Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Berliner Mathematiker erhält „Mega-Grant“ der russischen Regierung

11.10.2011
Prof. Vladimir Spokoiny vom Weierstraß-Institut für Angewandte Analysis und Stochastik (WIAS) erhält einen „Mega-Grant“ der russischen Regierung in Höhe von 150 Mio. Rubel (ca. 3,4 Mio. Euro). Insgesamt wurden 39 weltweit forschende Wissenschaftler unter 507 Bewerbern ausgewählt.

Mit den Mega-Grants will Russland das Potenzial international erfolgreicher Forscher nutzen und damit seine Forschung stärken. Die Preisträger müssen das Geld für den Aufbau einer Forschungsgruppe an einer Hochschule/Universität in Russland ausgeben. Diese Arbeit läuft parallel zur Tätigkeit des Forschers im jeweiligen Land.

Vladimir Spokoiny wird also weiterhin am WIAS arbeiten, wo er die Forschungsgruppe „Stochastische Algorithmen und Nichtparametrische Statistik“ leitet. Gleichzeitig baut er eine Forschungsgruppe mit dem Schwerpunkt „Predictive Modelling“ an der renommierten Universität für Physik und Technik in Moskau auf.

Unter den 39 jetzt ausgezeichneten Wissenschaftlern sind zwei Nobelpreisträger; vier Preisträger leben in Deutschland, sechs in Frankreich und zehn in den USA. Die Förderung der Projekte läuft über zwei Jahre bis Ende 2013, anschließend sollen die Projekte eigenständig fortgeführt werden. Die Entscheidung basierte daher nicht nur auf wissenschaftlichen Leistungsindikatoren wie den Veröffentlichungen des Wissenschaftlers und deren Zitationen, sondern auch auf der Zukunftsfähigkeit des Forschungsprogramms, dessen Vermarktungsfähigkeit und der Führungs- und Lehrqualität des Wissenschaftlers. Vladimir Spokoinys Vorhaben belegte so den ersten Platz im Bereich „Informationstechnologien“.

„In Russland möchte ich eine starke Forschergruppe aufbauen, die international wettbewerbsfähig ist und das wissenschaftliche Potential des Lands ausnutzen kann“, erläutert Spokoiny. „Ein weiteres Ziel ist es, Studenten und Doktoranden in Moskau einzubeziehen. Eine intensive Kooperation mit meiner Gruppe und weiteren Kollegen in Berlin ist ausdrücklich erwünscht und geplant“.

Die Gewinner des Mega-Grants wurden von der russischen Regierung für den 18. und 19. Oktober in die westsibirische Stadt Tomsk eingeladen, um Perspektiven der Technologieentwicklung und Wissenschaft in Russland zu diskutieren. Die russische Regierung erhofft sich dabei Einschätzungen und Empfehlungen für ihr Wissenschaftssystem von den hochkarätigen Wissenschaftlern.

„Ich sehe den Preis nicht nur als persönlichen Anerkennung für mich, sondern auch als Riesenerfolg für das Weierstraß-Institut. Ich hoffe auch, zum Wiederaufbau der großen wissenschaftlichen Traditionen meines Heimatlandes beizutragen“, betont Vladimir Spokoiny.

Kontakt
Saskia Donath
Tel.: 030 - 6392 - 3339
Fax: 030 - 6392 - 3377
E-Mail: donath(at)fv-berlin.de

Saskia Donath | Forschungsverbund Berlin e.V.
Weitere Informationen:
http://www.kooperation-international.de

Weitere Berichte zu: Forschungsgruppe Mathematik Mega-Grants Preisträger Russland WIAS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationspreis 2017 der Deutschen Hochschulmedizin e.V.
24.04.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

nachricht EU-Förderung in Millionenhöhe für Regensburger Wissenschaftler
21.04.2017 | Universität Regensburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Im Focus: Making lightweight construction suitable for series production

More and more automobile companies are focusing on body parts made of carbon fiber reinforced plastics (CFRP). However, manufacturing and repair costs must be further reduced in order to make CFRP more economical in use. Together with the Volkswagen AG and five other partners in the project HolQueSt 3D, the Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) has developed laser processes for the automatic trimming, drilling and repair of three-dimensional components.

Automated manufacturing processes are the basis for ultimately establishing the series production of CFRP components. In the project HolQueSt 3D, the LZH has...

Im Focus: Wonder material? Novel nanotube structure strengthens thin films for flexible electronics

Reflecting the structure of composites found in nature and the ancient world, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have synthesized thin carbon nanotube (CNT) textiles that exhibit both high electrical conductivity and a level of toughness that is about fifty times higher than copper films, currently used in electronics.

"The structural robustness of thin metal films has significant importance for the reliable operation of smart skin and flexible electronics including...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungen

Berührungslose Schichtdickenmessung in der Qualitätskontrolle

25.04.2017 | Veranstaltungen

Forschungsexpedition „Meere und Ozeane“ mit dem Ausstellungsschiff MS Wissenschaft

24.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Microbiology and Infection“ - deutschlandweit größte Fachkonferenz in Würzburg

25.04.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Auf dem Weg zur lückenlosen Qualitätsüberwachung in der gesamten Lieferkette

25.04.2017 | Verkehr Logistik

Digitalisierung bringt Produktion zurück an den Standort Deutschland

25.04.2017 | Wirtschaft Finanzen