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Erstmals verliehener Preis für geriatrische Onkologie geht nach Jena

02.11.2007
Dr. Ulrich Wedding erhält 10.000 Euro für Forschung zu besonderen Anforderungen älterer Krebskranker

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Förderpreis "Geriatrische Onkologie" der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie e. V. (DGHO) und der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) geht an einen Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena (UKJ).

Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung der deutschen, österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften für Hämatologie und Onkologie im Oktober 2007 in Basel an den Jenaer Mediziner Dr. Ulrich Wedding verliehen. Der Onkologe von der Klinik für Innere Medizin II am UKJ erhält den Preis für seine jahrelange wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der geriatrischen Onkologie und sein medizinisches Engagement in der Betreuung und Behandlung älterer Tumorpatienten.

"Ältere Tumorpatienten haben andere Ansprüche an Therapien und auch andere Voraussetzungen als jüngere Krebskranke", sagt Onkologe Dr. Ulrich Wedding vom Universitätsklinikum Jena. "Während in jungen Jahren vor allem die Heilung, auch unter Einsatz körperlich belastender Therapiemethoden, im Vordergrund steht, ist es für ältere Patienten oft wichtig, möglichst lange eine gute Lebensqualität trotz der Erkrankung wahren zu können", führt der Experte für geriatrische Onkologie aus.

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Hinzu kommt, dass bei betagten Krebskranken die Therapiemethoden so angepasst werden müssen, dass sie den durch das Alter veränderten physischen Möglichkeiten Rechnung tragen. Das in der Vergangenheit für Therapieentscheidungen oft genutzte kalendarische Alter eines Patienten, ob er 70, 75 oder 80 Jahre alt ist, muss durch Instrumente ersetzt werden, die das tatsächliche biologische Alter des Patienten besser beschreiben.

Wedding untersucht seit 1999 gemeinsam mit den Kollegen der Klinik für Innere Medizin II die Besonderheiten in der Behandlung älterer krebskranker Menschen. "Vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Steigerungen sowohl der Anzahl Hochbetagter als auch der Zahl der Krebserkrankungen ist es notwendig, mögliche alterspezifische Unterschiede zu erkennen und zu berücksichtigen, um unseren Patienten eine individuell geeignete Behandlung anbieten zu können", ist Prof. Dr. Klaus Höffken, Direktor der Klinik für Innere Medizin II, überzeugt.

Ansprechpartner:
Dr. Ulrich Wedding
Klinik für Innere Medizin II, Universitätsklinikum Jena
Tel.: 03641/9324201
E-Mail: Ulrich.Wedding[at]med.uni-jena.de

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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