Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Tollkühne Studies mit ihrer rollenden Kiste

10.10.2007
Studierende der TU Berlin beteiligen sich am ChemCar Wettbewerb 2007 in Aachen

Ein Modellauto, das nur durch eine chemische Reaktion angetrieben wird, in einen Schuhkarton passt, nicht ferngesteuert wird und keine sicherheits- und umwelttechnischen Bedenken verursacht. Allein das Einhalten dieser technischen Anforderungen und Einschränkungen ist nicht einfach, doch sollte das Auto darüber hinaus noch eine vorgegebene Strecke mit einem ebenfalls vorgegebenen Zusatzgewicht exakt und ohne mechanische Bremse fahren.

Diese knifflige Aufgabe zu lösen ist das Ziel einer Gruppe Studierender der TU Berlin, die mit diesem Modellauto am ChemCar Wettbewerb 2007 teilnehmen. Insgesamt sind neun Racing-Teams am Start, die ihre Fahrzeuge mit Hilfe der Verfahrenstechnik ausschließlich durch (bio-)chemische Reaktionen fortbewegen und steuern. Eine Stunde vor dem Start des Wettbewerbs legt die Jury die Länge der zu durchfahrenden Strecke (zwischen 10 und 20 Metern) sowie die zu transportierende Ladung (bis zu 500 ml Wasser) fest. Das Team, das mit seinem Fahrzeug dem vorgegebenen Ziel am nächsten kommt, gewinnt. Zusätzliche Punkte werden für eine Posterpräsentation vergeben, bei der die Idee und die Kreativität bewertet wird. Dem Sieger-Team mit der höchsten Gesamtpunktzahl winkt nicht nur der ChemCar-Pokal, sondern auch ein Geldpreis von 2.000 Euro.

Das Team CarTalase der TU Berlin besteht aus drei Studierenden der Energie- und Verfahrenstechnik sowie vier Studentinnen und Studenten der Chemie. Betreut werden sie von Prof. Matthias Kraume, Institut für Prozess- und Verfahrenstechnik, sowie Prof. Reinhard Schomäcker, Institut für Chemie. Seit dem Frühjahr 2007 arbeiten die Studie-renden im Rahmen des Wahlfaches "Projekt Verfahrensplanung" an ihrem Modellauto der etwas anderen Art. Für den emissionsfreien Antrieb wird der katalytische Zerfall von Wasserstoffperoxid genutzt. Als Katalysator dient Katalase, ein Enzym, das in der Natur häufig vorkommt. Bei dieser Reaktion wird Wasserstoffperoxid in kurzer Zeit in Wasser und Sauerstoff zerlegt. Der Sauerstoff setzt über einen Druckgasantrieb das ChemCar in Bewegung. Der Druck, der durch das in die Zylinder einströmende Gas aufgebaut wird, bewegt die Kolben des Antriebssystems.

... mehr zu:
»Sauerstoff

Das Autorennen der tollkühnen Studierenden mit ihren rollenden Kisten wird von den kreativen jungen Verfahrensingenieuren (kjVI), der VDI-GVC Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen und der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. organisiert. Es findet im Rahmen des Studenten- und Doktorandenprogramms während der ProcessNet-Jahrestagung 2007 vom 16. bis 18. Oktober in Aachen statt.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr.-Ing. Matthias Kraume, Institut für Prozess- und Verfahrenstechnik der TU Berlin, Tel.: 030/314-23701, Fax: -21134, E-Mail: matthias.kraume@tu-berlin.de; Prof. Dr. Reinhard Schomäcker, Institut für Chemie der TU Berlin, Tel.: 030/314-24973, Fax: -79552, E-Mail: schomaecker@tu-berlin.de; Oliver Litzmann, Institut für Prozess- und Verfahrenstechnik der TU Berlin, E-Mail: oliver.litzmann@tu-berlin.de

Dr. Kristina R. Zerges | idw
Weitere Informationen:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

Weitere Berichte zu: Sauerstoff

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Rudolf-Virchow-Preis 2017 – wegweisende Forschung zu einer seltenen Form des Hodgkin-Lymphoms
23.06.2017 | Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V.

nachricht Repairon erhält Finanzierung für die Entwicklung künstlicher Herzmuskelgewebe
23.06.2017 | Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften