Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

BMBF fördert Forschungsprojekt der Leibniz Universität mit 2,25 Millionen Euro

06.05.2016

BMBF-Verbundprojekt MOSAIK gestartet

Das BMBF-Verbundvorhaben mit dem Titel MOSAIK – Modellbasierte Stadtplanung und Anwendung im Klimawandel – im Rahmen der BMBF-Ausschreibung „Stadtklima im Wandel“ hat Ende April die offizielle Bewilligung für eine Millionenförderung erhalten.

Die Fördersumme für den Verbund aus mehreren Forschungseinrichtungen in Deutschland (FU Berlin, HU Berlin, TU Berlin, DLR, KIT, Deutscher Wetterdienst, Hochschule Offenburg, Leibniz Universität Hannover) beträgt insgesamt über vier Millionen Euro.

Alleine 2,25 Millionen Euro entfallen dabei auf das Institut für Meteorologie und Klimatologie der Fakultät für Mathematik und Physik der Leibniz Universität, das das Projekt koordiniert. Die Projektlaufzeit beträgt zunächst drei Jahre. Dadurch können unter anderem auch sieben oder acht wissenschaftliche Mitarbeiterstellen geschaffen werden.

Ziel des Projekts ist es, ein neues leistungsfähiges Simulationsmodell zu entwickeln, dass die Wind-, Temperatur- und Feinstaubverteilung in einer Stadt und in einzelnen Straßenzügen darstellen kann. „Die bislang in Deutschland für städtische Untersuchungen eingesetzten meteorologischen Modelle sind zu großen Teilen älter als 20 oder 30 Jahre und nicht mehr effizient“, sagt Prof. Siegfried Raasch vom Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover.

„Unser neues Modell basiert auf dem bei uns in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelten Turbulenzsimulationsmodell PALM – das international zur Spitze der Simulationstechnik zählt. Die Ergebnisse aus diesen Simulationsberechnungen sind vielfältig einsetzbar: Ist beispielsweise ein Straßencafé an einem bestimmten Standort geplant, können wir vorab berechnen, welche Windböen mit welcher Stärke auftreten werden – und somit voraussagen, ob Sonnenschirme aufgestellt werden können.“

Eine wesentliche Anwendung werde sein, klimatische Trends im städtischen Bereich zu berechnen und damit zum Beispiel sogenannte städtische Wärmeinseln zu lokalisieren. Auch die Vorhersage klimatischer Auswirkungen von Stadtbegrünungsmaßnahmen seien mit dem neuen Simulationsmodell möglich.

„Das Modell läuft nicht nur auf Superrechnern mit mehreren 10.000 Prozessorkernen, sondern auch auf einzelnen PCs sehr zuverlässig und effizient“, sagt Raasch. „Verschiedene Forschergruppen in Südkorea und Japan nutzen es bereits, dort spielen Umweltbedingungen in Städten eine noch größere Rolle als bei uns. Aber auch in Deutschland werden hoch aufgelöste Modellrechnungen für die Stadtplanung immer wichtiger.“

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen stehen Ihnen Prof. Dr. Günter Groß und Prof. Dr. Siegfried Raasch, vom Institut für Meteorologie und Klimatologie der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 5408 / 3253 oder per E-Mail unter gross@muk.uni-hannover.de / raasch@muk.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.uni-hannover.de

Weitere Berichte zu: BMBF Klimatologie Meteorologie PALM Simulationsmodell Stadtplanung klimawandel

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics