Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF und VDE präsentieren die "Invent a Chip"-Preisträger

11.10.2011
Jugendliche zeigen ihre Chipentwürfe zum Jubiläum des Wettbewerbs in Darmstadt

Ein Schülerwettbewerb schreibt Erfolgsgeschichte: Seit zehn Jahren richten das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) "Invent a Chip" aus.


Gruppenfoto mit Prof. Dr.-Ing. Erich Barke, Leibniz Universität Hannover (links), VDE-Präsident Alf Henryk Wulf (Mitte) und Dr. Georg Schütte, Staatssekretär im BMBF.

Der Wettbewerb startete im Frühjahr mit einer Rekordbeteiligung von 2.900 Teilnehmern, darunter 30 Prozent Mädchen. Insgesamt wurden über 600 Projektideen eingereicht. Gefragt waren diesmal auch Ideen zur Elektromobilität.

Jetzt stehen die Sieger dieses Wettbewerbes für Schülerinnen und Schüler ab der 8. Jahrgangsstufe fest. "Jugendliche entwerfen ihre eigenen Mikrochips und gestalten die Zukunft. Sie haben spannende Ideen und begeistern sich für Innovationen. Gerade die Elektromobilität ist gegenwärtig ein sehr attraktives Thema hierfür", sagte Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom BMBF anlässlich der Preisverleihung beim Mikrosystemtechnik-Kongress in Darmstadt. Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer, VDE-Vorstandsvorsitzender, stellte fest: "Im Mittelpunkt steht das praktische Chipdesign gepaart mit wissenschaftlicher Kreativität."

Die wichtige Rolle der Mikrochips im Bereich der Elektromobilität zeigt besonders anschaulich das Sieger-Projekt "IndukLoad". Colin de Vrieze (18) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal landete mit seinem Mikrochip, der das Laden von Elektromobilen effektiver gestalten soll, auf Platz Eins und erhält ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro. Der von ihm entwickelte Chip hat die Aufgabe, den berührungslosen Ladeprozess über Spulen zu steuern und dabei die Energie aus dem Netz möglichst effektiv einzusetzen. Der Schüler hat bereits Kontakte zur Industrie hergestellt und Interesse daran, seine Idee auch nach dem Wettbewerb fortzuführen. Für Dr.-Ing. Hans Heinz Zimmer ist das keine Seltenheit: "Wir haben in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt, dass die Sieger weitermachen. Sie starten ein Studium in diesem Bereich und ergreifen ihre Chancen, knüpfen Kontakte zur Industrie und bringen ihre Ideen und damit auch den technischen Fortschritt voran." Mit diesem Ziel war der Wettbewerb vor zehn Jahren gestartet, der Nachwuchs sollte für Innovationen und neue Technologien begeistert werden. Zwölf Teams hatten in diesem Jahr die Chance, in einem dreitägigen Workshop an der Leibniz Universität Hannover mit Profis das Chipdesign zu erlernen. Auf dem Weg zum eigenen Mikrochip haben die Preisträger viel Zeit investiert, sie lernten auch die Grundlagen der Hardwarebeschreibungssprache Verilog. Kevin Läufer (18) vom Gymnasium am Hoptbühl in Villingen beschäftigte sich intensiv mit der präzisen Steuerung von Robotern mit Allseitenrädern und kreierte einen Omni-Wheel-Drive-Controller. Sein Chip bescherte dem Schüler den mit 2.000 Euro dotierten zweiten Platz. Dieser Controller ermöglicht es einem Roboter mit Allseitenrädern, ein Ziel über eine gerade Fahrt zu erreichen.

Die bessere Nutzung der Sonnenenergie stand für den Drittplazierten Jannik Springer (16) vom Städtischen Gymnasium Rheinbach im Fokus. Er realisierte eine Überwachung von Solaranlagen, die ihm ein Preisgeld von 1.000 Euro einbrachte. Der prämierte Chip überwacht die Spannung und Temperatur der Solarzellen und ermöglicht damit eine rasche Erkennung von fehlerhaften Zellen. Den mit 2.000 Euro dotierten Sonderpreis des BMBF für das Projekt mit der größten Industrierelevanz gewannen Patrick Moog (15), Benedict Schleyer (15) und Adrian Gehrig (16) vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt für ihren "Autoenergiesparchip". Der Chip berechnet aus Umdrehungszahl, Geschwindigkeit, Art und Länge der Strecke, Tankinhalt, Akkustatus und Sonneneinstrahlung, ob ein Vollhybridauto mit Solarzelle am Zielort ankommt, und ermöglicht damit eine möglichst sparsame Fahrweise. Staatssekretär Georg Schütte vom BMBF: "Mikrochips sind unverzichtbar, unser technischer Fortschritt und Elektromobilität sind ohne sie nicht vorstellbar. Es ist ein gutes Zeichen, dass der Nachwuchs schon mit guten Ideen und Forscherdrang in den Startlöchern steht."

Neben den Geldpreisen werden die Sieger mit einer Aufnahme ins Auswahlverfahren für ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes sowie Kontakten zu Industrie und Hochschulen sowie Einladungen zu Projektpräsentationen auf Messen belohnt. Außerdem lädt die Robert Bosch GmbH die Prämierten zu einem mehrtägigen Praktikum nach Reutlingen ein. "Invent a Chip" wurde in der aktuellen Wettbewerbsrunde von zahlreichen Sponsoren unterstützt: Bosch, Cassidian, Globalfoundries, Infineon, Mentor Graphics, Samsung, Siemens, X-FAB sowie dem VDE-Institut und der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.invent-a-chip.de.

Melanie Mora

VDE VERBAND DER ELEKTROTECHNIK
ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK e.V.
Pressesprecherin
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel.: 069 6308-461
Mobil: 0175 1874333
Fax: 069 6312925
E-Mail: melanie.mora@vde.com
E-Mail: presse@vde.com

| VDE
Weitere Informationen:
http://www.vde.com
http://www.invent-a-chip.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Gesundes Altern: Neues EU-Projekt zur menschlichen Leber
23.08.2017 | Universität Bielefeld

nachricht Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich
23.08.2017 | PFH Private Hochschule Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Platz 2 für Helikopter-Designstudie aus Stade - Carbontechnologie-Studenten der PFH erfolgreich

Bereits lange vor dem Studienabschluss haben vier Studenten des PFH Hansecampus Stade ihr ingenieurwissenschaftliches Können eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Malte Blask, Hagen Hagens, Nick Neubert und Rouven Weg haben bei einem internationalen Wettbewerb der American Helicopter Society (AHS International) den zweiten Platz belegt. Ihre Aufgabe war es, eine Designstudie für ein helikopterähnliches Fluggerät zu entwickeln, das 24 Stunden an einem Punkt in der Luft fliegen kann.

Die vier Kommilitonen sind im Studiengang Verbundwerkstoffe/Composites am Hansecampus Stade der PFH Private Hochschule Göttingen eingeschrieben. Seit elf...

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft des Leichtbaus: Mehr als nur Material einsparen

23.08.2017 | Veranstaltungen

Logistikmanagement-Konferenz 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2017

23.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Spot auf die Maschinerie des Lebens

23.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Die Sonne: Motor des Erdklimas

23.08.2017 | Physik Astronomie

Entfesselte Magnetkraft

23.08.2017 | Physik Astronomie