Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

J. J. Becher-Preis 2007

04.12.2007
Am 7. Dezember 2007 wird der diesjährige Wissenschaftspreis der Johann Joachim Becher-Stiftung Speyer um 17 Uhr in der Aula der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer verliehen. Den Festvortrag hält der ehemalige Bundesumweltminister und langjährige Leiter des Umweltprogramms der UNO Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Klaus Töpfer. Er wird über die Rolle von Wissenschaft und Technik bei der Bewältigung der Herausforderungen unserer Zeit referieren.

Die 1991 ins Leben gerufene Johann Joachim Becher-Gesellschaft und die von dieser 1997 gegründete Johann Joachim Becher-Stiftung wollen die Erinnerung an den 1635 in Speyer geborenen Universalgelehrten Becher aufrecht erhalten und seine Gedankenwelt analog auf unsere Zeit anwenden. Die Stiftung tut dies durch die periodische Auslobung von Wissenschaftspreisen auf Feldern, mit denen sich auch Becher befasste und die bis heute wichtig sind.

Nach der Relevanz merkantilistischen Gedankenguts in einer globalisierten Welt (2000), Technik und Gesellschaft (2003) und Medizin zwischen Machbarkeit, Sinnhaftigkeit und Bezahlbarkeit (2005) steht die Chemie im Mittelpunkt des Becher-Preises 2007. Diese Naturwissenschaft macht in letzter Zeit in Verbindung mit Nano-, Gen-, Bio- und Informationstechnoogie und weiteren Disziplinen viel beachtete Erkenntnisfortschritte, die ihre ganz besondere Bedeutung vor dem Hintergrund der Herausforderungen unserer Zeit gewinnen, denkt man allein an die wachsende Weltbevölkerung mit ihrem unermesslichen Energie- und Ressourcenbedarf oder die bedrohlichen ökologischen und klimatischen Szenarien. Die Anwendung chemischen Wissens zur Bewältigung dieser großen Herausforderungen erscheint heute ebenso wichtig wie zu Bechers Zeiten. Gleichwohl sieht sich die Chemie derzeit erheblichen Akzeptanzschwierigkeiten gegenüber, die zu verzögerten Erkenntnisumsetzungen ebenso führen wie zu engmaschigen Regulierungen.

Mit Blick auf dieses Spannungsfeld wurde der diesjährige Becher-Preis unter dem Titel: "Die Chemie zwischen Phobie und Akzeptanz - Wie kann die Lücke zwischen Unwissenheit und Innovation geschlossen werden?" ausgelobt.
... mehr zu:
»Wissenschaftspreis

Eine hochkarätige Jury hat sich unter Leitung von Dr. Hans Güsten der Bewertung der zahlreich eingereichten Arbeiten angenommen und sich für Prof. Dr. Michael W. Tausch von der Bergischen Universität Wuppertal als Preisträger entschieden. Er erhält den mit 5.000 Euro dotierten J. J. Becher-Preis 2007.

Daneben wird die Jury Anerkennungsurkunden überreichen an Dr. M. Amme und M. Garrecht, Prof. Dr. Michael A. Anton, Universität München, sowie das "JungChemikerForum" der Universität Regensburg.

Dr. Klauspeter Strohm | idw
Weitere Informationen:
http://www.dhv-speyer.de

Weitere Berichte zu: Wissenschaftspreis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Berührungslose Ladesysteme
16.11.2017 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Studenten nehmen mit Frühwarnsystem für Geisterfahrer an internationalem Wettbewerb in Peking teil
15.11.2017 | Universität des Saarlandes

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte