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BMWi startet Ideenwettbewerb THESEUS TALENTE 2008

23.10.2007
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie startet einen Ideenwettbewerb für Nachwuchstalente im Rahmen des Leuchtturmprojekts THESEUS.

Mit dem Wettbewerb THESEUS TALENTE 2008 sollen Talente in Deutschland eine Chance erhalten, an dem Internet der Zukunft mitzuarbeiten. Mit dem Wettbewerb ist sichergestellt, dass Entwicklungen von Nachwuchswissenschaftlern, Studierenden, Schülern, Programmierern und Tüftlern, außerhalb des Konsortiums in THESEUS eingebracht werden können.

Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Dagmar Wöhrl, sagte anlässlich der Vorstellung des Wettbewerbes: "Mit dem Talentwettbewerb will die Bundesregierung einen Beitrag zur Steigerung der Attraktivität des Wirtschafts- und Forschungsstandortes Deutschland leisten, der aktuell vom akuten Fachkräftemangel und dem internationalen Kampf um Talente in der IT-Branche geprägt ist."

Stefan Wess, Geschäftsführer des THESEUS-Konsortialführers und der arvato Bertelsmann Tochter empolis, sagte: "Die beteiligten Unternehmen und Forschungseinrichtungen öffnen sich mit diesem Wettbewerb für neue Ideen für das Internet der Zukunft. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Deutschlands Talente die Dienste und semantischen Technologien der Zukunft vorstellen".

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In der Ausschreibung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) werden ca. 30 Fragestellungen aus der breiten Vielfalt des gesamten Forschungsprogramms vorgestellt: Von konkreten softwaretechnischen Realisierungen für Bildqualitätsanalyse und Ontologien bis hin zu Fragen, wie die Internet-Communities des Web 2.0 mit neuartigen Technologien des semantischen Findens verknüpft werden können. Eine wichtige Rolle spielt dabei, welche Szenarien für die zukünftige Nutzung des Internets der Dienste entwickelt werden.

"Wir versprechen uns gerade von den Nachwuchstalenten im IKT-Bereich neue Impulse bei der Ausgestaltung künftiger webbasierter Wissensinfrastrukturen. Welche neuartigen Dienstleistungen und Plattformen wären vorstellbar? Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt," sagte Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI).

Die Teilnahmebedingungen und Ausschreibungsunterlagen des Wettbewerbs stehen zum Herunterladen auf www.theseus-programm.de bereit. Einsendeschluss ist der 14. April 2008. Den Gewinnern des Wettbewerbs winken attraktive Geldpreise bis zu 10.000 Euro und die Chance, ihre Ideen bei Unternehmen und Forschungseinrichtungen des THESEUS-Konsortiums umzusetzen und bei der Entwicklung des Internets der Zukunft mitzuarbeiten.

Das THESEUS-Forschungsprogramm ist Ende Juli 2007 gestartet. Es war auf dem IT-Gipfel im Dezember 2006 als Leuchtturmprojekt der Bundesregierung angekündigt worden. Zahlreiche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten betreiben vielfältige Forschungsprojekte zur Entwicklung anwendungsorientierter Basistechnologien und technischer Standards für eine neue internetbasierte Wissensinfrastruktur. Diese Basistechnologien werden von den Industriepartnern im Konsortium in 6 Anwendungsszenarien prototypisch umgesetzt und erprobt. Dabei soll überprüft werden, wie diese neuen Technologien zeitnah in innovative Werkzeuge, Dienste für neue Märkte und erfolgversprechende Geschäftsmodelle für das WorldWideWeb und andere internetbasierte Netzwerke umgesetzt werden können.

Das Programm hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird vom BMWi mit ca. 90 Mio. Euro gefördert. Die für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehenden Mittel verteilen sich je zur Hälfte auf Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzliche 90 Mio. Euro werden als Eigenmittel der beteiligten Partner aus Industrie und Forschung aufgebracht, so dass insgesamt rd. 180 Mio. Euro in die zukunftsweisenden Forschungsarbeiten fließen.

Das THESEUS-Konsortium wird durch die empolis GmbH, einer Tochtergesellschaft der arvato AG, koordiniert. Zum Konsortium gehören Siemens, SAP, empolis, Lycos Europe, Deutsche Nationalbibliothek, sowie Deutsche Thomson oHG, intelligent views, m2any, Moresophy, Ontoprise, Festo, Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) und das Institut für Rundfunktechnik. Dabei arbeiten die industriellen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen eng mit den öffentlichen Forschungspartnern zusammen. Dazu gehören international anerkannte Experten des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), des Forschungszentrums Informatik (FZI), der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und Technischen Universität (TU) München, der TU Darmstadt, der Universität Karlsruhe (TH), der TU Dresden und der Universität Erlangen. Darüber hinaus beteiligen sich neun Institute der Fraunhofer-Gesellschaft.

Thomas Huber | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.theseus-programm.de

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