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Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften verleiht Auszeichnung an Prof. Dr. Christoph Bremer

26.11.2008
Preis würdigt herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Krebsforschung

Prof. Dr. Christoph Bremer, Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie des Universitätsklinikums Münster (UKM) wurde am 21. November in Berlin ausgezeichnet: Bremer erhielt den Preis der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gestiftet von der Monika-Kutzner-Stiftung zur Förderung der Krebsforschung. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und kann jährlich für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Krebsforschung verliehen werden. Die Auszeichnung wurde auf der Festsitzung zum diesjährigen Einsteintag im Nikolaisaal Potsdam überreicht.

Prof. Dr. Christoph Bremer ist seit 2003 Oberarzt am Institut für Klinische Radiologie des Universitätsklinikums Münster und leitet die Forschungsgruppe

„Molekulare Bildgebung zur Tumordiagnostik“ am dortigen Interdisziplinären Zentrum für Klinische Forschung. 2006 wurde er zum außerplanmäßigen Professor an der WWU Münster ernannt. Mit seiner Promotion legte er den Grundstein für seine weitere Arbeit auf dem Gebiet der Kontrastmittelforschung in der Radiologie. Bremer hat hoch innovative magnetresonanztomographische und optische Verfahren zur Tumordetektion und -charakterisierung entwickelt. Während seines zweijährigen DFG-geförderten Forschungsaufenthaltes am Massachusetts General Hospital an der Harvard Medical School gelang ihm erstmals die Darstellung tumorspezifischer Proteasen mittels Bildgebungsverfahren.

Unter seiner Leitung wurden parametrische MRT-Verfahren zur Visualisierung und Quantifizierung des Tumorblutvolumens sowie zur Beurteilung des Erfolgs neuer Tumortherapien entwickelt, die bereits klinisch zum Einsatz kommen. Neben der Entwicklung so genannter ,aktivierbarer‘ Fluoreszenzfarbstoffe gelang seiner Arbeitsgruppe die Entwicklung kleinmolekularer hochaffiner Farbstoffe, die eine nichtinvasive Darstellung spezifischer Tumortargets im lebenden Organismus ermöglichen und perspektivisch z.B. zur Frühdetektion und zur Subtypisierung von Mammakarzinomen einsetzbar sind.

Seine Forschungen finden international breite Beachtung. In diesem Jahr wurde er mit dem Hermann-Holthusen-Ring, einem der renommiertesten Preise der Deutschen Röntgengesellschaft, für exzellente wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de

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