Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

EFIC-Grünenthal Grant 2007: Gewinner stehen fest!

25.09.2007
Die europäische Schmerzgesellschaft EFIC (European Federation of Chapters of the International Association for the Study of Pain, IASP) und das Pharmaunternehmen Grünenthal GmbH haben die Gewinner des diesjährigen EFIC-Grünenthal Grant bekannt gegeben.

Einmal jährlich fördert der Preis junge europäische Schmerzforscher finanziell bei der Realisierung ihrer Projekte über Schmerzmechanismen sowie innovative klinische Schmerzforschung. In diesem Jahr haben 29 junge Wissenschaftler aus acht Ländern Ihre Bewerbung um den mit insgesamt EUR 100.000 dotierten Förderpreis eingereicht.

Obwohl akuter Schmerz im Allgemeinen oftmals als Symptom einer Krankheit oder einer Verletzung eingeordnet wird, sind chronische Schmerzen spezifische Beschwerden, die als eigenständige Krankheit definiert werden müssen. Hierfür setzen sich EFIC und Grünenthal ein und fördern Projekte junger Wissenschaftler in der klinischen und experimentellen Schmerzforschung.

Prof. Marshall Devor, Ph.D., Vorsitzender des EFIC Forschungs- Komitees und Professor am Institut für Naturwissenschaften und Zentrum für Schmerzforschung der Hebräischen Universität in Jerusalem, erklärt: "Chronische Schmerzen wie Arthritis, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität von Millionen von Menschen in ganz Europa, fast 20% aller Erwachsenen sind betroffen. Trotzdem wird an den Hochschulen noch immer bedrückend wenig in die Aufklärung der Schmerzentstehung investiert.

... mehr zu:
»EFIC »Schmerzforschung

Grünenthal nimmt mit durch die Partnerschaft mit EFIC und dem EFIC-Grünenthal Grant-Programm hier eine Vorreiterrolle ein".

"Die Europäische Union gibt jährlich Milliarden von Euro für die Schmerzbehandlung aus. Ohne die Forschungsergebnisse junger Universitätswissenschaftler würde die Aufklärung der Mechanismen, die Schmerzen verursachen, kaum verstanden", so Wolfgang Becker, Geschäftsführer (ad interim) der Grünenthal GmbH. "Deswegen engagiert sich Grünenthal für diesen Forschungspreis und fordert die Europäische Union auf, chronischen Schmerz als eigenständige Krankheit und nicht nur als Symptom anzuerkennen. Schmerzen lindern bedeutet für den Patienten, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Das so gesparte Geld könnte etwa genutzt werden, um Heilungsmethoden für andere Krankheiten zu finden."

"Schmerz wird von Ärzten fast aller Fachrichtungen als 'bloßes Symptom' abgetan - trotz der Tatsache, dass Schmerzen der Hauptgrund für die Menschen sind, medizinische Hilfe aufzusuchen. Wir müssen damit beginnen, Schmerzen - zumindest chronischen Schmerz - als eigene Krankheit wahrzunehmen, die nur durch spezifische ärztliche Fortbildung und durch Erforschung der Ursachen geheilt werden kann", so Prof. Serdar Erdine, M.D., EFIC Präsident und Direktor der Abteilung Algologie der medizinischen Fakultät der Universität Istanbul.

Die Gewinner des diesjährigen EFIC Grünenthal Grant sind:

- Thomas Graven-Nielsen, Aalborg University, Denmark
'Referred pain related to 'Memory' in the nociceptive system'
- Valéry Legrain, Université Catholique de Louvain, Brussels,
Belgium
'Behavioural and neurophysiological explorations of cognitive
modulations of pain'
- Christian Netzer, Cologne University, Germany
'Comprehensive genetic analysis of the calcitonin-gene-related-
peptide pathway in migraine with aura'
- Markus Ploner, Technical University, Munich, Germany
'Gamma oscillations and human pain perception'
- Dieuwke Veldhuijzen, University of Utrecht, The Netherlands
'Functional imaging of sympathetic arousal in fibromyalgia'
Die Preisverleihung findet am 15. November 2007 in Aachen statt.
Die nächste Bewerbungsphase für den EFIC-Grünenthal Grant 2008 beginnt Oktober 2007. Weitere Informationen zum EFIC-Grünenthal Grant finden Sie unter www.e-g-g.info .

