Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warburg-Medaille für den Entdecker der Krebs-Gene: Tumorforscher Robert Weinberg erhält Biochemiker-Auszeichnung

17.09.2007
Im Rahmen der Herbsttagung der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) hat der amerikanische Forscher Robert A. Weinberg heute die mit 25.000 Dollar dotierte Otto-Warburg-Medaille erhalten.

Die Otto-Warburg-Medaille, gesponsert von der Qiagen GmbH, wird seit 1963 alljährlich von der GBM verliehen und gilt als die höchste in Deutschland vergebene Auszeichnung für Biochemiker. Sieben der bisherigen Preisträger wurden später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Dass man die Entstehung von Tumoren heute in der Petrischale nachvollziehen kann, ist unter anderem sein Verdienst: Der US-Wissenschaftler Robert Weinberg vom Massachussetts Institute for Technlogy (MIT) hat wie kaum ein zweiter Forscher zum Verständnis der molekularen Ursachen von Krebserkrankungen beigetragen. Seine Erkenntnisse haben die Entwicklung neuer Krebstherapeutika ermöglicht und werden auch künftig Grundlage für weitere, noch effektivere Medikamente bieten.

Prof. Weinberg gilt - gemeinsam mit Forscherkollegen - als der Entdecker der Tumorgene, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen. "Robert Weinberg hat all diese Tumorgene nicht nur erforscht und beschrieben, sondern hat mit ihrer Hilfe auch erstmals künstliche Krebszellen mit genau definierten Eigenschaften gezüchtet", erklärt Prof. Alfred Wittinghofer, Präsident der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und Forscher-Kollege des Preisträgers. "Durch drei gezielte Veränderungen - ein mutiertes Onkogen, ein mutiertes Tumorsuppressor-Gen und eine aktivierte Form des Enzyms Telomerase - kann man die verschiedenartigsten Zelltypen in Tumorzellen verwandeln. Das hat die Möglichkeit einer systematischen Erforschung der Krebszellen und ihres Verhaltens erheblich verbessert."

... mehr zu:
»Biochemie »GBM »Molekularbiologie

Über die GBM:

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ist mit rund 5500 Mitgliedern - vom Studenten bis zum Nobelpreisträger - die größte und führende Fachgesellschaft für die Biowissenschaften. Sie vertritt die Belange der molekularbiologischen Forschung und die Interessen der Wissenschaftler, organisiert Tagungen und fördert den Forscher-Nachwuchs. Die GBM arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Die GBM ist Mitgliedsgesellschaft im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland, VBIO.

Über QIAGEN:

QIAGEN ist der weltweit führende Anbieter innovativer Proben- und Testtechnologien und -produkte. Die Produkte werden als Standards in Gebieten wie der präanalytischen Probenvorbereitung und der molekularen Diagnostik angesehen. Das umfangreiche Produktangebot des Unternehmens umfasst über 500 Produkte und Automationsplattformen für die Probenentnahme sowie die Trennung, Reinigung und Handhabung von Nukleinsäuren und Proteinen sowie für offene und zielspezifische Tests. QIAGEN-Produkte werden an wissenschaftliche Forschungsinstitute, führende Unternehmen im Pharma- und Biotechnologiebereich, an Kunden im Bereich angewandter Testverfahren (Forensik, Veterinärmedizin, Biodefense und industrielle Anwendungen) sowie an molekulardiagnostische Labore verkauft. QIAGEN beschäftigt weltweit 2.600 Mitarbeiter.

Kontakt:
Ansprechpartner Manfred Braun,
Telefonnummern:
bis 19.9.: 040 / 428 38 65 65 (Tagungs-Telefon in Hamburg)
ab 20.9. wieder: 069 / 66 05 67 12
braun@gbm-online.de

Manfred Braun | idw
Weitere Informationen:
http://www.gbm-online.de

Weitere Berichte zu: Biochemie GBM Molekularbiologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Förderungen Preise:

nachricht Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet
02.12.2016 | Universität zu Lübeck

nachricht Ohne erhöhtes Blutungsrisiko: Schlaganfall innovativ therapieren
02.12.2016 | Universität Duisburg-Essen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Förderungen Preise >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie