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DIMDI mit dem "Prädikat behindertenfreundlich" ausgezeichnet

11.12.2007
Der Landschaftsverband Rheinland hat das DIMDI mit dem Prädikat behindertenfreundlich ausgezeichnet für die vorbildliche Beschäftigung behinderter Menschen. Der Anteil von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Handikap beträgt im DIMDI 18 Prozent und liegt damit weit über der gesetzlichen Vorgabe.

"Das DIMDI zeigt herausragendes Engagement zur Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt. Der LVR möchte sich mit dieser Auszeichnung für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit und Ihre Vorbildfunktion als Arbeitgeber bedanken", so Corinna Beck, stellvertretende Vorsitzende der Landschaftsversammlung Rheinland, bei der Preisverleihung am 4. Dezember 2007 in Köln.

Bereits seit langem engagiert sich das DIMDI für die Integration von schwerbehinderten Menschen und hat allein innerhalb der vergangenen fünf Jahre den Anteil von schwerbehinderten Menschen fast verdoppelt: Seit 2002 wurden insgesamt 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Handikap eingestellt, darunter fünf Auszubildende als Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste und als Programmierer. Heute arbeiten 19 Beschäftigte mit Handikap beim DIMDI, davon haben sieben einen unbefristeten Arbeitsplatz.

Anlässlich der Urkundenübergabe betonte Staatssekretär Dr. Klaus Theo Schröder: "Die Integration schwerbehinderter Menschen in das Arbeitsleben ist dem Bundesministerium für Gesundheit ein wichtiges Anliegen. In unserem Geschäftsbereich wird auf diesem Gebiet gute Arbeit an vielen Stellen geleistet. Das zeigt sich vorbildlich am Beispiel des DIMDI. Schwerbehinderte Menschen sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit betroffen. Dies kann nur durch gemeinsame Anstrengungen und besondere Maßnahmen geändert werden. Daher haben wir uns zusammen mit dem Landschaftsverband Rheinland intensiv darum bemüht neue Wege zu gehen. Wir haben eine Reihe von Initiativen und Projekten im Geschäftsbereich des Bundesgesundheitsministeriums angestoßen. Bereits jetzt können wir sagen: Unser Engagement hat sich gelohnt. Hierauf gilt es aufzubauen. Ich wünsche mir, dass noch viele weitere Auszeichnungen für behindertenfreundliches Verhalten folgen."

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2002 wurden im Rahmen einer ersten Qualifizierungsmaßnahme im DIMDI drei Schwerbehinderte eingestellt. Das erste so genannte Tandem-Modell startete bei den Auszubildenden ein Jahr später: Ein schwerbehinderter Auszubildender wurde unterstützt durch eine zusätzliche Auszubildende. Versäumtes arbeiteten sie zusammen erfolgreich auf - was nicht zuletzt die glänzenden Abschlusszeugnisse der beiden belegen.

"Als Institut im Geschäftsbereich des BMG fühlt sich das DIMDI besonders verpflichtet, Jugendliche mit Handikap zu fördern und wirkungsvolle Lösungen für die Integration von Menschen mit Handikap in die Berufspraxis zu finden.", stellt der Institutsdirektor Dr. Dietrich Kaiser fest und will die erfolgreiche Integrationsarbeit beim DIMDI fortführen.

Das außergewöhnliche Engagement der Vertrauensfrau für Schwerbehinderte im DIMDI, Sibille Windhof, und ihre erfolgreiche Integrationsarbeit haben maßgeblich dazu beigetragen, dass der LVR das Institut jetzt ausgezeichnet hat. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Gesundheit und in enger Zusammenarbeit mit Arbeitsagenturen, Fürsorgestellen, Integrationsämtern, Integrationsfachdiensten und sozialen Diensten von Kliniken, mit Personalrat, Schwerbehindertenvertretung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DIMDI hat sie die Integrationsziele verwirklicht.

Mit dem "Prädikat behindertenfreundlich" zeichnet der LVR seit 1998 private oder öffentliche Arbeitgeber aus, die sich in besonderer Weise für die Beschäftigung behinderter und gleichgestellter Menschen einsetzen. Mit der Auszeichnung nehmen die Preisträger eine Vorbildfunktion ein, indem sie zeigen, wie erfolgreich behinderte Menschen in das Arbeitsleben integriert werden können. Eine unabhängige Kommission wählt unter allen vorgeschlagenen Arbeitgebern jedes Jahr fünf Preisträger aus.

Das DIMDI stellt hochwertige Informationen für alle Bereiche des Gesundheitswesens zur Verfügung. Es entwickelt und betreibt datenbankgestützte Informationssysteme für Arzneimittel- und Medizinprodukte und verantwortet ein Programm zur Bewertung medizinischer Verfahren und Technologien (Health Technology Assessment, HTA). Das DIMDI ist Herausgeber amtlicher medizinischer Klassifikationen wie ICD-10-GM oder OPS und pflegt medizinische Terminologien, Thesauri, Nomenklaturen und Kataloge (z. B. MeSH, UMDNS, Alpha-ID, LOINC, OID), die u.a. für die Gesundheitstelematik von Bedeutung sind.

Das DIMDI ermöglicht den Online-Zugriff auf seine Informationssysteme und 70 Datenbanken aus der gesamten Medizin. Dazu entwickelt und pflegt es moderne Software-Anwendungen und betreibt ein eigenes Rechenzentrum.

Susanne Breuer | idw
Weitere Informationen:
http://www.dimdi.de

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