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Berliner Schülerinnen und Schüler im Weltraum

07.01.2015

Zum wiederholten Male erreichten Berliner Schulen das Finale im internationalen SPHERES-Wettbewerb und können ihre Ergebnisse live auf der Raumstation ISS testen lassen. Wissenschaftlich betreut wurden die Schulen wieder vom Forschungszentrum MATHEON.

Am 6. September 2014 war der Startschuss für den aktuellen SPHERES-Wettbewerb. Dieser Wettbewerb wird jährlich vom Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der NASA für Schülerinnen und Schüler aus den USA und Europa ausgeschrieben. Seit vielen Jahren nehmen auch Berliner Schulen an dem Wettbewerb teil.


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ESA

Die meisten schafften es dabei immer ins Finale. Auch in diesem Jahr sind die beiden Teams des Käthe-Kollwitz Gymnasiums und des Herder Gymnasiums bis ins Finale vorgedrungen. Betreut werden die Berliner Schulen vom Forschungszentrum MATHEON. Neben den beiden Finalisten waren aus dem Raum Berlin auch das Heinrich-Hertz-Gymnasium, das OSZ Lise Meitner sowie die Torhorst-Gesamtschule Oranienburg angetreten; mit letzterer hat nun erstmals auch eine Brandenburger Schule teilgenommen.

SPHERES (Synchronized Position Hold, Engage, Reorient, Experimental Satellites) sind fußballgroße Satelliten, die als Testinfrastruktur für autonome Rendevous- und Andockmanöver für Raumfahrzeuge und Raumflugkörper dienen. Aufgabe für die SchülerInnen-Teams ist es, jährlich wechselnde Codes für bestimmte Bewegungsabläufe dieser Mini-Satelliten zu entwickeln. In diesem Jahr bestand die Aufgabe darin, Fotos von sonnennahen Asteroiden zu machen und dabei gleichzeitig drohenden Sonnenstürmen auszuweichen.

In einem ersten Schritt treten alle beteiligten Teams gegeneinander an. Wer diese erste Ausscheidung übersteht, muss sich dann mit zwei anderen Teams zusammentun, um nun gemeinsam weiter am Wettbewerb teilzunehmen.

In den vergangenen Jahren waren dabei die Mannschaften aus den USA und Europa in getrennte Gruppen eingeteilt, im aktuellen Wettbewerb wurde diese Trennung aufgehoben. So kam es, dass das Team des Käthe-Kollwitz Gymnasiums mit SchülerInnen aus Sparta in New Jersey und Cary aus North Carolina gleich zwei US-Partner hat. Ein Partner des Herder Gymnasiums kommt ebenfalls aus New Jersey, der andere aus Livorno in Italien. „Zu der sprachlichen und interkulturellen Herausforderung, die ja schon in den letzten Jahren bestand, kam nun noch eine weitere durch die erhebliche Zeitverschiebung hinzu“, so Dr. Theo A. Roelofs, der seitens des MATHEON die Schulen betreut. Insgesamt waren 60 Teams aus Europa und 120 aus den USA am Start. Lediglich zwölf Allianzen haben es über den Wettbewerb bis ins Finale geschafft.

Die Berliner TeilnehmerInnen werden nun am 16. Januar mit Ihrem MATHEON-Betreuer Dr. Theo A. Roelofs zum Finale ins ESA Hauptquartier nach Noordwijk in den Niederlanden reisen. Höhepunkt der Finalveranstaltung ist eine Liveschaltung zur Raumstation ISS. An Bord der Raumstation wird die aktuelle Besatzung die Codes der Schülerinnen und Schüler unter realen Bedingungen testen.

Weitere Informationen:

http://www.matheon.de
http://www.esa.int/Our_Activities/Human_Spaceflight/Education/Robot_Spheres_in_z...
http://kaethe-kollwitz-gymnasium.de
http://www.herder-oberschule.de

Rudolf Kellermann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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