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Finalisten für den Deutsche Börse Photography Prize 2008 ausgewählt

16.10.2007
Die vier Finalisten des Deutsche Börse Photography Prize 2008 sind John Davies, Jacob Holdt, Esko Männikkö und Fazal Sheikh. Der Preis, den die Deutsche Börse als Titelsponsor unterstützt, wird am 5. März 2008 von der Photographers’ Gallery in London vergeben, wo die Ausstellung auch erstmals gezeigt wird.

Der Deutsche Börse Photography Prize zeichnet jährlich einen zeitgenössischen Fotokünstler beliebiger Nationalität aus, der im Zeitraum vom 1. Oktober 2006 - 30. September 2007 einen bedeutenden Beitrag zur europäischen Fotografie geleistet hat. Die Auswahl der diesjährigen Finalisten unterstreicht den Fokus auf Künstler, die sich in ihrer fotografischen Arbeit mit wichtigen sozialen und politischen Themen auseinandersetzen.

Die ausgewählten Fotografen sind:
John Davies (1949 in Großbritannien geboren) wurde für seine Ausstellung "The British Landscape" im National Media Museum in Bradford, Großbritannien (13. Oktober 2006 – 4. Februar 2007) in die Shortlist aufgenommen. Seine Panoramaaufnahmen in Schwarzweiß aus der Zeit von 1979 -

2005 dokumentieren die landschaftlichen Veränderungen in seiner Heimat im Zuge der Deindustrialisierung. Mit distanziertem Blick wird auf diesen Bildern Monumentales mit Banalem kombiniert; seine Arbeiten illustrieren mit großer Genauigkeit die gegenseitige Beeinflussung von Industrie und Siedlung im Zeitablauf.

Jacob Holdt (1947 in Dänemark geboren) wurde für seinen Bildband "Jacob
Holdt: United States 1970 – 1975" in die Shortlist aufgenommen. Anfang der Siebziger Jahre erkundete Holdt fünf Jahre per Anhalter die USA und dokumentierte dabei Szenen aus dem Leben der Menschen– vom Alltag der Menschen in ärmlichen Hütten bis zu den Salons der wohlhabendsten Familien des Landes. Als Mischung aus Reisetagebuch und politischem Essay dokumentieren seine Bilder die soziale Ungerechtigkeit und den Rassismus im Amerika der Nixon-Ära – ein eindrucksstarkes Kaleidoskop aus Intimität, Armut, Entfremdung und Protest.
Esko Männikö (1959 in Finnland geboren) wurde für seine Retrospektive "Cocktails 1990 – 2007" im Millesgarden in Stockholm, Schweden (1.

September - 4. November 2007) in die Shortlist aufgenommen. Als Portraitfotograf dokumentiert Männikkö mit viel Humor, Wärme und Integrität das Leben am Rande der Gesellschaft. "Cocktails" umfasst eine Auswahl von Portraits, Stillleben und Landschaftsbildern aus den Serien "Finnish Series", "Organized Freedom" und "Harmony Sisters". In den aus Funden zusammengestellten, schon etwas verwitterten Holzrahmen wirken seine Bilder zeitlos und fast wie Gemälde.

Fazal Sheikh (1965 in den USA geboren) wurde für seinen 2007 veröffentlichten Bildband "Ladli" in die Shortlist aufgenommen. Sheikh ist ein Künstler, der sich auch als Aktivist versteht und die Fotografie als Mittel einsetzt, bleibende Portraits von verschiedenen Kulturen zu schaffen. Im Rahmen seines jüngsten Projekts, Ladli, beschäftigt er sich mit den Auswirkungen der Vorurteile gegenüber Frauen in der zeitgenössischen indischen Gesellschaft und zeigt mit seinen kraftvollen Schwarzweiß-Portraits und den zugehörigen Bildkommentaren, in welchem Ausmaß Frauen in Indien immer noch Opfer uralter religiöser und kultureller Traditionen sind.

Die Mitglieder der diesjährigen Jury sind: Els Barents (Direktorin des Huis Marseille, Niederlande), Jem Southam (Fotograf, Großbritannien), Thomas Weski (Hauptkurator, Haus der Kunst) und Anne-Marie Beckmann, (Kuratorin der Art Collection Deutsche Börse). Den Vorsitz führte Brett Rogers.

„Diese Auswahl zeigt die Arbeit von vier Fotokünstlern mit einem ganz eigenen Stil, die ihren jeweiligen Motiven stark verbunden sind. Mit unterschiedlichem geographischem Fokus - Finnland, Indien, USA und Großbritannien - beschäftigt sich jeder der Künstler mit wichtigen Themen und illustriert die bedeutsame Rolle, die die Fotografie für unser Verständnis vom Leben im 21. Jahrhundert spielt." sagte Brett Rogers, Direktorin der Photographers' Gallery.

„Als Titelsponsor freuen wir uns, zusammen mit der Photographers' Gallery die vier Finalisten für den Deutsche Börse Photography Prize 2008 bekannt zu geben. Mit diesen Arbeiten unterstreicht der Deutsche Börse Photography Prize seinen Anspruch als internationale Auszeichnung für zeitgenössische Fotografie. Die Werke zeigen ein breites Themenspektrum und den unterschiedlichen Umgang mit dem Medium Fotografie. Wir freuen uns, die Arbeiten der vier Finalisten im nächsten Jahr bei C/O Berlin und in der Neuen Börse zu sehen," so Alexandra Hachmeister, bei der Deutschen Börse zuständig für Corporate Responsibility.

Die Photographers' Gallery fördert weiterhin neue Talente und zeigt mit Unterstützung des Titelsponsors Deutsche Börse die interessantesten Positionen internationaler Fotografie. Der Deutsche Börse Photography Prize ist einer der renommiertesten internationalen Kunstpreise.

Die Gruppe Deutsche Börse ist die größte Börsenorganisation der Welt und einer der wichtigsten Sponsoren im Bereich Fotokunst. Die Gruppe verfügt über eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Fotografie (Art Collection Deutsche Börse), die inzwischen mehr als 600 überwiegend großformatige Arbeiten von über 60 internationalen Künstlern umfasst. Ferner organisiert die Deutsche Börse an ihren beiden Hauptstandorten Frankfurt und Luxemburg Ausstellungen für junge Künstler und unterstützt Fotoausstellungen in Europa.

Informationen zur Deutsche Börse Art Collection sowie Anmeldungen zu Führungen im Internet unter www.deutsche-boerse.com/art.

Pressekontakt:
The Photgraphers’Gallery:
Sam Trenerry oder Sioban Ketelaar Tel +44 (0)20 7841 5050
E-Mail: press@photonet.org.uk oder besuchen Sie die Website:
www.photonet.org.uk
Deutsche Börse: Walter Allwicher/Leticia Adam Tel +49 (69) 21 11 15 00

Media Relations | Gruppe Deutsche Boerse
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-boerse.com/art

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