Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hermann-Schmidt-Sonderpreis 2007: Rittal Auslandsprogramm für Azubis ausgezeichnet

18.09.2007
Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und W. Bertelsmann Verlag verleiht Rittal den Hermann-Schmidt-Sonderpreis 2007. Die hohe Auszeichnung würdigt die herausragenden Leistungen sowie die Attraktivität und Internationalisierung der beruflichen Ausbildung bei Rittal, dem größten Ausbildungsbetrieb in Mittelhessen.

„Wer heute als Unternehmen erfolgreich sein will, darf die Welt nicht aus den Augen verlieren. Auslandserfahrungen werden dabei zu wachsenden Erfolgsfaktoren“, so Dr. Gisela Dybowski vom BIBB bei ihrer Laudatio zum Hermann-Schmidt-Sonderpreis 2007. Dabei gelte es, bereits bei den Jugendlichen Kompetenzen zu fördern. „Rittal hat das auf hervorragende Art geleistet“, so Dybowski. Durch Auslandsaufenthalte mache Rittal seine Auszubildenden fit für das internationale Geschäft. Gewürdigt wurde das weltweit tätige Unternehmen dabei für das erfolgreich konzipierte und für andere Unternehmen vorbildliche Ausbildungsprogramm.

Um die Attraktivität und Internationalisierung beruflicher Bildung zu steigern, hat der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ am 13. September 07 anlässlich des 5. BIBB-Fachkongresses in Düsseldorf bundesweit besonders herausragende Auslandsprogramme für Auszubildende aus­gezeichnet. Den Hermann-Schmidt-Sonderpreis 2007 erhielt dabei Rittal als bundesweit einziges Industrieunternehmen.

Vor einem Auditorium mit 2000 Teilnehmern nahmen Norbert Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung von Rittal, Matthias Hecker, Ausbildungsleiter, und Christian Kolb, Auszubildender und Absolvent eines Auslandspraktikums, den Hermann-Schmidt-Sonder-preis 2007 entgegen.

... mehr zu:
»BIBB

In einem Kurzinterview betonte Norbert Müller, dass man sich nicht nur im Sport im Wettbewerb befindet. Auch im internationalen Geschäft müssen die Rittal Auszubildenden lernen sich zu beweisen und sich in Mobilität und interkultureller Zusammenarbeit üben.

Aus den zum Wettbewerb eingereichten Initiativen gingen als weitere Sieger hervor: Steinmetzzentrum Königslutter (1. Platz), Bebo-Wager-Schule, Augsburg (2. Platz) und Ausbildungsverbund „Moderne Berufe in Europa/Südthüringen e.V.“ (3. Platz). Zu den weiteren Bewerbern zählten unter anderem auch Unternehmen wie Airbus (Hamburg), MAN Diesel SE (Augsburg), Volkswagen Coaching (Hannover) sowie Bayer Industry Services GmbH (Leverkusen).

Nur ein bis zwei Prozent aller Auszubildenden absolvieren heutzutage einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland. Viel zu wenig, wenn man berücksichtigt, dass Mobilität der Fachkräfte sowie die Anforderungen an deren Qualifikation im Zuge der Globalisierung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Auslandsaufenthalte sind inzwischen nicht nur bei Führungskräften, sondern auch bei Fachkräften ein wichtiger Bestandteil ihres Qualifikationsprofils.

Auslandsaufenthalte in Europa, USA und Asien

Das Rittal Auslandsprogramm für Auszubildende ist beispielhaft. Die Integration sorgfältig konzipierter, bis zu dreimonatiger Auslandspraktika in den Ausbildungsprozess zum Beispiel in USA, Kanada, England, Indien oder China ist für die Qualifizierung der Rittal-Auszubildenden von großer Bedeutung. Zielgruppe sind Jugendliche verschiedener Berufsgruppen, die sich durch überdurchschnittliche Leistungen und Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung ausgezeichnet haben und für das internationale Rittal-Geschäft vorbereiten wollen. Die Maßnahmen sind mit der Berufsschule und Industrie- und Handelskammer (IHK) abgestimmt. Den ausgefallenen Unterrichtsstoff der Berufsschule holen Auszubildende in Eigenarbeit nach.

92 neue Auszubildende starten bei Rittal

Doch nicht nur in der Qualität der Ausbildung beweist Rittal Vorbildcharakter. In diesem Jahr bricht der größte Ausbilder in der Region wieder seinen eigenen Rekord und ermöglicht insgesamt 92 jungen Menschen (67 in 2006) in über zehn Berufen einen viel versprechenden Start in eine erfolgreiche Zukunft. Am 07. September begrüßte Norbert Müller den motivierten gewerblichen und kaufmännischen Nachwuchs offiziell in der Unternehmenszentrale in Herborn. „Es kommt auf drei Dinge an: Wir brauchen die besseren Ideen, Mitarbeiter mit Leidenschaft und Engagement, sowie Menschen, die Ausdauer haben und sich motivieren können“, betont der Vorsitzende der Geschäftsführung in seiner Ansprache. Weiter machte er deutlich: „Sie können sich hier entwickeln. Sie können Führungsaufgaben übernehmen. Zur Weiterqualifizierung unserer Mitarbeiter haben wir deshalb die Loh Akademie ins Leben gerufen. Wir wollen in sie investieren.“

Rittal ist stolz, dass das überdurchschnittliche Engagement für die Jugend zahlreiche Früchte trägt. So lagen die Industrieklassen in der Sommerprüfung eine halbe Note sowohl über dem hessischen als auch über dem Bundesdurchschnitt. Auch in diesem Jahr hat Rittal alle 67 Prüfungsabsolventen in eine Festanstellung übernommen.

