Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Besondere Leistungen herzchirurgischer Forschungsaktivitäten geehrt

21.03.2011
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) vergab wissenschaftliche Preise und Stipendien an Mediziner aus Berlin, München, Hannover, Leipzig, Essen und Mainz

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hat auf ihrer Jahrestagung in Stuttgart die besonderen Leistungen von sieben Ärzten des Fachgebietes aus Berlin, München, Hannover, Leipzig, Essen und Mainz mit Preisen geehrt. Die Auszeichnung nahm bei der feierlichen Eröffnungsveranstaltung vor rund 600 Gästen der zweite Vizepräsident der DGTHG Professor Friedhelm Beyersdorf zusammen mit drei der neun Gründungsmitglieder der Fachgesellschaft vor.

Der nach einem Pionier der deutschen Herzchirurgie benannte und mit 5.000 Euro dotierte „Ernst-Derra-Preis“ ging in diesem Jahr an Can Yerebakan (33), der seit Herbst vergangenen Jahres am Children’s National Medical Center in Washington D.C. tätig ist. Er wurde für seine Forschung zu innovativen Therapien bei angeborenen Herzfehlern, die er an der Universität Rostock durchführte, ausgezeichnet.

Den nach dem ehemaligen Direktor der Chirurgischen Klinik der Universität Göttingen benannten „Rudolf-Stich-Preis“ erhielt Professor Omke Teebken (42), Leiter des Bereichs „Gefäßchirurgie – Vaskuläre und Endovaskuläre Chirurgie“ an der Medizinischen Hochschule Hannover. Seine mit einem Preisgeld von 5.000 Euro prämierte Studie beschäftigte sich mit der Entwicklung eines durch Gewebezüchtung geformten Venenstückes als Ersatz für erkrankte Beckenvenen.

Der Nachwuchsförderpreis der DGTHG wurde an Maximilian Lühr (31), Assistenzarzt an der Klinik für Herzchirurgie des Herzzentrums Leipzig vergeben. Mit dem Nachwuchsförderpreis (Dotierung: 1000 Euro) werden jährlich experimentelle und klinisch relevante Promotionsarbeiten aus dem Gesamtgebiet der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie ausgezeichnet. Lühr untersuchte in seiner Arbeit die Auswirkungen auf das Rückenmark nach Abkühlung von Geweben und einer verlängerten Operationsdauer bei Eingriffen an der Hauptschlagader.

Ömer Senbaklavaci (43), dem Leiter der Sektion Thoraxchirurgie an der Klinik für Herz-, Thorax und Gefäßchirurgie der Universitätsmedizin Mainz, wurde von der Gutachterkommission der DGTHG das mit 7.500 Euro ausgestattete thoraxchirurgische Forschungsstipendium der DGTHG zugesprochen. Senbaklavaci beschäftigt sich insbesondere mit der Weiterentwicklung von Verfahren, um entnommene Spenderlungen für den Transport bis zur Transplantation beim erkrankten Patienten besser zu konservieren.

Nach dem Herzchirurgen Hans Georg Borst ist der Preis benannt, mit dem die DGTHG jährlich das beste Abstract ihrer Jahrestagung prämiert. In diesem Jahr ging der mit 1.000 Euro dotierte Preis an Professor Stefan Dhein (51), Leiter des Forschungslabors der Klinik für Herzchirurgie des Herzzentrums Leipzig, der für die Darlegung der Ergebnisse seiner Untersuchungen zu Umbauprozessen im Herzen beim chronischen Vorhofflimmern ausgezeichnet wurde.

Der mit 5.000 Euro dotierte Franz-Köhler-Preis für herausragende Leistungen in Forschung oder klinischer Praxis auf dem Gebiet der Organprotektion ging in diesem Jahr an Privatdozentin Kerstin Böngler (38), wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Pathophysiologie am Universitätsklinikum Essen. Sie erforschte die Wirkung einzelner Proteine mit Blick auf ihre Schutzwirkung für Herzmuskelzellen.

Der Ernst-Rainer de Vivie-Förderpreis wird von der DGTHG mit Unterstützung durch die Loni-Page-Stiftung in Köln vergeben. Mit dem Preis werden innovative und interdisziplinäre wissenschaftliche Arbeiten zur Forschung und Therapie angeborener Herzfehler im Säuglings-, Kinder- und Erwachsenenalter ausgezeichnet. Der mit 6.000 Euro dotierte Preis ging in diesem Jahr an Maximilian Posch (35), Assistenzarzt in der Klinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Deutschen Herzzentrum Berlin, der Störungen in Herzzellen untersuchte, die zur Entstehung von Defekten in der Vorhofscheidewand führen können.

Der Dr. Rusche-Forschungsprojekt-Preis wird von der DGTHG zusammen mit der deutschen Stiftung für Herzforschung, einer Schwesterorganisation der Deutschen Herzstiftung, vergeben. Mit einer Gesamtsumme von 57.500 Euro wird in den nächsten beiden Jahren das Forschungsvorhaben von Markus Krane vom Deutschen Herzzentrum München gefördert. Ziel des Forschungsprojekts von Krane sind neue Lösungsansätze, um aus Stammzellen Vorläuferzellen für eine biologische Herzmuskelreparatur zu entwickeln.

Katja Denk (31), Funktionsoberärztin Herzchirurgie der Universitätsmedizin Mainz, erhielt den mit 1.600 € dotierten Preis für das beste bei der Jahrestagung präsentierte Poster. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Analyse der Pump- und Muskelfunktion des Herzens in Abhängigkeit von Übergewicht und entzündlichen Prozessen.

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) vertritt als medizinische Fachgesellschaft die Interessen der über 950 in Deutschland tätigen Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgen im Dialog mit Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Honorarfrei verwendbares Bildmaterial von der Preisverleihung und von den Preisträgern können bei der DGTHG-Pressestelle angefordert werden.

Thomas Krieger | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgthg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen
06.12.2016 | Technische Universität Clausthal

nachricht Fraunhofer WKI koordiniert vom BMEL geförderten Forschungsverbund zu Zusatznutzen von Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen
05.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Holzforschung - Wilhelm-Klauditz-Institut WKI

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie