Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Albert Maucher-Preis 2007 für exzellenten Nachwuchs in den Geowissenschaften

07.11.2007
DFG zeichnet Forschungen zu Methanoxidation und thermodynamischen Modellen aus

Hervorragende Forschungsergebnisse zweier Nachwuchswissenschaftler auf dem Gebiet der Geowissenschaften zeichnet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 8. November 2007 mit dem Albert Maucher-Preis aus. Dr. Martin Blumenberg vom Institut für Biogeo- und Meereschemie der Universität Hamburg erhält den Preis für seine Untersuchungen zur anae-roben Methanoxidation, Dr. David Dolejs vom Bayerischen Geoinstitut an der Universität Bayreuth für seine Arbeiten zur Entwicklung komplexer thermodynamischer Modelle für flu-orhaltige Silikatschmelzen.

Der mit je 10 000 Euro dotierte Albert Maucher-Preis wird in der Regel alle zwei Jahre an junge Geowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler vergeben, die exzellente Forschungspro-jekte realisiert haben. Dabei sollen nach dem Willen des Stifters ausdrücklich auch unkonven-tionelle Forschungsansätze und -methoden ausgezeichnet werden. Albert Maucher wurde zu Beginn seiner wissenschaftlichen Karriere ebenfalls von der DFG gefördert.

Die Preisträger 2007:

Dr. Martin Blumenberg (36), Universität Hamburg

Martin Blumenberg hat auf dem Gebiet der organischen Geochemie/Isotopengeochemie die anaerobe Methanoxidation erforscht, die in Sedimenten des Meeres auftritt und für etwa 90 Prozent des natürlichen Abbaus des wichtigen Treibhausgases Methan verantwortlich ge-macht wird. Die von ihm untersuchten geobiologischen und biogeochemischen Aspekte sind nicht nur für die heutige, sondern auch für die frühere Klimaentwicklung der Erde von zentra-ler Bedeutung. Mit seinen Arbeiten hat Blumenberg die Bedeutung methanotropher Bakterien sichtbar gemacht.

Dr. David Dolejs (33), Universität Bayreuth

David Dolejs hat auf dem Gebiet der Hochdruckmineralogie wertvolle Beiträge zur experi-mentellen Simulation von geochemischen Zyklen im Inneren unseres Planeten geleistet. Er erforscht unter anderem die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Schmelzen und Flu-idphasen in Multiphasensystemen und entwickelte ein thermodynamisches Modell für silikat-haltige Schmelzen, das die komplexe Phasenmischung und Schmelzstruktur besser verstehen lässt. Seine Arbeiten im Grenzgebiet von Materialwissenschaften, Chemie, Ingenieurwesen und Mineralphysik tragen nicht zuletzt zur Erforschung von Erzlagerstätten bei.

Weitere Informationen

Porträts und Lebensläufe der beiden Preisträger sind online abrufbar unter www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/maucher_preis/index.html.

Weitere Informationen zum Albert Maucher-Preis finden Sie unter www.dfg.de/forschungsfoerderung/preise/albert_maucher_preis.html.

Weitere Auskünfte zum Albert Maucher-Preis erteilt in der DFG-Geschäftsstelle Dr. Sören Dürr, Gruppe Physik, Mathematik, Geowissenschaften, Tel. +49 228 885-2328, Soeren.Duerr@dfg.de.

Dr. Eva-Maria Streier | idw
Weitere Informationen:
http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/preise/albert_maucher_preis.html

Weitere Berichte zu: Geowissenschaft Methanoxidation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Millionen für die Krebsforschung
20.09.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Ausschreibung des Paul-Martini-Preises 2018 für klinische Pharmakologie
19.09.2017 | Paul-Martini-Stiftung (PMS)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Im Focus: Ultrakurze Momentaufnahmen der Dynamik von Elektronen in Festkörpern

Mit Hilfe ultrakurzer Laser- und Röntgenblitze haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (Garching bei München) Schnappschüsse der bislang kürzesten Bewegung von Elektronen in Festkörpern gemacht. Die Bewegung hielt 750 Attosekunden lang an, bevor sie abklang. Damit stellten die Wissenschaftler einen neuen Rekord auf, ultrakurze Prozesse innerhalb von Festkörpern aufzuzeichnen.

Wenn Röntgenstrahlen auf Festkörpermaterialien oder große Moleküle treffen, wird ein Elektron von seinem angestammten Platz in der Nähe des Atomkerns...

Im Focus: Ultrafast snapshots of relaxing electrons in solids

Using ultrafast flashes of laser and x-ray radiation, scientists at the Max Planck Institute of Quantum Optics (Garching, Germany) took snapshots of the briefest electron motion inside a solid material to date. The electron motion lasted only 750 billionths of the billionth of a second before it fainted, setting a new record of human capability to capture ultrafast processes inside solids!

When x-rays shine onto solid materials or large molecules, an electron is pushed away from its original place near the nucleus of the atom, leaving a hole...

Im Focus: Quantensensoren entschlüsseln magnetische Ordnung in neuartigem Halbleitermaterial

Physiker konnte erstmals eine spiralförmige magnetische Ordnung in einem multiferroischen Material abbilden. Diese gelten als vielversprechende Kandidaten für zukünftige Datenspeicher. Der Nachweis gelang den Forschern mit selbst entwickelten Quantensensoren, die elektromagnetische Felder im Nanometerbereich analysieren können und an der Universität Basel entwickelt wurden. Die Ergebnisse von Wissenschaftlern des Departements Physik und des Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel sowie der Universität Montpellier und Forschern der Universität Paris-Saclay wurden in der Zeitschrift «Nature» veröffentlicht.

Multiferroika sind Materialien, die gleichzeitig auf elektrische wie auch auf magnetische Felder reagieren. Die beiden Eigenschaften kommen für gewöhnlich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Autonomes Fahren wirft viele Fragen auf

20.09.2017 | Veranstaltungen

»Laser in Composites Symposium« in Aachen – von der Wissenschaft in die Anwendung

19.09.2017 | Veranstaltungen

Biowissenschaftler tauschen neue Erkenntnisse über molekulare Gen-Schalter aus

19.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Molekulare Kraftmesser

20.09.2017 | Biowissenschaften Chemie

Von der Weser bis zur Nordsee: PLAWES erforscht Mikroplastik-Kontaminationen in Ökosystemen

20.09.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strom im Flug erzeugen

20.09.2017 | Energie und Elektrotechnik