Anthia Reckziegel | Rittal GmbH & Co. KG
Weitere Informationen:
http://www.rittal.de

Weitere Berichte zu: BIBB

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht »Die Oberfläche 2018« – Fünf Nominierungen gehen in die Endrunde
18.05.2018 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

nachricht DFG fördert Entwicklung innovativer Forschungssoftware an der Universität Bremen
17.05.2018 | Universität Bremen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

Passt eine ultrakalte Wolke aus zehntausenden Rubidium-Atomen in ein einzelnes Riesenatom? Forscherinnen und Forschern am 5. Physikalischen Institut der Universität Stuttgart ist dies erstmals gelungen. Sie zeigten einen ganz neuen Ansatz, die Wechselwirkung von geladenen Kernen mit neutralen Atomen bei weitaus niedrigeren Temperaturen zu untersuchen, als es bisher möglich war. Dies könnte einen wichtigen Schritt darstellen, um in Zukunft quantenmechanische Effekte in der Atom-Ion Wechselwirkung zu studieren. Das renommierte Fachjournal Physical Review Letters und das populärwissenschaftliche Begleitjournal Physics berichteten darüber.*)

In dem Experiment regten die Forscherinnen und Forscher ein Elektron eines einzelnen Atoms in einem Bose-Einstein-Kondensat mit Laserstrahlen in einen riesigen...

Im Focus: Algorithmen für die Leberchirurgie – weltweit sicherer operieren

Die Leber durchlaufen vier komplex verwobene Gefäßsysteme. Die chirurgische Entfernung von Tumoren ist daher oft eine schwierige Aufgabe. Das Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS hat Algorithmen entwickelt, die die Bilddaten von Patienten analysieren und chirurgische Risiken berechnen. Leberkrebsoperationen werden damit besser planbar und sicherer.

Jährlich erkranken weltweit 750.000 Menschen neu an Leberkrebs, viele weitere entwickeln Lebermetastasen aufgrund anderer Krebserkrankungen. Ein chirurgischer...

Im Focus: Positronen leuchten besser

Leuchtstoffe werden schon lange benutzt, im Alltag zum Beispiel im Bildschirm von Fernsehgeräten oder in PC-Monitoren, in der Wissenschaft zum Untersuchen von Plasmen, Teilchen- oder Antiteilchenstrahlen. Gleich ob Teilchen oder Antiteilchen – treffen sie auf einen Leuchtstoff auf, regen sie ihn zum Lumineszieren an. Unbekannt war jedoch bisher, dass die Lichtausbeute mit Elektronen wesentlich niedriger ist als mit Positronen, ihren Antiteilchen. Dies hat Dr. Eve Stenson im Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) in Garching und Greifswald jetzt beim Vorbereiten von Experimenten mit Materie-Antimaterie-Plasmen entdeckt.

„Wäre Antimaterie nicht so schwierig herzustellen, könnte man auf eine Ära hochleuchtender Niederspannungs-Displays hoffen, in der die Leuchtschirme nicht von...

Im Focus: Erklärung für rätselhafte Quantenoszillationen gefunden

Sogenannte Quanten-Vielteilchen-„Scars“ lassen Quantensysteme länger außerhalb des Gleichgewichtszustandes verweilen. Studie wurde in Nature Physics veröffentlicht

Forschern der Harvard Universität und des MIT war es vor kurzem gelungen, eine Rekordzahl von 53 Atomen einzufangen und ihren Quantenzustand einzeln zu...

Im Focus: Explanation for puzzling quantum oscillations has been found

So-called quantum many-body scars allow quantum systems to stay out of equilibrium much longer, explaining experiment | Study published in Nature Physics

Recently, researchers from Harvard and MIT succeeded in trapping a record 53 atoms and individually controlling their quantum state, realizing what is called a...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

„Data Science“ – Theorie und Anwendung: Internationale Tagung unter Leitung der Uni Paderborn

18.05.2018 | Veranstaltungen

Visual-Computing an Bord der MS Wissenschaft

17.05.2018 | Veranstaltungen

Tagung »Anlagenbau und -betrieb der Zukunft«

17.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bose-Einstein-Kondensat im Riesenatom - Universität Stuttgart untersucht exotisches Quantenobjekt

18.05.2018 | Physik Astronomie

Countdown für Kilogramm, Kelvin und Co.

18.05.2018 | Physik Astronomie

Wie Immunzellen Bakterien mit Säure töten

18.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics