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Blutspendeausweis mit Wildauer Know-How gewinnt European AutoID-Award

24.04.2012
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) erhielt am 24. April für seinen neuen, bundesweit gültigen Blutspendeausweis mit Speicherchip den European AutoID-Award in der Kategorie „Sichere Identität“.
Professor Dr. Frank Gillert von der Technischen Hochschule Wildau unterstützte die DRK-Blutspendedienste maßgeblich bei der Entwicklung des Ausweises. Die Auszeichnung wird im Rahmen der Euro ID-Messe vergeben, die von 24. bis 26. April in Berlin stattfindet und die bundesweit wichtigste RFID-Fachmesse darstellt.

„Dieser Preis bringt uns einen Schritt auf unserem strategischen Weg weiter, als RFID-Kompetenzzentrum wahrgenommen zu werden“, freut sich TH-Präsident Professor Dr. László Ungvári. Unter fachlicher Betreuung von Professor Dr. Frank Gillert hatte die Hochschule das DRK maßgeblich bei der Einführung des neuen Blutspendeausweises beraten.

„Der Spender muss der Technik in erster Linie vertrauen, sonst spendet er nicht mehr und das wäre fatal“, erläutert Gillert. Aus diesem Grund untersuchte er mit seiner Studiengruppe im Vorfeld die Akzeptanz einer einheitlichen Karte bei den regelmäßigen und potenziellen Blutspendern.

Laut der Jury, bestehend aus RFID-Experten aus Wirtschaft und Forschung, war diese präzise Vorarbeit auch ein wesentliches Kriterium für die Vergabe des Awards an das DRK. Die Association for Automatic Identification (AIM) und die Agentur Informa Business Communication vergaben zum siebten Mal den European AutoID-Award in insgesamt drei Kategorien. Präsentiert wurde der Award von dem Fachmagazin „RFID im Blick“. Ausgezeichnet wurden innovative Technologien zur Identifizierung, Datenerfassung, Datenerhebung sowie Datenübertragung. Darunter fallen auch sogenannte Radio-Frequency Identification (RFID) Technologien.

Seit Januar dieses Jahres können Blutspender in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Berlin, Brandenburg und Sachsen mit einem einheitlichen Nachweisdokument Blut spenden. Die neue Plastikkarte enthält einen radiofrequenten Speicherchip (RFID), dessen Daten ausschließlich von den Lesegeräten der DRK-Blutspendedienste gelesen werden können. Neben den personenbezogenen Daten wie Name, Anschrift und Blutgruppe speichert der Chip auch die Zahl der geleisteten Spenden und das Datum der jeweils letzten Blutspende. Der neue Ausweis erleichtert den bislang dezentral organisierten Ablauf der Blutspende erheblich.

Bianca Böhringer | idw
Weitere Informationen:
http://www.th-wildau.de

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