Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Berliner Nachwuchsforscher ist Sieger des BMBF-Essay-Wettbewerbs "Gesundheit 2050"

30.11.2011
Beim Arzt war ich noch nie

Der Wissenschaftler Dr. Alexander Kühn, Mitarbeiter des Berliner Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, ist diesjähriger Gewinner des Essay-Wettbewerbs „Gesundheit 2050 – Deine Ideen für die Zukunft der Gesundheitsforschung“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der WELT-Gruppe veranstaltet hat.

Die Preise wurden am 29.11.2011 im Axel Springer Verlagshaus Berlin durch die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Annette Schavan, und den Herausgeber der „WELT“, Thomas Schmid, übergeben. Kühn beeindruckte die Jury durch einen fiktiven Dialog mit seiner Großmutter im Jahr 2050, in welchem er sie von den Vorteilen seines virtuellen Alter Egos auf Grundlage seiner persönlichen Genomdaten überzeugt.

Alexander Kühn beschäftigt sich mit der Entwicklung von mathematischen Krebsmodellen. Diese stellen die Basis von individuellen Computermodellen („virtuellen Patienten“) dar, die zusätzlich auf den individuellen Genom- und Transkriptomdaten von Einzelpersonen beruhen. Solche personalisierten Computermodelle erlauben es, verschiedene Medikamentenkombinationen in kürzester Zeit am Computer zu testen und die für den jeweiligen Krebspatienten optimale Therapie zu ermitteln.

Die Entwicklung von personalisierten Computermodellen für Einzelpersonen ist Ziel des Programms IT Future of Medicine (ITFoM; http://www.itfom.eu), einer von sechs Flagship-Initiativen der Europäischen Union, in denen visionäre Zukunftskonzepte entwickelt werden sollen. Die beteiligten Wissenschaftler des ITFoM-Programms wollen therapieunterstützende Modelle nicht nur für Krebs, sondern auch für verschiedenste andere Krankheiten entwickeln. Neben der Unterstützung von Therapieentscheidungen sollen die Modelle dabei helfen, das individuelle Risiko für die Entstehung bestimmter Krankheiten vorherzusagen.

Kühn ist seit 2000 am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik beschäftigt. Seit seiner Promotion im April 2009 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe „Systembiologie" in der Abteilung „Analyse des Vertebratengenoms“ bei Professor Hans Lehrach. Zudem ist er Gesellschafter der Firma ALACRiS Theranostics GmbH (http://www.alacris.de), einer Ausgründung des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik, die mit Hilfe von Computermodellen personalisierte Krebstherapien entwickelt. In dem jetzt preisgekrönten Aufsatz erläutert Kühn die medizinischen und gesellschaftlichen Auswirkungen seiner Forschung in allgemeinverständlicher Weise und beschreibt seine persönliche Vision einer Medizin der Zukunft.

Dr. Patricia Marquardt | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.molgen.mpg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro
24.03.2017 | Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

nachricht TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro
24.03.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit