Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF-gefördertes Projekt „HYPOS East Germany“ mit MPI-Beteiligung

23.08.2013
92 Partner, darunter das Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und die Otto-von-Guericke-Universität, arbeiten im Projekt „HYPOS: Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“ an Verfahren zur Nutzung von Elektrizität aus regenerativen Energien.

Dieses Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Innovationsprogramms "Zwanzig20“: Partnerschaft für Innovation"“ mit etwa 45 Millionen Euro gefördert.

Zentrales Thema von „HYPOS“ ist die umfassende Nutzung von Strom, insbesondere des temporären Stromüberschusses aus Wind und Sonne. Diese soll zur wirtschaftlichen Erzeugung von Wasserstoff via Elektrolyse in großtechnischem Maßstab zur Verfügung stehen. Wasserstoff als chemischer Energieträger würde dann der Wirtschaft vielgestaltig als chemischer Grundstoff, als Kraftstoff für mobile Anwendungen, zur Wärmeerzeugung, aber auch zur Elektroenergieerzeugung zur Verfügung stehen.

Das Max-Planck-Institut Magdeburg ist zweifach im Projekt vertreten. Teams um Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher sind mit den Themen „Wasserstoffelektrolyse“ und „Methanisierung“ beteiligt.

Die Herstellung des Wasserstoffs soll in großtechnischem Maßstab in Wasser-elektrolyse-Anlagen mit Anbindung an die Übertragungs- bzw. Verteilnetze und/oder Direktversorgung aus leistungsfähigen Wind- und Solarparks erfolgen. Das Ziel des Teilprojektes „Wasserelektrolyse“ ist es, die in einem PEM-Elektrolyseur ablaufenden komplexen chemischen, physikalischen und elektrischen Prozesse besser zu verstehen.

Dies beinhaltet unter anderem die experimentelle und modelltheoretische Untersuchung der katalytischen Prozesse, sowie des Stoff-, Wärme- und Ladungstransports. Der Einsatz dynamischer Modelle wird zudem die notwendige Optimierung des Elektrolyseurs bei transienter Betriebsweise ermöglichen.

Da die Speicherung von Wasserstoff für den mobilen Einsatz eine technische Herausforderung darstellt, wird zusätzlich Methan als alternativer chemischer Energieträger betrachtet. Das Projekt „Methanisierung“ umfasst die Entwicklung genauer dynamisch-kinetischer Reaktormodelle, um die dynamischen Zustands-änderungen in einem Methanisierungsreaktors besser voraussagen zu können.

Desweiteren soll mit Hilfe einer selbst entwickelten modellgestützten Methodik eine optimale Reaktionsführung für die Methanisierungsreaktion entworfen werden, die das maximale Potential des Reaktionssystems unter Berücksichtigung der technischen Realisierbarkeit ermittelt.

Mitteldeutschland bzw. Sachsen-Anhalt sind als Standorte für HYPOS besonders geeignet, da ein großer stoffwirtschaftlicher Bedarf an Wasserstoff der Unternehmen des mitteldeutschen Chemiedreiecks (Ballungsraum um die Städte Halle/Saale, Merseburg, Bitterfeld, Leipzig und Schkeuditz) besteht. Die Chemiefirmen und Standorte verfügen über die Kompetenzen zum großtechnischen Umgang mit Wasserstoff und Methan. Ebenso ist ein Grundgerüst für die notwendige Infrastruktur ist vorhanden: Es gibt im Chemiedreieck die zweitgrößte deutsche Wasserstoff-Pipeline, Speicherkavernen für Gas stehen zur Verfügung, die Region ist ein wichtiger Netzknoten des Erdgasnetzes und Umspannwerke der Stromnetz-Betreiber mit leistungsfähigen Einbindungen dieser Standorte sind vorhanden.

Neben dem Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sind Hochschulen, Unternehmen, und Forschungsinstitute beteiligt. Initiatoren des Projektes sind die Wirtschaftsinitiative für Mitteldeutschland GmbH, das Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik IWM Halle und der Cluster Chemie/Kunststoffe Mitteldeutschland.

Victoria Grimm | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.hypos-eastgermany.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht Sensible Daten besser analysieren
16.02.2017 | Georg-August-Universität Göttingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Im Focus: Durchbruch mit einer Kette aus Goldatomen

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des Wärmetransportes

Einem internationalen Physikerteam mit Konstanzer Beteiligung gelang im Bereich der Nanophysik ein entscheidender Durchbruch zum besseren Verständnis des...

Im Focus: Breakthrough with a chain of gold atoms

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

In the field of nanoscience, an international team of physicists with participants from Konstanz has achieved a breakthrough in understanding heat transport

Im Focus: Hoch wirksamer Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Tübinger Wissenschaftler erreichen Impfschutz von bis zu 100 Prozent – Lebendimpfstoff unter kontrollierten Bedingungen eingesetzt

Im Focus: Sensoren mit Adlerblick

Stuttgarter Forscher stellen extrem leistungsfähiges Linsensystem her

Adleraugen sind extrem scharf und sehen sowohl nach vorne, als auch zur Seite gut – Eigenschaften, die man auch beim autonomen Fahren gerne hätte. Physiker der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Welt der keramischen Werkstoffe - 4. März 2017

20.02.2017 | Veranstaltungen

Schwerstverletzungen verstehen und heilen

20.02.2017 | Veranstaltungen

ANIM in Wien mit 1.330 Teilnehmern gestartet

17.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovative Antikörper für die Tumortherapie

20.02.2017 | Medizin Gesundheit

Multikristalline Siliciumsolarzelle mit 21,9 % Wirkungsgrad – Weltrekord zurück am Fraunhofer ISE

20.02.2017 | Energie und Elektrotechnik

Wie Viren ihren Lebenszyklus mit begrenzten Mitteln effektiv sicherstellen

20.02.2017 | Biowissenschaften Chemie