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Forschung zur Evolution von Magmen mit Albert Maucher-Preis belohnt

08.11.2007
Für seine Forschungen zur Evolution von Magmen und zur Entstehung von Erzlagerstätten wird der Bayreuther Geowissenschaftler Dr. David Dolejš heute in München mit dem mit 10.000 € dotierten Albert Maucher-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet.

Der 33jährige Tscheche arbeitet seit etwa zwei Jahren am Bayerischen Geoinstitut der Universität Bayreuth und wendet in zahlreiche Kooperationen mit andere Wissenschaftlern seine herausragenden Fähigkeiten zur thermodynamischen Modellierung auf die unterschiedlichsten Probleme von der Erdkruste über den Erdmantel bis zum Erdkern an.

Bayreuth (UBT). Wieder ein großer Erfolg für einen Bayreuther
Nachwuchswissenschaftler. Dr. David Dolejš, Wissenschaftler am Bayerischen Geoinstitut der Universität Bayreuth erhält heute in München den mit 10.000 Euro dotierten Albert Maucher-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).

Der 33-jährige Dolejš beschäftigt sich vorwiegend mit der Evolution von Magmen und der Entstehung von Erzlagerstätten. Durch Experimente im Labor sowie durch theoretische Untersuchungen konnte er insbesondere die Rolle des Elements Fluor bei der Entwicklung von Granitmagmen aufklären.

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»Evolution »Geoinstitut »Magma

Es ist seit langem bekannt, dass bestimmte Erzlagerstätten, wie etwa die alten, im Mittelalter abgebauten Zinnerzlagerstätten des Fichtelgebirges, immer verknüpft sind mit Fluor-reichen Graniten. Dolejš konnte in einigen sehr eleganten Experimenten zeigen, dass sich bei Zugabe von Fluor aus einer Granitschmelze eine Fluor-reiche Schmelze entmischt.

Er konnte auch ein Modell entwickeln, mit dem man die Kristallisation einzelner Minerale aus einem Granitmagma sehr genau vorhersagen kann. Umgekehrt kann man mit diesem Modell aus Geländebefunden Rückschlüsse auf das ursprüngliche Granitmagma und damit auf seine Fähigkeit zur Bildung von Erzlagerstätten ziehen. Die Ergebnisse sind daher von großem praktischem Nutzen bei der Suche nach neuen Lagerstätten.

David Dolejš wuchs in Tschechien auf und sammelte schon als Kind Mineralien. Er hat 1997 das Studium der Geowissenschaften an der Karls-Universität in Prag mit Auszeichnung abgeschlossen. 2004 promovierte er ebenfalls mit Auszeichnung an der McGill-Universität in Montreal (Kanada).

Seit etwa zwei Jahren arbeitet er am Bayerischen Geoinstitut in Bayreuth, wo er seine eigenen Forschungsinteressen weiterverfolgt, gleichzeitig aber zahlreiche Kooperationen mit andere Wissenschaftlern aufgebaut hat, in denen er seine herausragenden Fähigkeiten zur thermodynamischen Modellierung auf die unterschiedlichsten Probleme von der Erdkruste über den Erdmantel bis zum Erdkern anwendet. Am Bayerischen Geoinstitut koordiniert Dr. Dolejš auch die Graduiertenschule "Oxide" im Elitenetzwerk Bayern und beteiligt sich an der Ausbildung von Doktoranden.

Die herausragenden wissenschaftlichen Leistungen des jungen Forschers spiegeln sich auch in mehreren Auszeichnungen und Stipendien wider, die ihm während seiner Ausbildung in Europa und Nordamerika verliehen wurden.

Der Albert Maucher-Preis für Geowissenschaften wird in der Regel alle zwei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an junge (bis etwa 35 Jahre) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die hervorragende Forschungsergebnisse erzielen konnten, "auch wenn sie dabei unkonventionelle Wege gegangen sind". Den mit etwa 10.000 € dotierten Preis hat der Münchner Geologe Albert Maucher gestiftet.

Weitere Informationen bei:
David Dolejš Ph. D.
Bayerisches Geoinstitut
der Universität Bayreuth
Tel. 0921/55-3718
e-mail: david.dolejs@uni-bayreuth.de

Jürgen Abel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bgi.uni-bayreuth.de/

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