Über EFIC

Die Schmerzgesellschaft EFIC, Europäischer Dachverband der Sektionen der Internationalen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (IASP, International Association for the Study of Pain), ist eine multidisziplinäre Organisation im Bereich Schmerzwissenschaft und Medizin. Die Mitglieder setzen sich aus 30 Verbänden in insgesamt 33 Ländern zusammen. Gegründet im Jahr 1993 durch Prof. Ulf Lindblom, zählt die EFIC heute circa 18.000 Wissenschaftler, Ärzte, Pflegekräfte, Physiotherapeuten, Psychologen und andere Gesundheitsexperten aus ganz Europa zu ihren Mitgliedern. Diese widmen sich der Schmerzforschung und Behandlung von Schmerzpatienten.

Über Grünenthal

Grünenthal ist Experte für Arzneimittel in Schmerztherapie und Gynäkologie sowie Vorreiter für intelligente, anwenderfreundliche Darreichungsformen. Das 1946 gegründete Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 1900 Mitarbeiter, weltweit rund 4800. Der Umsatz 2006 betrug 813 Millionen Euro.

Anke Krüger-Hellwig | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.grunenthal.com
http://www.efic.org
http://www.e-g-g.info

Weitere Berichte zu: EFIC Schmerzforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht DFG fördert für weitere drei Jahre Forschungen zu Kieselalgen
22.03.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Effiziente Tools für bildgebende Studien
21.03.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Im Focus: Auf der Spur des linearen Ubiquitins

Eine neue Methode ermöglicht es, den Geheimcode linearer Ubiquitin-Ketten zu entschlüsseln. Forscher der Goethe-Universität berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von "nature methods", zusammen mit Partnern der Universität Tübingen, der Queen Mary University und des Francis Crick Institute in London.

Ubiquitin ist ein kleines Molekül, das im Körper an andere Proteine angehängt wird und so deren Funktion kontrollieren und verändern kann. Die Anheftung...

Im Focus: Tracing down linear ubiquitination

Researchers at the Goethe University Frankfurt, together with partners from the University of Tübingen in Germany and Queen Mary University as well as Francis Crick Institute from London (UK) have developed a novel technology to decipher the secret ubiquitin code.

Ubiquitin is a small protein that can be linked to other cellular proteins, thereby controlling and modulating their functions. The attachment occurs in many...

Im Focus: Physiker erzeugen gezielt Elektronenwirbel

Einem Team um den Oldenburger Experimentalphysiker Prof. Dr. Matthias Wollenhaupt ist es mithilfe ultrakurzer Laserpulse gelungen, gezielt Elektronenwirbel zu erzeugen und diese dreidimensional abzubilden. Damit haben sie einen komplexen physikalischen Vorgang steuern können: die sogenannte Photoionisation oder Ladungstrennung. Diese gilt als entscheidender Schritt bei der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom, beispielsweise in Solarzellen. Die Ergebnisse ihrer experimentellen Arbeit haben die Grundlagenforscher kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift „Physical Review Letters“ veröffentlicht.

Das Umwandeln von Licht in elektrischen Strom ist ein ultraschneller Vorgang, dessen Details erstmals Albert Einstein in seinen Studien zum photoelektrischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

Über Raum, Zeit und Materie

22.03.2017 | Veranstaltungen

Unter der Haut

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Neues Schiff für die Fischerei- und Meeresforschung

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Mit voller Kraft auf Erregerjagd

22.03.2017 | Biowissenschaften Chemie