Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jürgen O. Metzger erhält Wöhlerpreis für Ressourcenschonende Prozesse

17.09.2007
Der Oldenburger Chemiker Prof. Dr. Jürgen O. Metzger Oldenburger ist heute beim Wissenschaftsforum Chemie 2007 in Ulm von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) mit dem angesehenen "Wöhlerpreis für Ressourcenschonende Prozesse" geehrt worden.

Die GDCh ist mit über 27.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie würdigt mit der nun zum fünften Mal verliehen Auszeichnung, so GDCh-Präsident Prof. Dr. Dieter Jahn, Metzgers zukunftsweisende und vorbildgebende Forscherleistungen auf dem Gebiet der nachhaltigen Chemie.

Der kürzlich pensionierte Metzger lehrte und forschte seit 1974 am Institut für Reine und Angewandte Chemie der Universität Oldenburg. Bekannt wurde er für seine umweltverträglichen Synthesen von nachhaltigen Produkten unter Nutzung von Fetten und Ölen als nachwachsenden Rohstoffen. 1981 wurde ihm der Océ-van-der-Grinten-Preis zur Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet des Umweltschutzes verliehen. 1994 erhielt er den August-Claas-Forschungspreis Nachwachsende Rohstoffe.

Große Beachtung fand das 2002 von ihm für die GDCh erarbeitete Positionspapier zur Vorbereitung auf den Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (Südafrika) im Jahr 2002. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung wertete das Papier als beispielhafte Initiative zu einer verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Chemiepolitik. Mitgewirkt hat Metzger auch an dem in diesem Jahr mit dem Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie ausgezeichneten Lehrbuch "Neues und nachhaltigeres organisch-chemisches Praktikum".

... mehr zu:
»GDCh

Metzger ist Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Nachhaltige Chemie in der GDCh, die während des Wissenschaftsforums über nachhaltige globale Energie- und Rohstoffversorgung für die Chemie, über Biomasse als Rohstoff für die Chemische Industrie, über Kohlenhydratforschung für technische Anwendungen und über die Umsetzung wissenschaftlicher Forschungsergebnisse in innovative Produkte und Verfahren diskutiert.

Sein Arbeitskreis stellt in Ulm Öle und Fette als die derzeit wichtigsten nachwachsenden Rohstoffe für die chemische Industrie vor. Von gut zugänglichen ungesättigten Fettsäuren gelangt man über zahlreiche Synthesewege zu einer Vielzahl neuartiger Stoffe mit interessanten Eigenschaften, beispielsweise langkettige oder verzweigte, hoch funktionalisierte Oleochemikalien. Im Zentrum der Forschung stehen geeignete Katalysatoren, lösungsmittelfreie Reaktionen und hohe Stereo- und Regioselektivität bei den Synthesen.

Kontakt: Prof. Dr. Jürgen Metzger, E-Mail: juergen.metzger@uni-oldenburg.de

Gerhard Harms | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de/gdch.htm
http://www.uni-oldenburg.de

Weitere Berichte zu: GDCh

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus
23.02.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Eine Milliarde Euro für die Hochschulmedizin
17.02.2017 | Deutsche Hochschulmedizin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie