Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bessere Rückscheinwerfer und günstigere Konverter

20.05.2016

Mit zwei Anträgen zur Optimierung von Produktkomponenten ist die TH Köln beim Programm NRW-Patent-Validierung des Landes Nordrhein-Westfalen erfolgreich. Das Forschungsprojekt „Hologramme mit besonders breiter Abstrahlcharakteristik“ soll Rückscheinwerfer verbessern. „Coupled Tape-Wound Cores“ ermöglicht die Entwicklung günstigerer leistungselektronischer Konverter. Beide Projekte werden mit je rund 200.000 Euro bis Ende 2017 gefördert.

Energieeffizientere Rückscheinwerfer für Autos, die zugleich mehr Designmöglichkeiten ermöglichen, sind das Ziel von Prof. Dr. Stefan Altmeyer vom Institut für Angewandte Optik und Elektronik und seinem Team. „Rückscheinwerfer müssen das Licht gleichmäßig in den Halbraum hinter dem Auto ausstrahlen. Dafür werden bislang Streuscheiben vor der Lampe eingesetzt.

Diese machen das Auto gut sichtbar, werfen aber die Hälfte des Lichtes in den Scheinwerfer zurück und sind nicht durchsichtig“, erklärt Altmeyer. Durchsichtige Hologramme anstelle der Streuscheiben würden 50 Prozent der Energie sparen und gäben Autodesignern neue Gestaltungsoptionen. Im Rahmen des Projektes sollen die Herstellungsprozesse der Hologramme optimiert und eine qualitätssichernde Messtechnik entwickelt werden.

Ein neuartiger gekoppelter Induktor auf Grundlage von eisenbasierten, nanokristallinen Bandmaterialien wird am Institut für Automatisierungstechnik von Prof. Dr. Christian Dick und seinem Team erforscht und aufgebaut. Dieser kann in unterschiedlichsten elektronischen Schaltungen zur Spannungs- und Stromwandlung eingesetzt werden, etwa in einem Wechselrichter.

„Die magnetischen Komponenten in einem Konverter sind ein wesentlicher Kostenfaktor. Durch die gekoppelten Induktoren erwarten wir eine erhebliche Volumen- und damit Kosteneinsparung im Vergleich zu aktuellen Standardlösungen. Die neuen Bauteile könnten zum Beispiel in Photovoltaikwechselrichtern oder in Elektroautos zum Einsatz kommen“, sagt Dick.

Eine der Herausforderungen des Forschungsprojektes ist die prozesssichere Verarbeitung der glasartigen, spröden Metallbänder mit einer Dicke von 20 Mikrometern. Zudem müssen zwei elektrische Ströme eines gekoppelten Systems geregelt werden, da nur bei hochdynamisch eingestellter Symmetrie in den Strömen der Volumen- und somit der Kostenvorteil erreicht werden kann.

„Die beiden Projekte der TH Köln haben sich im landesweiten Wettbewerb gegen starke Mitbewerber durchgesetzt“, betont Prof. Dr. Klaus Becker, geschäftsführender Vizepräsident der TH Köln. „Dies zeigt zum einen die hohe Qualität der Ideen, die von den Professoren und ihren Teams entwickelt wurden. Zum anderen hat die TH Köln ihre Prozesse optimiert, durch die aus Erfindungen marktfähige Produkte und Dienstleistungen werden. Dabei arbeiten wir eng mit unserer Patentverwertungsagentur zusammen. Auch bei hervorragenden Ideen bedarf es einer Menge Arbeit aller Akteure bis zur erfolgreichen Verwertung“, so Becker.


Die TH Köln bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind mehr als 24.000 Studierende in über 90 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben.

Die TH Köln gestaltet Soziale Innovation – mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplinäres Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten machen uns in vielen Bereichen zur geschätzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin. Die TH Köln wurde 1971 als Fachhochschule Köln gegründet und zählt zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.


Kontakt für die Medien

TH Köln
Referat Kommunikation und Marketing
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Christian Sander
0221-8275-3582
pressestelle@th-koeln.de

Petra Schmidt-Bentum | idw - Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen:
http://www.th-koeln.de

Weitere Berichte zu: Automatisierungstechnik Induktor Konverter Scheinwerfer

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht „Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges
26.06.2017 | Kompetenzzentrum - Das virtuelle Fahrzeug Forschungsgesellschaft mbH

nachricht Hochschule Karlsruhe: mit speichenlosem Fahrrad Kreativwettbewerb gewonnen
26.06.2017 | Hochschule Karlsruhe - Technik und Wirtschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie