und Nutzung von Röntgen-FELs zu bündeln. Diese Zusammenarbeit trägt zu einer optimalen wissenschaftlichen Nutzung und Weiterentwicklung der vom Bund finanzierten Großgeräte der naturwissenschaftlichen Grundlagenforschung und damit zur Stärkung exzellenter Wissenschaft bei.

Über European XFEL
In der Metropolregion Hamburg entsteht mit dem European XFEL eine Großforschungsanlage der Superlative: 27 000 Röntgenlaserblitze pro Sekunde und eine Leuchtstärke, die milliardenfach höher ist als die besten Röntgenstrahlungsquellen herkömmlicher Art, werden völlig neue Forschungsmöglichkeiten eröffnen.

Forschergruppen aus aller Welt können an dem europäischen Röntgenlaser atomare Details von Viren und Zellen entschlüsseln, dreidimensionale Aufnahmen im Nanokosmos machen, chemische Reaktionen filmen und Vorgänge wie die im Inneren von Planeten untersuchen. Die Betreibergesellschaft European XFEL GmbH ist eine gemeinnützige Forschungsorganisation, die eng mit dem Forschungszentrum DESY und weiteren internationalen Institutionen zusammenarbeitet.

Mit Kosten von 1,15 Milliarden Euro (Preisniveau 2005) für Bau und Inbetriebnahme und einer Länge von 3,4 Kilometer ist European XFEL eines der größten und ambitioniertesten europäischen Forschungsprojekte. Derzeit beteiligen sich zwölf Länder: Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Polen, Russland, Schweden, die Schweiz, die Slowakei, Spanien und Ungarn.

Dr. Bernd Ebeling | idw
Weitere Informationen:
http://www.xfel.eu/de

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