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Verleihung des Braunschweiger Forschungspreises 2007

13.11.2007
Erster Preisträger Prof. Dr. Sebastian Thrun

Dem deutschen Forscher für Künstliche Intelligenz an der Stanford University, Prof. Dr. Sebastian Thrun, wurde am 10. November 2007 der Braunschweiger Forschungspreis in Deutschlands Stadt der Wissenschaft 2007 verliehen. Thrun erhielt den, mit 30.000 Euro dotierten, Preis für seine international herausragenden, interdisziplinären Forschungsleistungen bei der Konzeption und Realisation eines unbemannten Roboterfahrzeuges, welches 2005 den DARPA Grand Challenge gewann. Vor einer Woche belegte das Team mit dem Passat "Junior" einen zweiten Platz im Urban Challenge 2007.

"Mit Prof. Sebastian Thrun zeichnen wir einen Forscher aus, der auf internationalem Spitzenniveau interdisziplinär arbeitet und sich mit besonderem Engagement für Transfer und Nutzung von Wissenschaft in der Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt.", so begründete Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann die Wahl. "Mit der erstmaligen Vergabe dieses Forschungspreises unterstreicht die Braunschweiger Region aber auch gleichzeitig national und international ihre europaweit attestierte Spitzenposition in der Forschung."

Prof. Jürgen Hesselbach, Präsident der Technischen Universität Braunschweig, betonte in seiner Rede: "Wir zeichnen einen herausragenden interdisziplinären Forschungsansatz aus, der in das Profil der Braunschweiger Wissenslandschaft passt. Angespornt durch den Erfolg des Stanford Racing Teams mit "Stanley" im Oktober 2005, startete auch ein Team der TU Braunschweig seine Arbeiten an "Caroline" und konnte im Finale mit "Junior" sofort einen riesigen Erfolg einfahren. Wir werden auch in Zukunft noch viel voneinander lernen."

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Prof. Dr. Jürgen Leohold, Leiter der Volkswagen Konzernforschung, hob in seiner Laudatio die herausragende Bedeutung der Forschungsergebnisse hervor: "Prof. Dr. Thrun hat mit seiner Arbeit einen großen Schritt in die mobile Zukunft getan. Viele wichtige Erkenntnisse wurden für die Bereiche Autonome Robotik und Maschinelles Lernen geliefert. Wir sind stolz auf die sich entwickelnde Kooperation mit diesem engagierten und herausragenden Forscher."

Zur Jury des Braunschweiger Forschungspreises gehören Ministerpräsident Christian Wulff, Prof. Dr. Christian Floto, Abteilungsleiter "Wissenschaft und Bildung", Deutschlandfunk , Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Büro Berlin, Prof. Dr. Helga Rübsamen-Waigmann, Geschäftsführerin der AiCuris GmbH & Co KG, Bayer Pharmazentrum, Prof. Dr. rer. nat. Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und Der Braunschweiger Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann als Vorsitzender der Jury. Anlässlich der Verleihung des Braunschweiger Forschungspreises 2007 wurden von der Volkswagen AG Wolfsburg die beiden berühmten Preisträger des DARPA Finales Touareg "Stanley" 2005 und Passat "Junior" 2007 präsentiert. Die Veranstaltung fand mit im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig statt.

Werdegang Prof. Dr. Thrun
Prof. Sebastian Thrun absolvierte sein Informatikstudium an den Universitäten Hildesheim und Bonn. An der Carnegie Mellon University spezialisierte er sich auf Robotik und maschinelles Lernen. Seit 2004 leitet er das Labor für Künstliche Intelligenz der Stanford University.

Ausführliche Informationen zum Braunschweiger Forschungspreis, zur Jury und zum Preisträger finden Sie in der Pressemappe unter www.braunschweig.de/pressemappe-bfp.

Braunschweiger Forschungspreis

Die Stadt Braunschweig, die im Jahre 2007 vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft mit dem Titel "Deutschlands Stadt der Wissenschaft 2007" wegen ihres enormen Forschungspotentials und der hervorragenden Netzwerke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Kommune ausgezeichnet wurde, verleiht auf Vorschlag der Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Region alle 2 Jahre einen mit 30.000 € dotierten Forschungspreis. Der Preis zeichnet international herausragende interdisziplinär erzielte Forschungsergebnisse in den Technik-, Lebens- oder Kulturwissenschaften aus. In die Auswahl der Jury fließen besonderes Engagement der Wissenschaftler für Transfer und Nutzung von Wissenschaft in Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Der Braunschweiger Forschungspreis ist der Nachfolger des Braunschweig Preises. Er wurde am 10. November 2007 erstmalig vergeben und ist mit 30.000 Euro dotiert. Träger des Preises sind die Stadt Braunschweig und der Verein ForschungRegion Braunschweig e. V.

Susanne Thiele | idw
Weitere Informationen:
http://www.braunschweig.de/pressemappe-bfp

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