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RoboCup als Test für künstliche Intelligenz

06.12.2007
Deutsche Teams haben gute Chancen auf WM-Titel

Der RoboCup geht mit dem Start der Teamanmeldungen für die German Open im April 2008 in die nächste Runde. Der internationale Robotikwettbewerb, der sich das Vorantreiben der Entwicklung künstlicher Intelligenz zum Ziel gesetzt hat, war im vergangenen Jahr eines der Highlights der Hannover Messe. Aufgrund des großen Erfolgs soll auch dieses Jahr ein eigener Sonderausstellungsbereich für "Mobile Roboter und Autonome Systeme" auf der Messe präsentiert werden. Bekannt geworden ist der RoboCup vor allem als Fußballweltmeisterschaft für Roboter. Eigentlich verbirgt sich aber eine sehr wissenschaftliche Absicht hinter dem Wettbewerb: Es soll der Versuch unternommen werden, Systeme mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln, die autonom mit schwierigen Situationen und Problemstellungen zurechtkommen und gemeinsam mit Menschen agieren können.

"Es gibt eine bestimmte Idee, die hinter dem RoboCup steht und erklärt, warum wir so etwas machen", meint Stefan Czarnetzki, Leiter eines am Cup teilnehmenden Teams des Instituts für Roboterforschung der Technischen Universität in Dortmund, gegenüber pressetext. "Wir wollen testen, wie weit künstliche Intelligenz tatsächlich schon ist", erklärt der diplomierte Informatiker. Angefangen habe alles mit der Entwicklung von Schachprogrammen. "Als einfaches, regelbasiertes Spiel erwies sich Schach aber als zu simpel. Auf eine bestimmte Aktion folgt immer eine berechenbare Reaktion", erläutert Czarnetzki. Als Konsequenz sei man einen Schritt weiter gegangen: "Als nächste Stufe hat man dann damit begonnen, künstliche Intelligenz in einem dynamischen Umfeld zu erproben", schildert Czarnetzki.

"So ist man dann schließlich auch beim Fußball gelandet", ergänzt der Roboterforscher. Fußball sei ein Sport, den jeder kenne und könne deshalb besonders zur Steigerung der Bekanntheit solcher Roboterwettkämpfe beitragen. Die Vorgabe, spätestens 2050 die menschlichen Fußballweltmeister mit einer Robotermannschaft schlagen zu wollen, sei dabei nur Mittel zum Zweck des als Forschungsförderung initiierten Wettbewerbs, der auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt wird. Man freue sich aber über die mittlerweile erreichte Bekanntheit des Events. "Neben dem klassischen Fußball-Wettbewerb gibt es noch zwei andere Disziplinen für Rettungs- und Serviceroboter", so Czarnetzki.

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"Der erste offizielle RoboCup fand 1997 in Japan statt", blickt Czarnetzki zurück. Seit rund fünf Jahren nehme man selbst als Team an dem Wettbewerb teil. "Im Jahr 2005 sind wir in Japan sogar Weltmeister in der Kategorie der Four-Legged-Roboter geworden", erzählt der Wissenschaftler stolz. Auch bei der diesjährigen RoboCup-WM in Atlanta gingen mehrere Titel in den Senioren-Ligen nach Deutschland. In den RoboCupJunior-Ligen errangen 13 der 19 qualifizierten deutschen Nachwuchsteams Pokale für ihre Platzierungen.

Die im Auftrag des deutschen RoboCup-Nationalkomitees als Kooperationsveranstaltung von Fraunhofer IAIS und der Deutschen Messe veranstalteten German Open waren mit 46 Seniorteams aus 13 Ländern und 105 Juniorteams in diesem Jahr das größte RoboCup-Ereignis neben der Weltmeisterschaft. RoboCup-Teams, die im nächsten Jahr dabei sein wollen, können sich jetzt bis zum 8. Januar 2008 auf der deutschen RoboCup-Webseite http://www.robocup-german-open.de anmelden.

Markus Steiner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.robocup.org
http://www.irf.uni-dortmund.de
http://www.robocup-german-open.de

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