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1,25 Millionen Euro für jungen Berliner Neurowissenschaftler

24.09.2007
BMBF fördert mit dem international ausgeschriebenen Bernstein Preis
herausragende Nachwuchs-Hirnforscher / Geld für Forschung mit eigener Arbeitsgruppe in Deutschland

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat am Montag den mit 1,25 Millionen Euro dotierten Bernstein Preis 2007 an den 36-jährigen Neurowissenschaftler Dr. Jan Benda von der Humboldt Universität zu Berlin vergeben.

Mit dem international ausgeschriebenen Bernstein Preis zeichnet das Bundesforschungsministerium jährlich exzellente Nachwuchsforscher mit herausragenden Forschungsideen im Bereich Computational Neuroscience, also der rechnergestützten Hirnforschung, aus.

Zum ersten Mal wurde der Preis im vergangenen Jahr verliehen. Mit dem Preisgeld sollen die geförderten Hirnforscher eine eigene Arbeitsgruppe an einer deutschen Forschungseinrichtung aufbauen. Die diesjährige Verleihung fand anlässlich des dritten Bernstein Symposiums in Göttingen statt.

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Jan Benda wurde von einer internationalen Jury für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Computational Neuroscience und sein innovatives Forschungsprogramm ausgewählt. Sein Forschungsprojekt untersucht die Rolle des Rauschens in der frühen sensorischen Verarbeitung und verspricht grundlegend neue Erkenntnisse über die Funktionsprinzipien des Nervensystems.

Im Rahmen des Nationalen Netzwerks Computational Neuroscience fördert das BMBF seit 2004 vier Bernstein Zentren für Computational Neuroscience mit 36 Millionen Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren. Die Zentren in Berlin, Freiburg, Göttingen und München, die nach dem deutschen Physiologen Julius Bernstein (1839-1917) benannt sind, bilden den Kern des jungen Forschungsfeldes Computational Neuroscience in Deutschland. Informatiker, Biologen und Mediziner kooperieren in den Zentren und steigern so die internationale Sichtbarkeit des Forschungsstandorts Deutschland in den Neurowissenschaften. Anfang 2007 wurde das Netzwerk erweitert und soll im kommenden Jahr über die Neurotechnologie Brücken in die Anwendung schlagen.

Das Nationale Netzwerk verknüpft die theoretischen und experimentellen Neurowissenschaften und erforscht die neuronalen Grundlagen von Hirnleistungen. Die Forschung soll ein besseres Verständnis der Gehirnfunktionen ermöglichen und so dazu beitragen, Anwendungen in den Bereichen Informationstechnologien, Gesundheit und Bildung zu befördern. Neben hochkarätigen wissenschaftlichen Projekten ist eine erstklassige Ausbildung für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wesentliches Ziel des Netzwerks.

Silvia von Einsiedel | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/2135.php
http://www.bernstein-zentren.de

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