Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Osram-Forscher für Zukunftspreis nominiert

11.10.2007
Ein Forscherteam der Siemens-Tochter Osram ist in diesem Jahr für den Deutschen Zukunftspreis nominiert worden. Wie das Bundespräsidialamt am Donnerstag in Berlin mitteilte, wurde die spezielle Dünnfilm-Technik bei der Herstellung von Leuchtdioden und ihr Einsatz in der Ostar LED-Familie für den Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation vorgeschlagen. Der Preis ist mit 250.000 Euro dotiert und wird am 6. Dezember in Berlin von Bundespräsident Horst Köhler verliehen.

Dem nominierten Team gehören die Pioniere der Dünnfilmtechnologie Dr. Stefan Illek und Dr. Klaus Streubel als Vertreter von Osram sowie Dr. Andreas Bräuer vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik in Jena an. Es ist bereits das siebte Mal, dass Siemens-Forscher für den Preis nominiert wurden; 2005 und 2004 gehörten sie zu den Gewinnern.


Ein Beispiel für den Einsatz der Technik ist die Leuchtdiode (LED) Ostar Lighting. Sie ist eine der ersten aus einer neuen Generation von LED, die aufgrund ihrer Helligkeit uneingeschränkt für die Beleuchtung von Räumen geeignet ist. Die LED besitzt eine Leuchtkraft von mehr als 1000 Lumen. Mit dieser Leistung übertrifft der kleine Punktstrahler die Helligkeit einer 50-Watt-Halogenlampe. Die Ostar Lighting kann beispielsweise einen Schreibtisch aus zwei Metern Höhe ausreichend beleuchten. Wegen der geringen Größe ermöglicht sie auch gänzlich neue Lampenformen.

Ihre Helligkeit verdanken die LED der Ostar-Familie einer Kombination verschiedener Technologien: einem neuartigen Herstellungsverfahren für die leuchtenden Hochleistungschips, eine optimal angepasste Gehäuseplattform und einer speziell in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik entwickelten Optik. Die Dünnfilm-Technik ermöglicht, dass die LED fast das gesamte Licht nach oben abstrahlen können und daher wesentlich heller als frühere LED sind.

... mehr zu:
»LED

LED haben gegenüber anderen Lichtquellen viele Vorteile: Die Dioden sind extrem klein und haben einen niedrigen Verbrauch, da sie Strom sehr effizient in Licht umwandeln. Glühlampen wandeln nur einen Bruchteil des Stroms in Licht um, der Rest geht als Wärme verloren. Außerdem sind LED blei- und quecksilberfrei und somit sehr umweltverträglich. Sie halten etwa zehnmal länger als Halogenlampen und 50 Mal länger als Glühlampen, was auch die Wartungskosten deutlich senkt. (IN 2007.10.1)

Dr. Norbert Aschenbrenner | Siemens InnovationNews
Weitere Informationen:
http://www.siemens.de/innovation
http://www.osram.com
http://www.deutscher-zukunftspreis.de/

Weitere Berichte zu: LED

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Innovationslabor für neue Wege in die digitale Zukunft
24.03.2017 | Universität Augsburg

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der steile Aufstieg der Berner Alpen

24.03.2017 | Geowissenschaften

Stadtplanung im Klimawandel: HafenCity Universität Hamburg entwickelt Empfehlungen

24.03.2017 | Architektur Bauwesen

Ultradünne CIGSE-Solarzellen: Nanostrukturen steigern den Wirkungsgrad

24.03.2017 | Biowissenschaften Chemie